Bothmer, Felix Graf von (Artikel aus Neue Deutsche Biographie)
Beschreibung
Bothmer wurde 1900 als Oberst Kommandeur des Leibregiments. Als Generalleutnant führte er ab 1905 die 2. Division. 1909 wurde er zum Generalkapitän der Leibgarde der Hartschiere ernannt. Schon bald nach Kriegsbeginn übernahm er im Herbst 1914 die Führung der 6. bayerischen Reserve-Division in Flandern. Im Winter 1914/15 an die Spitze des neu aufgestellten II. Reserve-Korps in den Karpathen gestellt, wurde sein Name durch die Erstürmung des Zwinin und den Durchbruch durch die russische Front bei Stryi überall bekannt. Am 6.7.1915 wurde Bothmer zum Führer der aus deutschen und österreichischen Truppen bestehenden Deutschen Südarmee ernannt. In der Verfolgungsschlacht von Tarnopol führte er seine Truppen zum Sieg, und als sich im Jahre 1916 die Brussilow-Offensive über die deutsche Ostfront ergoß, hielt seine Armee der feindlichen Übermacht dank überlegener Führerentschlüsse stand. Nach Abwehr der sog. Kerensky-Offensive im Sommer 1917 stieß Bothmers Armee bis zur galizisch-russischen Grenze vor. Das Großkreuz des bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens und der Pour le mérite mit Eichenlaub waren die Anerkennung seines Führertums. Als Oberbefehlshaber der 19. Armee im Westen erlebte der im April 1918 zum Generaloberst Ernannte das Kriegsende.
Autor
Waldenfels, Otto Freiherr von