Algerien, Banque d'Algerie: Banknote über 5 Francs von 1941
Hinweis
Dieses Objekt ist aufgrund des Dargestellten oder aufgrund seiner Inhalte aus ethisch-moralischer Sicht problematisch. bavarikon zeigt es, um eine kritische, sensible Auseinandersetzung mit diesen Darstellungen und Inhalten zu ermöglichen und zu fördern. Die Bayerische Staatsbibliothek als Betreiberin von bavarikon distanziert sich ausdrücklich von diskriminierenden, rassistischen, stereotypisierenden, menschenverachtenden Darstellungen und Inhalten.
Beschreibung
Vorderseite: Rechts Porträt einer Frau, Ornamentik
Rückseite: In der Mitte eine Frau mit Früchten, im Hintergrund ein Hafen, Ornamentik
Frankreich besetzte ab 1830 unter einem Vorwand algerische Küstenstädte. Bis 1848 weitete es die Besetzung und koloniale Herrschaft konsequent aus. Der Algerienkrieg (1954-1962) führte schließlich zur Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962. Die 1851 gegründete Banque de l’Algérie war für die Geld- und Finanzpolitik in der Kolonie Algerien verantwortlich. Die Abhängigkeit von der Banque de France zeigt sich in der Gestaltung: Das Design der algerischen ähnelt sehr den französischen Banknoten und ist den ersten Serien sogar fast identisch. Hier sind vor allem Allegorien das beherrschende Motiv. Spätere Banknoten spiegeln koloniales Denken wider und transportieren Stereotypen, so werden stilisierte Vertreter der Herkunftsgesellschaft bei der Landwirtschaft oder Marktszenen gezeigt. Ein sensibler Umgang mit und ein offener Dialog zu diesen Objekten ist also geboten. Mit der Unabhängigkeit 1962 wurde die Banque de l’Algérie aufgelöst und das Emissionsrecht auf die neu gegründete Banque d‘Algérie übertragen.