Bronzeskulptur

Graf-Luxburg-Museum

Hinweis

Dieses Objekt stammt aus kolonialen Kontexten und bedarf einer Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte. bavarikon zeigt dieses Objekt, um unter anderem eine kritische, sensible Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte zu ermöglichen und zu fördern. Die Bayerische Staatsbibliothek als Betreiberin von bavarikon weist darauf hin, dass die Erwerbung des Objekts durch die besitzende bzw. bestandshaltende Institution oder Vorgängerinstitutionen bzw. Personen nach heutigen Maßstäben möglicherweise unethisch oder unrechtmäßig erfolgt sein kann.

Beschreibung

Feuervergoldete Bronzefigur des Buddha Amogasiddhi. Der Buddha sitzt im Lotossitz (padmasana) auf einem doppelten Lotosthron (dieser aus Holz). Die Fußsohlen zeigen das eingravierte Rad der Lehre (falun). Der Kopf wird bekrönt von einem durchbrochen gearbeitetem, fünfblättrigem Diadem mit den Fünf Tathāgata (den Fünf Großen Weisheitsbuddhas). Die linke Hand ist im Meditationsgestus (dhyanamudra), die rechte Hand in der Geste der Schutzgewährung (abhayamudra). In die Handinnenfläche ist ein Rad der Lehre (dharmacakra) eingraviert. Der Buddha trägt ein als Flickengewand gekennzeichnetes Obergewand (kāṣāya) und einen mit einer Schleife zusammengebundenen Unterrock. Die Gewänder enden in kunstvoll symmetrisch arrangierten Falten vor den Füßen der Figur. Die nackte Brust ist sichtbar mit einem swastika-Zeichen. Die fein gravierten Ohrringe in Lotosform, die seitlich herabfallenden Bänder sowie die Ränder des Gewands sind ebenfalls fein mit floralen Ornamenten graviert. Der Holzsockel passgenau gearbeitet. Amogasiddhi steht für die Vollendung des buddhistischen Weges und ist einer der fünf Weisheitsbuddhas. In der Figur mischen sich tibetische und chinesische Elemente des trantrischen Buddhismus.

Autor

Museen Schloss Aschach