Kosmetikkästchen Über das Objekt
  • https://bavarikon.de/object/bav:SMA-DDD-0000000000000001
  • Kosmetikkästchen
  • Erweiterte Beschreibung
    • Ägypten
  • ca. 1350 v. Chr.
  • Länge: 13 cm; Breite: 6,1 cm / Material: Holz
    • Schminkkästchen mit Tierdarstellungen
    • Kasten
    • Kosmetik
    • Kunst und Kultur des Alten Ägypten
  • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München
  • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München
    • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München - Inventarnummer: ÄS 0473
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2014

Kosmetikkästchen

ca. 1350 v. Chr.

Beschreibung

Ursprünglich zur Aufnahme von Kosmetika bestimmt, ist dieses kleine Meisterwerk ein schönes Beispiel für die aufwändig gestalteten Gebrauchsgegenstände aus dem Besitz der Oberschicht.

Die Außenseite des Kästchens sowie die Oberseite des Deckels tragen ein geschnitztes Dekor, wobei ein zentrales Bildfeld von mehreren Streifen stilisierter Blütenblätter eingerahmt wird. Die Darstellung auf dem Deckel zeigt ein Kalb in gestrecktem Lauf, das seinen Kopf umwendet, es wird von einem unter ihm dargestellten Löwen angefallen. Vor dem Löwen und über dem Rücken beider Tiere sind die freien Flächen mit pflanzlichen Motiven ausgefüllt. Das Kästchen zeigt eine vergleichbare Szene: Hier wird das Kälbchen von einem Panther angefallen, der seine Zähne in den Hals des Jungtieres schlägt. Von der anderen Seite packt ein Windhund nach einem Hinterlauf des Kalbes.

Darstellungen des Überlebenskampfes von Tieren, vor allem im Umfeld der Wüste, sind seit dem Alten Reich ein gängiges ägyptisches Motiv. Für den gestreckten Galopp der Tiere, der sich auch in den Wand- und Fußbodenmalereien von Amarna häufig findet, wurde mykenischer Einfluß postuliert.

Der Typ dieses Kästchens ist auf eine relativ kurze Zeitspanne von der späten 18. bis zur frühen 19.Dynastie beschränkt. Der halbzylindrische Behälter ist im Inneren in vier Fächer aufgeteilt; er ist durch einen längsrechteckigen, flachen Schiebedeckel zu verschließen, der mit einem heute verlorenen Stift fixiert werden konnte. In vergleichbaren Stücken fanden sich Überreste von Wachs und Öl.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München (SMAEK)