Hochstift Freising Archiv: Liber censualium des Freisinger Domkapitels Über das Objekt
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  • Hochstift Freising Archiv: Liber censualium des Freisinger Domkapitels
  • Erweiterte Beschreibung
    • Freising
  • 1078 - 1272
    • Kopialbuch
    • Freising
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  • Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
  • Bayerisches Hauptstaatsarchiv
    • Bayerisches Hauptstaatsarchiv - Signatur: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Freising Archiv 4
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2014-11-12

Hochstift Freising Archiv: Liber censualium des Freisinger Domkapitels

1078 - 1272
  • Freising

Beschreibung

Das Zensualen-Traditionsbuch wurde als Kopialbuch im Skriptorium Ende des 12. Jahrhunderts angelegt. Die Vorlagen der ältesten Einträge stammen aus dem letzten Viertel des 11. Jahrhunderts. Zensualen (Zinsleute) waren eine Gruppe von Halbfreien, die durch ihre personenrechtliche Bindung an einen Herrn, in der Regel eine kirchliche Institution, gekennzeichnet waren. Sie begaben sich meist gegen jährliche Zinszahlung in den Schutz der Kirche. Häufig waren sie ehemalige freie Bauern oder selbst Adelige − hier vor allem alleinstehende oder verwitwete Frauen −, die sich aus religiösen Motiven oder aus einem Streben nach größerer persönlicher Sicherheit in unruhigen Zeiten unter Aufgabe ihrer Freiheit in den Schutz der Bistumsheiligen Maria und Korbinian begaben. In der Regel mussten sie einen jährlichen Zins von fünf Denaren entrichten, der zum Unterhalt der Freisinger Domherren verwendet wurde. Außerdem wurden Unfreie von ihren Leibherren in die Zensualität entlassen, was einen sozialen Aufstieg bedeutete. Die „libri censualium“ sind eine der wichtigsten Quellen zur Sozialgeschichte Bayerns im 11.-13. Jahrhundert.