de Roy, Jan, d. Ä. (Wirker): Wirkteppich, Pfalzgraf Philipp der Streitbare (aus der Serie der Neuburger Bildnisteppiche) Über das Objekt
  • https://bavarikon.de/object/bav:HVN-GRA-00000000000T0372
  • Wirkteppich, Pfalzgraf Philipp der Streitbare (aus der Serie der Neuburger Bildnisteppiche)
  • Erweiterte Beschreibung
    • de Roy, Jan, d. Ä. (Wirker)
    • Gertner, Peter (Entwerfer)
    • Brüssel
  • 1535 (um)
  • 430,0 (Höhe), 33,0 (Breite) [Angabe in cm] / Material: Wolle & Seide & Goldmetallfaden - Technik: gewirkt
    • Wandbehang
    • Philipp, Pfalz-Neuburg, Pfalzgraf
    • Die Graßegger-Sammlung des Historischen Vereins Neuburg an der Donau
    • Graßegger-Kabinett
  • Historischer Verein Neuburg an der Donau
  • Historischer Verein Neuburg an der Donau
    • Historischer Verein Neuburg an der Donau - Inventarnummer: T 0372
    • Historischer Verein Neuburg an der Donau - Inventarnummer: Alte InvNr: A 344
    • Historischer Verein Neuburg an der Donau - Bildnummer: 003_T 0372_0173
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Standort: Schloss Neuburg an der Donau - Fotonachweis: Bayerische Schlösserverwaltung/Ulrich Pfeuffer, München
  • 12.05.2021

Wirkteppich, Pfalzgraf Philipp der Streitbare (aus der Serie der Neuburger Bildnisteppiche)

1535 (um)
  • de Roy, Jan, d. Ä. (Wirker)
  • Gertner, Peter (Entwerfer)
  • Brüssel

Beschreibung

Der Porträtteppich mit dem Bildnis Pfalzgraf Philipps des Streitbaren (1503-1548) gehört zu einer Serie von drei formal und inhaltlich aufeinander bezogenen, großformatigen Wirkteppichen – neben dem hier vorgestellten sind dies noch die Porträts Pfalzgraf Ottheinrichs (Inv. T 0175) sowie seiner Gemahlin Susanna (Inv. T 0373) -, die zu den wertvollsten Sammlungsgütern des Historischen Vereins Neuburg an der Donau gehören. Entwürfe und Kartons werden dem Neuburger Hofmaler Peter Gertner (um 1495 – nach 1541) zugeschrieben, gewirkt wurden die kostbaren Tapisserien in Brüssel.

Der von Ottheinrich beauftragte, als einziger nicht datierte Bildnisteppich, zeigt seinen Bruder Philipp als Mitregenten in einer der seinen ähnlich kraftvoll-selbstbewussten Pose inmitten eines idyllischen Gartens mit Tieren und Pflanzen vor weitläufiger Ideallandschaft. Die Bordüre des kostbar gewirkten Teppichs trägt die gleichen Wappen wie die Ottheinrichs: Pfalz-Bayern, Savoyen, Massowien, Sachsen und Habsburg, die Philipps hohe Abkunft dokumentieren. Der Philipp-Teppich ist der Einzige der Serie, auf dem sich eine fast vollständige Wirkermarke erhalten hat, mit deren Hilfe alle Tapisserien dem Brüsseler Meister Jan de Roy d.Ä. (um 1470 - nach 1536) zugeschrieben werden konnten.

Wandteppiche gehörten in Herstellung und Machart zum Kostbarsten, was die Zeit hervorzubringen im Stande war, Ottheinrich nutzte sie zur Repräsentation und als wertvolle Sammlungsobjekte.

Eva Gerum M.A., Historischer Verein Neuburg/Donau e.V.

CC BY-NC-ND 4.0