Votiv

Historischer Verein Neuburg an der Donau

Beschreibung

Votive sind Objekte, die als sichtbare Zeichen einer Gebetserhörung an einem Wallfahrtsort niedergelegt werden. Das Gebet oder die Anrufung wurde häufig in einer Not- oder Krisensituation formuliert und richtete sich an einen Heiligen oder die Gottesmutter, die an einem bestimmten Wallfahrtsort verehrt werden. Verbunden war das Gebet mit dem Gelübde, bei erfolgter Rettung aus Not und Krankheit, ein sichtbares Zeichen oder eine Gabe am Wallfahrtsort niederzulegen. Diese Objekte wurden also aufgrund eines Gelübdes (lateinisch: ex voto) dargebracht. Votivgaben sind häufig symbolische Darstellungen von Menschen und Tieren oder Nachbildungen von erkrankten oder verletzten Körperteilen. Solche Votive werden auch als "Identifikationsopfer" bezeichnet. Andere Votivgaben sind Alltagsgegenstände, die in Zusammenhang stehen mit der Situation, in der der darbringende Votant Heil, Heilung und Rettung erfahren hat.

Autor

Dr. Stephan Bachter, Historischer Verein Neuburg an der Donau

Rechtehinweis Beschreibung

CC BY-NC-ND 4.0