Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien, Caixa de Conversão: Staatspapiergeld über 500.000 Reis von 1906

Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung

Beschreibung

Vorderseite: Rechts Porträt des Politkers Afonso Augusto Moreira Pena (1847-1909), links eine allegorische Figur mit Symbolen des Handwerks und der Industrie, in der Mitte unten Blick auf die Guanabara-Bucht, die Stadt Rio de Janeiro und auf den Zuckerhut, Ornamentik und Guillochen

Rückseite: In der Mitte Blick auf ein Gebäude, Ornamentik und Guillochen

1822 erreichte die Kolonie Brasilien die Unabhängigkeit von Portugal und wurde zum Kaiserreich. Das Kaiserreich Brasilien bestand von 1822 bis 1889. In dieser Zeit gab der Staat selbst Papiergeld aus, als ausführende Stelle wurde der Thesouro Nacional bestimmt. Nach dem Sturz des Kaisers Dom Pedro II. und der Errichtung der Republik im Jahr 1889 gab der Staat weiterhin Geldscheine aus. Eine Wirtschaftskrise in den 1890er Jahren führte zur Gründung der Konversionskasse (Caixa de Conversão) im Jahr 1906, die nun ebenfalls staatliches Papiergeld emittierte. Mit der Stabilisierung der Wirtschaft und der Finanzen der Republik stellte sie ihre Tätigkeit in den 1920er Jahren wieder ein.