Schweden, Stockholms Banco: Banknote über 10 Daler Silvermynt von 1666 Über das Objekt
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  • Schweden, Stockholms Banco: Banknote über 10 Daler Silvermynt von 1666
  • Erweiterte Beschreibung
    • Stockholms Banco (Herausgeber)
    • Schweden
  • 1666-01-01 - 1666-12-31
  • Höhe: 154 mm Breite: 190 mm / Material: Papier, Buchdruck, Wasserzeichen BANCO
    • 10 Daler Silvermynt, 1666 Schweden, Königreich Stockholms Banco
    • Papiergeld
    • Seltene Geldscheine aus aller Welt
    • Papiergeld Europas
    • Frühe Papiergeldexperimente 14.-18. Jahrhundert
    • Papiergeld Schwedens
  • HVB Stiftung Geldscheinsammlung
  • HVB Stiftung Geldscheinsammlung
    • HVB Stiftung Geldscheinsammlung - Inventarnummer: SWE-A57
  • http://hdl.handle.net/428894.vzg/4adce38a-98f2-41e5-b0f8-40932ed0a1ac
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Standardzitierwerk: „Standard Catalog of World Paper Money : General Issues. Volume Two“. Krause Publications, Iola, WI, 1999. Seite/Nr.: A57 - Literatur zum Stück: A. Pick, „Papiergeld-Lexikon“. Gietl, Regenstauf, 1992. Seite/Nr.: 323-326 - Literatur allgemein: „Kostbarkeiten aus der HYPO-Geldscheinsammlung. Vom Geld der Welt“. Gietl, Regenstauf, 1994.
  • 2018-11-18

Schweden, Stockholms Banco: Banknote über 10 Daler Silvermynt von 1666

1666-01-01 - 1666-12-31
  • Schweden

Beschreibung

Vorderseite: Aufschrift "Der Inhaber dieses Kreditzettels hat von der Stockholms Banco unter Nr 361 zu fordern 10 Taler Silbermünze, was von uns, dem Bankdirektor, dem Kommissar, Buchhalter und Kassierer jeder für sich mit eigenhändiger Unterschrift und Siegel bestätigt wird. Zur weiteren Sicherheit beglaubigt durch das große und kleine Banksiegel."; Rahmen aus Ornamentik, oben Angaben zur Garantie der Banknote, darunter Unterschriften von Johan Palmstruch und sieben weiteren Bankangestellten, beglaubigt durch jeweiliges Siegel, in der Mitte unten Siegel der Bank

Rückseite: Aufschrift "Handschriftliche Angabe der Kontrollnummer, Datierung und Unterschrift";

1644 wurde in Schweden das Kupferplattengeld eingeführt, dessen Nominalwert dem Kupfergehalt entsprach. Das Geld war für den Zahlungsverkehr auf Grund seiner Größe und des Gewichts sehr unhandlich. So wog eine 10-Daler-Platte über 20 Kilo. Der aus Riga stammende Bankier Johan Palmstruch (1611-1671) machte in dieser Situation der schwedischen Regierung den Vorschlag, eine Wechsel- und Leihbank nach dem Vorbild von Amsterdam zu gründen. Im Jahr 1656 erhielt er die Genehmigung für die Gründung der Stockholms Banco und die Papiergeldausgabe. 1661 erfolgte die erste Emission, das älteste Papiergeld Europas, von diesen ist aber kein Exemplar erhalten geblieben. Überliefert sind Geldscheine einer späteren Ausgabe von 1666. Sie zeigen eine ähnliche Gestaltung wie Urkunden. Die Unterschriften von Palmstruch und sieben weiteren Bankangestellten wurden durch den persönlichen Prägestempel des Unterschreibenden bestätigt. Da die Stockholms Banco jedoch zu großzügig Kredite vergab, geriet sie in Schwierigkeiten und konnte die Geldscheine nicht mehr einlösen. 1668 ging das Institut bankrott, Palmstruch wurde vor Gericht gestellt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Reste der Bank gingen in der 1668 gegründeten Schwedischen Reichsbank auf, die damit zu den ältesten noch existierenden Zentralbanken der Welt zählt.