Johann Adam Delsenbach (1687-1765): Ansicht von Westen auf den Maxplatz in Nürnberg Über das Objekt
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  • Ansicht von Westen auf den Maxplatz in Nürnberg
  • Erweiterte Beschreibung
    • Johann Adam Delsenbach (1687-1765)
    • Nürnberg
  • 18. Jh.
  • Material: Papier, Technik: Kupferstich
    • Kunstsammlung der Familie Tucher von Simmelsdorf
    • Bestände des Museums Tucherschloss und Hirsvogelsaal
  • Tucher'sche Kulturstiftung
  • Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
    • Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal - Inventarnummer: HI Gra 017 e
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2020-10-22

Ansicht von Westen auf den Maxplatz in Nürnberg

18. Jh.
  • Johann Adam Delsenbach (1687-1765)
  • Nürnberg

Beschreibung

Der Neue Bau vom Ende des 15. Jahrhunderts war eine der jüngsten Platzanlagen der ehemaligen ummauerten Reichsstadt Nürnberg, weshalb der Platz auch diesen Namen trug. Seit 1687 steht der barocke Tritonbrunnen auf der freien Fläche. Mittig des vierpassigen Wasserbeckens tragen Fische eine muschelartige Steinschale, auf der ein Triton Wasser speit. Erschaffen hat das Werk wohl der Bildhauer Johann Leonhard Bromig (1670–1740) oder eventuell Johann Jakob Sommer (1645–1715) im Auftrag des Nürnberger Rats nach dem Vorbild der Fontana del Tritone (Tritonenbrunnen) in Rom. Ursprünglich war der Brunnen von einem Eisengitter umfasst, um die Wasserentnahme zu verhindern. Das Gitter wurde 1809 eingeschmolzen. Für das Gebrauchswasser dienten östlich und westlich des Hauptbrunnens kleinere Becken. Südlich des Platzes fließt die Pegnitz (d). Der Wasserturm aus Fachwerk (a) versorgte die anliegenden Gebäude und Brunnen mit Trink- und Nutzwasser. Im Vordergrund des Kupferstichs sind am Pegnitzufer Gerber bei ihrer Arbeit zu sehen. Im Hintergrund stehen die Türme von St. Lorenz (c) und am linken Rand die Türme von St. Sebald (b). 1809/10 erhielt der Platz zu Ehren des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph (1756–1825) die Bezeichnung Maximiliansplatz. Seit 1920 heißt er Maxplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Fläche größtenteils zerstört, der Brunnen jedoch 1953 wiederhergestellt.

Daniela Gäbisch