Algerien, Banque d'Algerie: Banknote über 1.000 Francs von 1924

Giesecke+Devrient Stiftung

Beschreibung

Vorderseite: Links und rechts allegorische Figuren mit Symbolen des Handwerks, in der Mitte unten zwei allegorische Figuren mit Löwenkopf, Ornamentik

Rückseite: In der Mitte ein Bienenkorb, links Hermes, rechts Herkules, Ornamentik

Frankreich besetzte ab 1830 unter einem Vorwand algerische Küstenstädte. Bis 1848 weitete es die Besetzung und koloniale Herrschaft konsequent aus. Der Algerienkrieg (1954-1962) führte schließlich zur Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962. Die 1851 gegründete Banque de l’Algérie war für die Geld- und Finanzpolitik in der Kolonie Algerien verantwortlich. Die Abhängigkeit von der Banque de France zeigt sich in der Gestaltung: Das Design der algerischen ähnelt sehr den französischen Banknoten und ist den ersten Serien sogar fast identisch. Hier sind vor allem Allegorien das beherrschende Motiv. Spätere Banknoten spiegeln koloniales Denken wider und transportieren Stereotypen, so werden stilisierte Vertreter der Herkunftsgesellschaft bei der Landwirtschaft oder Marktszenen gezeigt. Ein sensibler Umgang mit und ein offener Dialog zu diesen Objekten ist also geboten. Mit der Unabhängigkeit 1962 wurde die Banque de l’Algérie aufgelöst und das Emissionsrecht auf die neu gegründete Banque d‘Algérie übertragen.