Putz, Matthias (1873-); Pfarrer: Tittling, Landkreis Passau. Antwort auf die Rundfrage 1908 Über das Objekt
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  • Tittling, Landkreis Passau. Antwort auf die Rundfrage 1908
  • Erweiterte Beschreibung
    • Putz, Matthias (1873-); Pfarrer
    • Tittling
  • 1909.03.10
  • 6 Seiten
    • Deutsch
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908), Antworten
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908)
    • Antwortschreiben Niederbayern
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
    • Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften - Inventarnummer: RF234
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 24.11.2017

Tittling, Landkreis Passau. Antwort auf die Rundfrage 1908

1909.03.10
  • Putz, Matthias (1873-); Pfarrer
  • Tittling

Beschreibung

Einwohnerzahl im Jahr 1900: 1964 (1963 kath., 1 jüd.), 2 kath. Schulen

Pfarrer Putz skizziert die Essens- und Schlafenszeiten sowie die Abendbeschäftigungen. Er schildert folgende Bräuche und Feste im Jahreslauf: Nikolaus ("Klaubauf"; "der Niklo ist ein strenger Bischof von Regensburg od. Straubing od. Passau, der die bösen Kinder bestraft [...] und die guten Kinder belohnt [...] der Niklo von Regensburg ist der Strengste"; "die Kinder stellen an die Fenster Schüssel und Teller"), Thomasnacht (Losnacht), Heiligabend (Losnacht), Silvester (Losnacht; Bleigießen "zur Erkundigung ob man einen Bräutigam od. Braut bekomme und ob sie Geld haben"), Dreikönigstag ("Arme Leute ziehen in das ‚Sternsingen' umher [...] sie erhalten Krapfen und Geld"), Ostern (rote und blaue Ostereier für das Gesinde; Einwerfen von Geld in die Eier), Pfingsten ("Wasservögelsingen": Umzüge von Burschen, "für das Singen erhalten die Vögel Eier. [...] Während die Eier gereicht werden, schütten aus dem oberen Fenster die Hausbewohner möglichst viel Wasser auf die Sänger"), Johannestag (Sonnwendfeuer: "Eltern und Kinder freuen sich beim Anblicke des Feuers, besonders aber die Burschen und Mädel, denen das Feuer eine willkommene Gelegenheit zum paarweisen darüberspringen bietet"), Martinstag (es wird "der Wolf abgelassen" zur festlichen Beendigung der Hütezeit der Hirten), Allerseelen ("Seelenwecken" für arme Leute und für die Patenkinder). Der Ulrichstag (4.7.) ist ein Unglückstag ("an diesem Tage erhängen und tränken und erfallen sich je 9 Personen"). Hirtensprüche schließen den Bericht.

RR-F