Jacob van der Heyden (1573-1645): Eigentliche abbildung des Leuchters wahrer Religion ... Über das Objekt
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  • Eigentliche abbildung des Leuchters wahrer Religion ...
  • Erweiterte Beschreibung
    • Jacob van der Heyden (1573-1645)
  • 1630
  • Blattgröße: 48,9 x 38,3 cm, Plattenmaß: 40 x 27,1 cm – Material: Kupferstich und Radierung
    • Druckgrafik
    • Flugblatt
    • Martin Luther
    • Johann der Beständige von Sachsen
    • Confessio Augustana
    • Flugblatt
    • Illustriertes Flugblatt
    • Die „Luther-Veste“. Martin Luther und die Reformation auf der Veste Coburg und in ihren Kunstsammlungen
    • Konfessionelle Bildpropaganda
  • Kunstsammlungen der Veste Coburg
  • Kunstsammlungen der Veste Coburg
    • Kunstsammlungen der Veste Coburg - Inventarnummer: VII,408,180
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2017-05-11

Eigentliche abbildung des Leuchters wahrer Religion ...

1630
  • Jacob van der Heyden (1573-1645)

Beschreibung

Das Blatt erschien 1630 anlässlich des 100. Jubiläums des Augsburger Bekenntnisses. Seine emblematisch-allegorische Darstellung bekräftigt vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges die Grundsätze der Lutherischen Kirche. Eine Felsformation, die mit „Ihr seyt erbaut auf den grund der Apostel und propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist“ (Epheser 2.19) beschriftet ist, bildet den Sockel für die Bundeslade. Auf der Bundeslade liegt die Bibel, die wiederum die Grundlage bildet für einen siebenarmigen Leuchter. Dessen Arme zeigen 21 Bildmedaillons, deren Ränder mit Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament versehen sind. Die Medaillons stehen für die Artikel des Augsburger Bekenntnisses. Am oberen Bildrand schwebt die Taube des Heiligen Geistes und entzündet die sieben Lichter des Leuchters. Unten liegen auf dem Boden in Form von Papierfetzen jene Artikel des Augsburger Bekenntnisses, die die Missstände in der Katholischen Kirche anprangern. Rechts der Bundeslade steht Luther mit der Bibel und der Rute Aarons als Zeichen der Erwählung. Gegenüber steht Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen mit Schwert und dem Stab Mose. Johann Georg war um 1630 der mächtigste protestantische Fürst des Reiches. Dem entsprechend setzte man im Kampf gegen die katholische Seite große Hoffnungen in ihn.

Literatur

Wolfgang Harms/Beate Rattay, Illustrierte Flugblätter aus den Jahrhunderten der Reformation und der Glaubenskämpfe, Coburg 1983, S. 102f., Kat. Nr. 48.

Michael Overdick

RR-F