Reichlkofen, Landkreis Landshut. Antwort auf die Rundfrage 1908 Über das Objekt
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  • Reichlkofen, Landkreis Landshut. Antwort auf die Rundfrage 1908
  • Erweiterte Beschreibung
    • Reichlkofen
  • 1909 oder später
  • 10 Seiten
    • Deutsch
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908), Antworten
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908)
    • Antwortschreiben Niederbayern
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
    • Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften - Inventarnummer: RF255
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 24.11.2017

Reichlkofen, Landkreis Landshut. Antwort auf die Rundfrage 1908

1909 oder später
  • Reichlkofen

Beschreibung

Einwohnerzahl im Jahr 1900: 43 (kath.), kath. Schule

Der Bericht versammelt ungeordnet verschiedene Beschreibungen, Glaubensvorstellungen und Redensarten. So schildert er unter anderem die Tischordnung (das "Essen der Dienstboten beginnt erst, wenn der 1. Knecht am Tisch sitzt"). Bei den Festen im Jahreslauf nennt er Ostern (Gang auf die Felder; aus den am Karsamstag angebrannten Hölzern werden Kreuzchen gemacht und diese in die Felder gesteckt; Wasserweihe; die Schalen der Ostereier werden aufs Feld geworfen). Bei den Bräuchen und Festen im Lebenslauf beschreibt er diejenigen zu Taufe (der Pate wäscht sich nach der Taufe die Hände in der Taufschüssel; es ist "eine besondere Gnade [...] wenn ein Täufling das erste Wasser vom neugeweihten Taufwasser des Pfingstsamstags bekommt"), Liebesleben ("Knüpft eine Bauerndirn mit einem Burschen ein Verhältnis an und läßt sich von diesem Bier bezahlen", dann wird ihr "zum Spotte [...] ein Büschel Heu ans Kammerfenster zeitweilig gesteckt"; "Wenn ein Bauermadl bald mit dem, bald mit dem [Burschen] verkehrt, so wird ihm am 1. Mai vor seiner Kammer, oder aufs Hausdach ein Maibaum gesteckt"), Hochzeit (wenn ein Grab während einer Hochzeit offen ist, "so glaubt man hierorts, daß ein Teil des Brautpaares bald sterben muß"; "Verehelichungszeugnis des Bezirksamts") und Tod (Heben der Bienenstöcke). Er behandelt die Feld- und Stallarbeit (Aussaat; zum Schutz vor "Verwünschungen und Unglücken" wird ein Bock im Stall gehalten; Mähen; Benediktuspfennig oder Dreifuß zum Schutz des Stalls).

RR-F