Weihnachtsschmuck aus Glas, "De-We-Christbaumschmuck"

Museum Oberschönenfeld

Beschreibung

Der 1923 von Else Wenz-Viëtor (1882–1973) für die Deutschen Werkstätten in München entworfene „kunstgewerbliche“ Christbaumschmuck umfasste ursprünglich 27 Teile und fünf Glasketten, die ein Glasbläser namens Naumann in München hergestellt hatte. Aus der Serie blieben eine Glocke, eine Zitrone, zwei Äpfel und eine Kugel mit ausgezogenen Spitzen erhalten. Charakteristisch sind die gläsernen, teils als Fruchtstiel mit Blättern gearbeiteten Aufhänger. Der Christbaumschmuck gelangte mit dem Teilnachlass von Gislind M. Ritz (1925–1996) in das Museum Oberschönenfeld. Diese und weitere Kugeln hatte sie für eine Farbtafel in der 1985 in überarbeiteter Auflage erschienenen Publikation „Christbaumschmuck“ von Eva Stille und deren Schwester Ursula Pfistermeister zur Verfügung gestellt. Der Nachlass von Gislind M. Ritz umfasst hauptsächlich Objekte zur Frömmigkeitspraxis sowie eine Reihe kleiner Behältnisse, vieles davon als Forschungssammlung zur Volkskunst mit Schwerpunkt auf dekorierten und datierten Stücken.