Patenbecher

Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal

Beschreibung

Anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums im Vorstand der Bayerischen Vereinsbank erhielt Hans Christoph von Tucher 1958 den Deckelbecher zum Geschenk. Der im unteren Teil mit gebuckelten Godronen versehene konische Gefäßkorpus ist ohne weiteren Dekor gefertigt und steht auf drei kleinen Füßen. Nur ein schmal graviertes doppeltes Profilband umzieht den Lippenrand. Den mit Buckeln und geschweiften Godronen verzierten Deckel bekrönt ein Balusterknauf. Im Deckelinneren weist eine Plakette mit Inschrift den Becher als ein Patengeschenk aus: „DANIEL SCHVRNBRAND / IVNIOR GEBOHREN 1748 / d. 22 JUNY NACHTS UM XII VHR / der GEVATER HERR MICHAEL / SCHVRNBRAND MERC: IN / VENEDIG NOMINE dessen Vertrats / HERR ABRAHAM ALBRECHT IN / RAVENSPVRG den 2. TAG / BEY DER HEIL: TAUF: d. 23. / Juny um VIII UHR“. Der Becher wurde von dem Nürnberger Goldschmied Johann Lorenz Wernberger (1700–1767, Meister 1729) hergestellt, dessen sprechendes Meisterzeichen eine Maulwurfsgrille, fränkisch „Werre“, über einem Dreiberg zeigt.

Autor

Birgit Schübel