Schäffling, Karl; Volksschullehrer: Höchen, Landkreis Saarpfalz-Kreis. Antwort auf die Rundfrage 1908 Über das Objekt
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  • Höchen, Landkreis Saarpfalz-Kreis. Antwort auf die Rundfrage 1908
  • Erweiterte Beschreibung
    • Schäffling, Karl; Volksschullehrer
    • Bachmeyer, A.
    • Höchen
  • 1910.06
  • 10 Seiten
    • Deutsch
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908), Antworten
    • Rundfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde (1908)
    • Antwortschreiben Rheinland-Pfalz und Saarland
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
    • Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften - Inventarnummer: RF814
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 13.12.2017

Höchen, Landkreis Saarpfalz-Kreis. Antwort auf die Rundfrage 1908

1910.06
  • Schäffling, Karl; Volksschullehrer
  • Bachmeyer, A.
  • Höchen

Beschreibung

Einwohnerzahl im Jahr 1900: 806 (448 kath., 358 ev.), kath. Schule, ev. Schule

Lehrer Schäffling beschreibt den Tagesablauf (Essenszeiten; Verzehrsituation; Zeiten des Aufstehens und Zubettgehens). Er schildert Bräuche und Feste im Jahreslauf: Nikolaus (Erwachsene verkleiden sich und schenken den Kindern Nüsse), Silvester (Bleigießen; Glockenläuten), Neujahr (Paten erhalten Gebäckkränze), Fastnacht (maskierte Kinder ziehen singend umher), Ostern (gefärbte Ostereier für Patenkinder), Allerheilgen (Gräber schmücken), Allerseelen (Gang auf den Friedhof), Kirchweih ("Kerwe"; dauert zwei Tage; "Strauß abholen"; Kirchweih "begraben"). Von den Bräuchen und Festen im Lebenslauf nennt er Geburt (Kinderglaube: Kinder bringt der Storch; Neugeborenes bringt Zuckerstückchen mit), Taufe (findet am Sonntagnachmittag statt; Namensvergabe; Patengeschenk; Taufschmaus), Hochzeit (Myrtenkranz; Geschenk; Brautschuh stehlen) und Tod (Fenster öffnen; Spiegel verhängen; Kerze anzünden; Leichenwache: dabei werden Erinnerungen über den Verstorbenen ausgetauscht; Leichenzug; Trauerjahr). Nach Bräuchen in der Feldwirtschaft (ärmere Dorfbevölkerung darf auf Äckern die Überreste "stoppeln"; Wetterregeln) und im Handwerk (Schuhmacher arbeiten beim Kunden) geht er auf Rechtsgewohnheiten ein (26.12. und 27.12. sind Gesindewechseltage; Hofübergabe). Er erwähnt Speisen (Mehlspeisen; Bergarbeiterkost: "viele Würste"; Gründonnerstag: Kohlgemüse; Karfreitag: Fisch mit Nudeln) und Kleidung. Er gibt Lieder im Wortlaut wieder und beschließt mit lokalen Dialektausdrücken den Bericht.

RR-F