Britisch-Indien, Government: Staatspapiergeld über 10 Rupien

Giesecke+Devrient Stiftung

Beschreibung

Vorderseite: Rechts Porträt des Königs George V. von Großbritannien (1865-1936), in der Mitte Blick auf eine Landschaft, Ornamentik

Rückseite: In der Mitte zwei Elefanten mit Reitern, Ornamentik und Guillochen

Seit Mitte des 18. Jahrhundert stand Indien weitgehend unter Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie. Nach Aufständen der Bevölkerung in den Jahren 1857 und 1858 wurde die Ostindien-Kompanie aufgelöst und Indien eine britische Kronkolonie. Zeitweise umfasste das Territorium nicht nur den heutigen Staat Indien, sondern auch Teile der Staaten Pakistan, Bangladesch, Nepal, Bhutan, Myanmar und Teile von Kaschmir. 1947 erlangten Indien und Pakistan die Unabhängigkeit. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gaben verschiedene Banken in Indien Geldscheine aus. Die Bank of Hindostan wurde 1770 gegründet. Sie bestand bis 1832 und gab während dieser Zeit mehrere Banknotenserien aus. Ihre Noten und auch die der anderen Banken liefen zumeist nur in den Hauptstädten um. Mit Gesetz von 1861 wurde den bestehenden Notenbanken das Emissionsrecht entzogen und dem Staat übertragen. Das neu geschaffene Paper Currency Departement gab nun Staatsnoten aus. Für die Ausgabe wurde das Land in 9 Bezirke eingeteilt. Der Name des jeweiligen Bezirkes wurde auf die Banknoten aufgedruckt. Im Jahr 1935 wurde die Reserve Bank of India gegründet, die bis heute die zentrale Notenbank Indiens ist.