Beschreibung
Vorderseite: links Personifizierung der Bank: sitzende weibliche Figur mit Attributen Waage und Füllhorn, zu ihren Füßen Geldsäcke, daneben Hermesknabe, zu seinen Füßen Zahnrad, Zirkel und Amboss; in der Mitte bayerisches Staatswappen; rechts Allegorie der Landwirtschaft: sitzende weibliche Gestalt mit Knaben mit Attributen Ährengarbe, Sichel und Sense
Rückseite: ovaler Rahmen mit Ornamentik und Zierstücken
Die Bayerische Notenbank, 1875 gegründet, zählt zu den wenigen Notenbanken im Kaiserreich, die neben der Reichsbank Geldscheine ausgaben: Badische Bank, Sächsische Bank und Württembergische Notenbank. Im Jahr 1871 wurde die Mark als neue Währungseinheit eingeführt. Die Bayerische Notenbank emittierte daher als erste Ausgabe einen 100-Mark-Schein. Mit der Herstellung wurde das Leipziger Unternehmen Giesecke & Devrient beauftragt. Das Notenbild entsprach den vorhergehenden Ausgaben der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, da die Bevölkerung daran gewöhnt war. Die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank hatte zugunsten der Bayerischen Notenbank 1875 auf ihr Notenprivileg verzichtet.