Zarentum Bulgarien, Bulgarische Nationalbank: Banknote über 20 Lewa von 1928

Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung

Beschreibung

Vorderseite: In der Mitte Wappen des Zarentums Bulgarien und Porträt des Zaren Boris III. von Bulgarien (1894-1943), Ornamentik und Guillochen

Rückseite: In der Mitte Blick auf eine Landschaft mit Feldern, Ornamentik und Guillochen

Bulgarien erlangte 1878 die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Schon ein Jahr später wurde die Bulgarische Nationalbank gegründet. Sie erhielt allerdings erst 1885 per Gesetz das Recht zur alleinigen Notenausgabe. Die ersten Serien der Bulgarischen Nationalbank waren noch gegen Gold- oder Silbermünzen eintauschbar. Mit dem Ersten Weltkrieg änderte sich dies. Ab 1912 stand die Bank unter direkter Aufsicht des Finanzministeriums. Um die Kriegskosten und den Staatshaushalt zu finanzieren, wurde immer mehr Papiergeld gedruckt. Die Einlösung gegen Münzgeld wurde eingestellt. Eine Inflation und Geldentwertung waren die Folgen. Das Geldwesen stabilisierte sich Anfang der 1920er Jahre wieder. Ab 1924 konnte die Bulgarische Nationalbank wieder unabhängig agieren und ihre Banknoten wurden zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt.