Niederländisch-Indien, De Javasche Bank: Banknote über 1.000 Gulden von 1930

Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung

Beschreibung

Vorderseite: Rechts Porträt des Generalgouverneurs von Niederländisch-Indien, Jan Pieterszoon Coen (1587-1629), in der Mitte und rechts oben Wappen der Stadt Batavia, rechts unten Wappen der Niederlande, Ornamentik und Guillochen

Rückseite: In der Mitte Blick auf das Gebäude der Javaschen Bank in Batavia, Strafsatz in mehreren Sprachen, Ornamentik und Guillochen

Im frühen 17. Jahrhundert begann die Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie das Territorium des heutigen Staates Indonesien nach und nach zu erobern und Stützpunkte einzurichten. Als Hauptsitz der Kompanie wurde 1619 Batavia, das heutige Jakarta, gegründet. Nach der Auflösung der Kompanie übernahm der niederländische Staat die Herrschaft und organisierte es als Kolonie. Die Unabhängigkeit wurde 1945 erklärt, jedoch erst 1949 von den Niederlanden offiziell anerkannt. Die Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie gab ab 1782 Papiergeld aus. Doch diese Scheine waren unbeliebt und sanken stetig im Wert. Mit Übernahme der Herrschaft durch die Niederlande wurde Staatspapiergeld emittiert. Nach dem Vorbild der Nederlandsche Bank wurde 1827 die De Javasche Bank gegründet, eine erste Notenausgabe folgte schon 1832. Bis zur Unabhängigkeit war sie de facto die zentrale Notenbank Niederländisch-Indiens.