Wallfahrtsandenken aus Rom, "Heiliger Nagel" im Schaukästchen mit Authentik

Museum Oberschönenfeld

Beschreibung

Der „Heilige Nagel“ ist in seiner originalen Schauverpackung erhalten. Die mit grün beschichtetem Leinen bezogene Holzschachtel trägt im Deckel ein Sichtfenster aus Glas, das den Blick auf die Innenausstattung aus goldgrundigem Ripspapier mit Rosen-Motiven freigibt. Darin präsentiert sich ein geschmiedeter vierkantiger Nagel mit halbkugeligem Kopf, an dem ein rotes Seidensatinbändchen mit Papierprägesiegel des Abtes der Zisterzienserabtei von S. Croce in Rom befestigt ist. Die zugehörige Urkunde, datiert Rom, Kloster S. Crucis Hierosoymitanae, 9. Januar 1907, bestätigt, dass es sich um die Kopie eines der „wahren Nägel der Kreuzigung Christi“ handelt, die am Original in S. Croce anberührt wurde. S. Croce in Gerusalemme ist eine der sieben Pilgerkirchen in Rom, in der gemäß Legende die von der hl. Helena aufgefundenen Kreuzreliquien aufbewahrt und verehrt werden. Den Nagel erwarb eine Ordensschwester aus dem Kloster der Dominikanerinnen zur hl. Rosenkranzkönigin in Wettenhausen (Lkr. Günzburg) 1907 in Rom. Er gelangte schließlich in den Haushalt ihrer Cousine, einer Bäuerin aus Mickhausen (Lkr. Augsburg).