Republik Baden, Badische Bank: Banknote über 5.000 Mark von 1922
Beschreibung
Vorderseite Bild: In der Mitte Wappen der Republik Baden, gehalten von zwei Greifen, rechts Strafsatz.
Rückseite Bild: In der Mitte der hl. Georg als Drachentöter, in den vier Ecken allegorische Darstellungen der Wissenschaft, des Handwerks, der Industrie und der Mutterschaft.
Das ungewöhnlich hohe Nominal der 5.000-Mark-Banknote der Badischen Bank ist bereits eine Folge der galoppierenden Inflation des Jahres 1922. Ursachen waren zum einen die Kriegsfinanzierung des Deutschen Reiches über Staatsanleihen und die Aufhebung des Goldstandards, zum anderen die alliierten Friedensbedingungen nach 1919. Um die enormen Summen aufbringen zu können, sah die Reichsregierung ihren Ausweg nur noch im 'Anwerfen der Druckerpresse': Als Konsequenzen nahmen die Geldvermehrung und der Verlust der Kaufkraft beständig zu.
Im Verlauf des Jahres 1923 sollte sich die galoppierende Inflation schließlich zur Hyperinflation entwickeln. Auf deren Höhepunkt stiegen die Preise stündlich, während die Banknoten das Papier nicht wert waren, auf dem sie gedruckt waren. Stand Anfang des Jahres 1922 der Wechselkurs der Mark zum Dollar noch bei 200 Mark, kostete der Dollar am 18. Januar 2023 bereits 25.000 Mark. Im November 1923 mussten für einen US-Dollar 4,2 Billionen Mark aufgewendet werden.
Der auf der Bildrückseite abgebildete hl. Georg symbolisiert die zum Ausgabezeitpunkt der Banknote noch bestehende Hoffnung, gleichsam mit dem Lindwurm auch das 'Ungeheuer' der Inflation besiegen zu können. Im Verlauf des Jahres 1923 sollte diese Hoffnung jedoch alsbald zerschlagen werden.