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Antiphonale (Pars hiemalis de sanctis) - BSB Clm 28150 Über das Objekt
  • https://bavarikon.de/object/bav:SBN-HSS-00000BSB00106851
  • Antiphonale (Pars hiemalis de sanctis) - BSB Clm 28150
  • Erweiterte Beschreibung
    • Kaisheim
  • 1529 - 1531
  • 278 Bl. : Ill., 53,5 x 39,5 cm
    • Latein
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Bayerische Staatsbibliothek
    • Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau
    • B3Kat-Identifikator - Identifikator: BV037460531
    • Bayerische Staatsbibliothek - Signatur: Clm 28150
    • Uniform Resource Name - Identifikator: urn:nbn:de:bvb:12-bsb00106851-2
  • http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00106851-2
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Ausstattung: Rubriziert. Schwarz-rote Cadellen und blau-rote Zierinitialen mit Fleuronnée an den Textanfängen. Historisierte Bildinitialen und kunstvolle Rankenbordüren mit Jagdszenen, Waldtieren und Vögeln aus der Werkstatt des Buchmalers Nikolaus Bertschy (Berschin) in Augsburg, offensichtlich von zwei zeitlich unterschiedenen Händen (Vater und Sohn?) um 1531 ausgeführt. Die Buchstabenkörper in Gold oder mit Blattwerk in Deckfarbenmalerei vor Goldgrund. - BSB-Provenienz: Im Auftrag des Abtes Conrad Reitter (1509 - 40) in den Jahren 1529 bis 1530 geschrieben. Künstlerisch ausgeschmückt von dem gebürtigen schweizer Buchmaler Nikolaus Bertschy (Berschin) in Augsburg und möglicherweise auch seinem Sohn im Jahre 1531. Später teilte das Antiphonale das Schicksal der übrigen Kaisheimer Handschriften. Kaisheim, Zisterzienser. Neuburg, Provinzialbibliothek (Auslieferung 1909) - Hauke: CCMSBM IV,7
  • 2017-01-17

Antiphonale (Pars hiemalis de sanctis) - BSB Clm 28150

1529 - 1531
  • Kaisheim

Beschreibung

Ein Antiphonale oder Antiphonar ist eine liturgische Handschrift mit den Melodien und Texten aller Gesänge des Stundengebets, den Antiphonen. Die Zusammensetzung der Sammlungen hing von dem Orden ab, für dessen Gebrauch sie dienten. Die vorliegende Handschrift enthält nur den Winterteil für die Heiligenfeste von Stephanus (26. Dezember) bis Johannes vor der lateinischen Pforte (6. Mai) sowie mit Hymnen und Cantica. Obwohl der Codex für das Zisterzienserkloster Kaisheim angefertigt wurde, lässt er die übliche Nüchternheit der Zisterzienser vermissen. Die aufwendige künstlerische Gestaltung spiegelt das Selbstbewusstsein des Klosters und seine herausragende Stellung in der Region in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Prachthandschrift entstand 1531 im Auftrag des damaligen Abtes des Zisterzienserklosters Kaisheim, Konrad IV. Reuter (1509-1540). Sie ist in einer sorgfältigen gotischen Buchschrift (Textura) geschrieben. Mit der Ausmalung beauftragte der Abt den Augsburger Buchkünstler Nikolaus Bertschy, vermutlich zusammen mit dessen Sohn, deren Monogramme sich auf Bl. 39r und 228r finden. In äußerster Kunstfertigkeit schrieb und illuminierten die Künstler die Pergamenthandschrift mit 17 historisierten Initialen und farbigen Bordüren, in denen sich Tiere, Pflanzen und Jagdszenen befinden. Ein Medaillon in der Bordüre am unteren Rand von Bl. 170r zeigt ein Porträt Kaiser Karls V. Initialen enthalten Szenen aus dem Leben Christi, Evangelisten und Heilige. Datum: 2016

Bayerische Staatsbibliothek, Abteilung für Handschriften und Alte Drucke

CC0