Bokorny, Josef (1852-1920); Hauptlehrer: Peiting, Landkreis Weilheim-Schongau. Antwort auf die Rundfrage 1908 Über das Objekt
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  • Peiting, Landkreis Weilheim-Schongau. Antwort auf die Rundfrage 1908
  • Erweiterte Beschreibung
    • Bokorny, Josef (1852-1920); Hauptlehrer
    • Peiting
  • 1909.09.08
  • 35 Seiten
    • Deutsch
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908), Antworten
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908)
    • Antwortschreiben Oberbayern
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
    • Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften - Inventarnummer: RF162
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 24.11.2017

Peiting, Landkreis Weilheim-Schongau. Antwort auf die Rundfrage 1908

1909.09.08
  • Bokorny, Josef (1852-1920); Hauptlehrer
  • Peiting

Beschreibung

Einwohnerzahl im Jahr 1900: 1968 (1941 kath., 27 ev.), 2 kath. Schulen

Bokorny skizziert Essens- und Schlafenszeiten sowie die Arbeiten des Tages. Er schildert folgende Feste und Bräuche im Jahreslauf, wobei er von einer nicht näher definierten Vergangenheit spricht: Fasching (Masken; Tanz; Umzug), Palmsonntag (Palmesel), Ostern (gefärbte Ostereier; Osterfeuer), Walpurgisnacht, Bitttage vor Christi Himmelfahrt (Kreuzwoche; Wallfahrten), Fronleichnam (Prozession), Johannestag (Sonnwendfeuer), Kirchweih, Allerseelen, Advent, Thomastag (Bleigießen). Bei den Bräuchen und Festen im Lebenslauf erläutert er diejenigen zu Geburt (Kinderglaube: die Kinder kommen aus einem Weiher; Vorsegnen der Wöchnerin), Taufe (Pate; Taufschmaus; Namengebung), Hochzeit (Montag oder Dienstag als Hochzeitstag; Polterabend; Hochzeitsmahl; Hochzeitslader; Mahlgeld) und Tod (Beerdigung ist drei Tage nach dem Tod; Leichenzug; Trauerzeit; Marterl). Er berücksichtigt die Feld- und Stallarbeit (Wetterläuten; Erntefest; Wetterregeln), das Handwerk und rechtliche Gewohnheiten (Drangeld; Gesindewechsel an Mariae Lichtmess; "Dingen und Verdingen"; Hofübergabe; Austrag; Grenzstein; Marktverkehr). Ernährung (die "Hauptnahrung ist Pflanzenkost [Brot, Nudeln, Kartoffeln, Kraut]"), Kleidung ("Leider ist die schöne alte Tracht fast ganz geschwunden") und Wohnen (Möbel) werden behandelt. Erzählungen, Glaubensvorstellungen (Drud; Bedeutung von Träumen), Lieder, Reime und lokale Dialektausdrücke schließen den Bericht ab. Dem Bericht liegen die Rede eines Hochzeitladers und Notenblätter bei.

RR-F

Literatur

Hofmann, F. Sigfrid: Volkstümliche Ueberlieferungen und Gebräuche im Bezirk Schongau. In: Aus unserer Heimat Lech-Isar-Land 1937, S. 232-237; S. 256-261