Werbeschild "Alpursa Alpenmilch-Schokolade"

Museum Oberschönenfeld

Beschreibung

Das hochrechteckige Reklameschild aus lithografiertem Weißblech, das für „ALPURSA Alpenmilch-Schokolade“ wirbt, zeigt zwei lächelnde Mädchen in Tracht vor einer Berglandschaft mit Kapelle. Als Vorlage für dieses und weitere Werbemotive der Marke Alpursa dienten Ölgemälde des Münchner Porträt- und Genremalers Theodor Kleehaas (1854–1929), so beispielsweise auch für ein ebenfalls in der Sammlung befindliches Kakaopulver-Reklameschild (Inv.Nr. 014484). Das 1905 als deutsche Niederlassung der 1892 gegründeten Berneralpen Milchgesellschaft eröffnete Werk in Biessenhofen (Lkr. Ostallgäu) stellte Kondensmilch ursprünglich für Kinder und Kranke, Milchpulver für Großkunden sowie unter der Marke Alpursa Kakaopulver und Schokoladenprodukte her. 1912 brachte das Unternehmen Bärenmarke-Milch auf den Markt. Fünf Jahre später erfolgte die Gründung der Tochtergesellschaft Alpursa AG, die 1931 den Namen Allgäuer Alpenmilch AG erhielt. Im Allgäu brachte die Umstellung vom wenig ertragreichen Feldbau auf die Grünlandwirtschaft mit Milchviehhaltung im 19. Jahrhundert einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Einer der Pioniere der Milchwirtschaft war Karl Hirnbein (1807–1871) aus Wilhams (Lkr. Oberallgäu): Von seinen Reisen in die Niederlande und die Schweiz brachte er Zuchtvieh und Erkenntnisse über die Käseerzeugung mit. Neue Methoden in der Landwirtschaft sowie die Einrichtung von zum Teil genossenschaftlich organisierten Sennereien ermöglichten im Allgäu die Herstellung von vielerlei Milcherzeugnissen.