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Graf-Luxburg-Museum

Hinweis

Dieses Objekt stammt aus kolonialen Kontexten und bedarf einer Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte. bavarikon zeigt dieses Objekt, um unter anderem eine kritische, sensible Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte zu ermöglichen und zu fördern. Die Bayerische Staatsbibliothek als Betreiberin von bavarikon weist darauf hin, dass die Erwerbung des Objekts durch die besitzende bzw. bestandshaltende Institution oder Vorgängerinstitutionen bzw. Personen nach heutigen Maßstäben möglicherweise unethisch oder unrechtmäßig erfolgt sein kann.

Beschreibung

Das große Rückenkissen ist von rechteckiger Form mit gestuftem oberem Abschluss. Vom originalen Objekt sind heute noch die vordere Kissenplatte und der umlaufende Boden erhalten. Sie bestehen aus einem kostbaren handgeknüpften Seidengewebe, die Rückseite und die Unterseite des Bodens wurden durch moderne westliche Gewebe ersetzt.

Die Musterung des Kissens ist dessen Form angepasst. Im Hauptfeld sind neun stilisierte Lotosblüten in Reihen gesetzt, verbunden durch Ranken und umgeben von grünen Blättern. Um das Feld herum führt eine Rahmenbordüre. Sie ist gefüllt mit einer dichten Blätterranke mit Medaillons, die das stilisierte Schriftzeichen für ein langes Leben (chin. shou) tragen. Der umlaufende Boden ist mit kleineren, fortlaufenden Lotosranken dekoriert. Hier sind die ursprünglichen Farben teils besser erhalten und zeigen, wie frisch und lebendig das Gewebe ehemals gewirkt haben muss. Vermutlich war das Kissen ursprünglich strahlend gelb, wahrscheinlich sogar kaiserlich gelb.

Die Lotosblume steht im Buddhismus für Reinheit, ihre Blüte ist zudem Teil der 'Acht Buddhistischen Schätze' (chin. babao) und findet sich deshalb als Motiv auf Textilien, die mit Tempeln in Verbindung stehen. In Palästen und Tempeln wurden unter anderem auch buddhistische Figuren auf Thronsesseln mit Kissen präsentiert.

Das geknüpfte Gewebe mit Seidenflor ist von sehr guter Qualität mit hoher Knotendichte, niedrigem Flor und einem gekonnt gestalteten Muster, was für eine frühe Datierung spricht.

Autor

Museen Schloss Aschach

Rechtehinweis Beschreibung

CC0