Königreich Ungarn, Pénzügyminisztérium: Staatspapiergeld über 1.000 Korona von 1920

Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung

Beschreibung

Vorderseite: Rechts Porträt des Königs von Ungarn Stephan I. der Heilige (975-1038), in der Mitte oben Wappen Ungarns

Rückseite: Wertangabe in fünf weiteren Sprachen und Guillochenmuster

Die Auflösung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn 1918 führte auch zum Ende der Österreichisch-ungarischen Bank. Nach Ausrufung der Republik Ungarn im November 1918 brachten einige Filialen noch Banknoten in den Umlauf. Im März 1919 wurde die Ungarische Räterepublik ausgerufen. Die Räteregierung übernahm die Filialen der Österreichisch-ungarischen Bank und druckte die bisherigen Noten nach. Nach dem Sturz der Räteregierung im Sommer 1919 wurden diese Noten wieder eingezogen. Im Jahr 1920 verfügte das Finanzministerium die noch im Umlauf befindlichen Banknoten der Österreichisch-ungarischen Bank mit einem Aufdruck zu versehen. Schließlich brachte das Finanzministerium ab 1920 neue Staatsnoten heraus, zunächst in Wertstufen zwischen 1 und 10.000 Korona. Die ab 1922 einsetzende Inflation zwang allerdings zur Ausgabe immer höherer Werte.