Angola, Republica Portuguesa: Geldschein über 50 Centavos von 1921

Giesecke+Devrient Stiftung

Beschreibung

Vorderseite: In der Mitte eine Frau mit phrygischer Mütze, dem Symbol der Freiheit, beim Pflügen, im Hintergrund Blick auf den Ozean und ein Segelschiff, rechts Wappen Portugals, links und rechts oben je ein Löwenkopf, Ornamentik

Rückseite: In der Mitte Wappen Portugals, darunter ein geflügeltes Rad und zwei männliche Figuren mit Symbolen des Handels und des Handwerks, links Blick auf eine Fabrikanlage und eine Eisenbahn, rechts Blick auf den Ozean und ein Dampfschiff, Ornamentik

Seit dem 15. Jahrhundert errichtete Portugal Handelsposten in Angola. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm Portugal immer mehr Teile des Landes in Besitz. Der rechtliche Status der Kolonie wurde 1951 geändert: Angola wurde zu einer portugiesischen Überseeprovinz und ermöglichte so der Herkunftsgesellschaft eine weitgehende Gleichberechtigung mit portugiesischen Staatsbürgern. In der Folge entwickelten sich eine Unabhängigkeitsbewegung und zugleich ein innerer politischer Machtkampf rivalisierender Parteien. Schließlich wurde 1975 die Unabhängigkeit erreicht und die Volksrepublik Angola ausgerufen. Die Banco Nacional Ultramarino wurde 1864 gegründet, um den Geldverkehr in den portugiesischen Kolonien zu steuern. Die Bank unterhielt verschiedene Zweigstellen, so auch in Luanda und emittierte dort Banknoten. Ihr Recht zur Notenausgabe in Angola musste sie 1926 an die neu gegründete Banco de Angola abtreten. Die Gestaltung der Banknoten ist vor allem durch Allegorien, Landschaftsdarstellungen und Porträts der portugiesischen Seefahrer und Entdecker geprägt. Besonders letztere spiegeln koloniales Denken bzw. den Herrschaftsanspruch Portugals wider, noch verstärkt durch das Staatswappen Portugals. Ein sensibler Umgang mit und ein offener Dialog zu diesen Objekten ist also geboten. Mit der Unabhängigkeit wurde die Banco Nacional de Angola zur zentralen Notenbank Angolas.