Südafrika, National Bank of South Africa: Banknote über 5 Pfund von 1916

Giesecke+Devrient Stiftung

Beschreibung

Vorderseite: Links eine weibliche Figur mit Attributen des Handels und der Landwirtschaft, im Hintergrund Blick auf einen Wasserfall, rechts ein Wagen mit Ochsen, im Hintergrund Industrieanlagen, Ornamentik und Guillochen

Rückseite: In der Mitte Porträt einer Frau, Guillochen

Erste Niederlassungen in Südafrika erfolgten ab 1652 durch die Niederländische Ostindien-Kompanie. Im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts weitete die Niederlande die Herrschaft kontinuierlich aus. Im Jahr 1806 eroberten die Briten das Territorium und errichteten eine Kronkolonie. Nach den Burenkriegen wurde 1910 die Südafrikanische Union gegründet, sie vereinigte die vier britischen Kolonien Kapkolonie, Natal, Oranjefluss-Kolonie und Transvaal-Kolonie. Als Dominion verwaltete sie sich selbst, stand aber weiterhin unter der Herrschaft der britischen Krone. 1961 entstand die Republik Südafrika und damit einher ging der Austritt aus dem Commonwealth. Erste Papiergeldausgaben erfolgten durch die Niederlande im Jahr 1782, als das Münzgeld knapp wurde. Die handgeschriebenen Noten blieben nur kurz im Umlauf. In der britischen Kronkolonie zirkulierten Geldscheine privater Notenbanken, wie der 1825 gegründeten Cape of Good Hope Bank. Per Gesetz wurde 1891 bestimmt, dass alle Banknoten einheitlich gestaltet sein mussten und sich nur durch Banknamen und Unterschriften unterschieden. Neben den privaten Notenbanken emittierte das Government staatliches Papiergeld. Nach der Gründung der Südafrikanischen Union wurde 1921 die South African Reserve Bank gegründet. Sie ist bis heute die zentrale Notenbank Südafrikas.