Quattrino von Papst Clemens VIII. aus Ferrara

Staatliche Münzsammlung München

Beschreibung

Vorderseite: Aufschrift "CLEM VIII PONT MAX 1592"; Brustbild nach links. Außen Schriftkreis.

Rückseite: Aufschrift "PETRVS ALDOBRAN FERRARIAE LEG"; Wappenschild mit Kardinalshut. Außen Schriftkreis.

Die persönliche Frömmigkeit und seine Strenge waren Charaktereigenschaften, die in den Augen der Zeitgenossen Papst Clemens VIII. (1592-1605) besonders auszeichneten. Gerade diese Strenge zeigte er in den beiden wohl bekanntesten Prozessen innerhalb des Kirchenstaats unter seinem Pontifikat. Dabei handelte es sich um den Ketzereiprozess gegen Giordano Bruno (1548-1600), der für Bruno auf dem Scheiterhaufen endete. Sowie um den Mordprozess gegen mehrere Mitglieder der Familie Cenci, von denen vor allem die enthauptete Beatrice Cenci (1577-1599) später als Beispiel für ein Opfer einer ungerechten Justiz angesehen wurde. In den Jahren 1598 und 1599 ließ Papst Clemens VIII. auch Münzen in der kleinen Prägestätte Ferrara prägen. Dabei handelte es sich um einen silbernen Testone und einen bronzenen Quattrino. Diese Bronzemünze zeigt auf der Vorderseite das Brustbild des Papstes, während die Rückseite dem päpstlichen Wappen vorbehalten ist.