Halskette aus Haargeflecht mit Kreuzanhänger

Museum Oberschönenfeld

Beschreibung

Die Halskette mit Kreuzanhänger aus dunkelbraunem Haar besteht aus geklöppelten Hohlgeflechten im Löcherschlag, die kleine Doubléhülsen einfassen. Zwei Doublékugeln dienen als Zwischenstücke. Die Form entstand nach dem Klöppeln durch eingelegte Holzperlen: Zur Fixierung wurden die Geflechte mit den Perlen in kochendes Wasser gelegt und dann an der Luft getrocknet. Schmuck aus menschlichem Haar entstand im viktorianischen Zeitalter zunächst als Trauerschmuck. Daneben verbreiteten sich bald aus Haar gefertigte Hals- und Uhrketten, Ringe, Armbänder, Ohrringe und Broschen, die als persönliche Verlobungs-, Hochzeits- und Freundschaftsgeschenke dienten. Neben den individuell gefertigten Schmuckstücken aus dem Haar geliebter Menschen kam im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts maschinell geklöppelter Modeschmuck auf den Markt. Etwa ab 1900 verlor Schmuck aus Haar an Bedeutung.