Taler des Würzburger Bischofs Franz von Hatzfeld von 1636

Staatliche Münzsammlung München

Beschreibung

Vorderseite: Aufschrift "FRANCISCvs D G EPS BAM - ET WIRC FRAC OR DVX"; Vierfach behelmtes und einfach bekröntes bischöfliches Wappen. Außen Schriftkreis.

Rückseite: Aufschrift "SANCTVS - KILIANVS - 16 - 36"; Stehender Heiliger Kilian mit Schwert und Krummstab. Außen Schriftkreis.

Franz von Hatzfeld war bereits ein verdienter Diplomat im Auftrag der fränkischen Bistümer, als er, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs, 1631 zum Bischof von Würzburg und 1633 zum Bischof von Bamberg gewählt wurde. Nachdem der schwedische Versuch diese beiden Bistümer zu einem weltlichen Herzogtum zu vereinen 1634 gescheitert war, konnte Fürstbischof Franz von Hatzfeld wieder die Amtsgeschäfte regulär übernehmen. Seine Münzprägung blieb stark eingeschränkt. Am regelmäßigsten wurden die goldenen Dukaten, sowie die silbernen Reichstaler geprägt. Sie sind von 1637 bis 1642 für nahezu jeden Jahrgang nachweisbar. In der Bildsprache stand er stark in der Tradition seiner Vorgänger. So hat er den gevierte Schild mit den Würburger und Bamberger Wappen mit seinem Familienwappen als Herzschild gemehrt und auf der Vorderseite präsentiert. Bei der Rücksteite stand hingegen der Bistumsheilige Kilian, der erste Missionar des fränkischen Raums, im Vordergrund.