Christoph Andreas II. Tucher (1653–1709)

Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal

Beschreibung

Es scheint, als würde das Bildnis von Christoph Andreas II. Tucher (1653–1709) in Ratsherrentracht gerade erst durch den schweren Vorhang enthüllt, um es dem Publikum als Meisterwerk zu präsentieren. Zusätzlich werten Marmorrahmen und verzierter Saum des Vorhangs das Schauspiel auf. Christoph Andreas II. entstammte der Jüngeren Linie der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher von Simmelsdorf. Seit 1682 war er mit Anna Felicitas Haller von Hallerstein (1654–1721) verheiratet, deren Wappen in dem Schabkunstblatt rechts neben dem Tucherwappen in kleiner Ausführung angebracht ist. Mit ihr hatte er drei Töchter. Christoph Andreas II. war zunächst als Jurist tätig, bevor er 1694 anstelle seines Vaters Johann Christoph III. in den Kleinen Rat der Reichsstadt nachrückte. Ferner war er seit 1708 Kurator und Scholarch an der Universität in Altdorf sowie Verwalter der Dr. Lorenz Tucher’schen Stiftung. Dem Lateinkundigen werden die Lebensdaten und der berufliche Werdegang in der Inschrift im Sockel vorgestellt. Vermerkt sind zudem die Künstler Daniel de Savoye als Maler und Bernhard Vogel als Stecher. Es existierte wohl ein Gemälde von Daniel de Savoye als Vorlage für die Grafik.

Autor

Daniela Gäbisch