Parsifal, eigenhändige Partitur von Richard Wagner mit Ikone auf dem Umschlag Über das Objekt
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  • Parsifal, eigenhändige Partitur von Richard Wagner mit Ikone auf dem Umschlag
  • Erweiterte Beschreibung
    • Bayreuth
  • 1881
  • 354 Seiten / Material: Pappe; Samt; Perlen; Seide; Papier; handschriftlich; bezogen; bestickt; genäht; genagelt; Tinte; Bleistift;
    • Deutsch
    • Partitur
    • Musikalie
    • Oper (Musik)
    • Nachlass von Richard und Cosima Wagner
    • Dokumente von Richard Wagner
  • Richard-Wagner-Museum Bayreuth
  • Richard-Wagner-Museum Bayreuth
    • Richard-Wagner-Museum mit Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung - Datensatznummer: 72644
    • Richard-Wagner-Museum mit Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung - Signatur: NA A III o
    • Uniform Resource Name - Identifikator: urn:nbn:de:0305-4327
  • https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0305-4327
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Parlermo [sic]. Für Dich! 25 Dez. 1881. RW [eigenhändige Widmung von Richard Wagner am Ende des 3. Aufzuges]
  • 2021-01-27

Parsifal, eigenhändige Partitur von Richard Wagner mit Ikone auf dem Umschlag

1881
  • Bayreuth

Beschreibung

Mit „Parlermo [sic!]. Für Dich! 25. Dez. 1881. R.W.“ beendet Richard Wagner (1813-1883) die Partitur des Bühnenweihfestspiels Parsifal, und widmet sie damit seiner Frau Cosima (1837-1930) zum Geburtstag. Ausgehend von dem Versepos Parzival von Wolfram von Eschenbach (gest. um 1220), das er bereits 1845 gelesen hat, arbeitet Wagner über drei Jahrzehnte hinweg an Parsifal, seinem letzten Opus und Abschluss seines Lebenswerks.

Tinte und Einband sind die augenfälligsten Kennzeichen dieser Partitur. Die violette Tinte, in welcher der größte Teil notiert ist, und die Stick-Ikone, die den Einband ziert, sind im Rahmen der Exegese des Werks oft als Bedeutungsträger herangezogen worden. Dabei sind beide dem Zeitgeschmack und Zufällen geschuldet. Im 19. Jahrhundert ist Mauve eine Modefarbe, die im Hause Wagner sehr geschätzt wird, sei es für Kleidung, die Ausstattung des neuen Heims – wie des „Lila Salons“ in Haus Wahnfried – oder eben als Schreibutensil. Auch eine inhaltliche Verknüpfung mit der Ikone auf dem Einband ist von Wagner nicht überliefert. Zufällig entdeckt er sie 1882 in Venedig und fügt sie als neuerliche „Geschenkverpackung“ hinzu.

Bedeutsamer ist die Notation des Autographs. Entgegen der üblichen Praxis führt Wagner nicht alle Systeme, auch diejenigen der pausierenden Stimmen, auf jeder Seite mit, sondern notiert nur die Stimmen, die tatsächlich singen oder spielen – eine papiersparende Methode, die jedoch einer exakten Planung bedarf.