Republik Venezuela, Banco Mercantil y Agrícola: Banknote über 20 Bolívares von 1927
Beschreibung
Vorderseite: Mittig Hafenszene mit Dampfschiff und Personenzug, Ornamentik und Guillochen.
Rückseite: Monogramm im Schild zwischen geflügelten Figuren, Ornamentik und Guillochen.
Seit dem Jahr 1810 herrschte im Gebiet des heutigen Venezuela der Unabhängigkeitskampf gegen Spanien. Bereits 1811 wurde durch die vorläufigen Estados Unidos de Venezuela die erste Banknote herausgegeben, aber erst 1821 sollte es Simón Bolívar (1783-1830) gelingen, den Kampf für die Unabhängigkeit zu einem siegreichen Ende zu führen. Zu Beginn wurde Venezuela Teil der von Bolívar geschaffenen Republik Groß-Kolumbien, ab 1830 selbstständig und ab 1864 verfassungsgemäß eine Bundesrepublik. Die föderale Struktur Venezuelas machte es möglich, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Staatspapiergeld der einzelnen Bundesstaaten neben dem Papiergeld privater Emittenten umlief. Mit dem Gesetz vom Juni 1918 wurde das Notenbankwesen neu geregelt: Fortan war der Banco de Venezuela der Verwalter des Staatsgeldes, bis 1941 schließlich der Banco Central del Venezuela als Zentralnotenbank das alleinige Notenemissionsrecht erhielt.