Johann Adam Delsenbach (1687-1765): Ansicht von Westen auf das Wöhrder Türlein in Nürnberg Über das Objekt
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  • Ansicht von Westen auf das Wöhrder Türlein in Nürnberg
  • Erweiterte Beschreibung
    • Johann Adam Delsenbach (1687-1765)
    • Nürnberg
  • 18. Jh.
  • Material: Papier, Technik: Kupferstich
    • Kunstsammlung der Familie Tucher von Simmelsdorf
    • Bestände des Museums Tucherschloss und Hirsvogelsaal
  • Tucher'sche Kulturstiftung
  • Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
    • Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal - Inventarnummer: HI Gra 017 h
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2020-10-22

Ansicht von Westen auf das Wöhrder Türlein in Nürnberg

18. Jh.
  • Johann Adam Delsenbach (1687-1765)
  • Nürnberg

Beschreibung

Das ehemalige Wöhrder Türlein von 1428, auch „Werdertürlein“ genannt, bezeichnete den Füßgängerübergang aus der Stadt Nürnberg zum Vorort Wöhrd. Der Weg führte über eine Zugbrücke, in deren Mitte sich ein Maschinenhäuschen befand, von dem aus man gegebenenfalls den Holzsteg hochklappen konnte. Am rechten Rand des Kupferstichs ist ein Teil der Wöhrdertorbastei erkennbar. Sie entstand 1613 unter dem Ratsbaumeister Wolf Jakob Stromer (1561–1614). Die drei Ecken der Bastei zieren vom Steinmetz Hans Werner gefertigte Wappenschilde. Im Hintergrund des Ortes Wöhrd erhebt sich der Kirchturm der Kirche St. Bartholomäus. Das Sakralhaus beinhaltete unter anderem eine Grablege und zahlreiche Stiftungen der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher. Die Vorstadt Wöhrd wuchs während der Industralisierung im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Fabrikstandorte von Nürnberg heran. 1871/72 wurde der Graben aufgeschüttet sowie Bastei und der Fußgängerübergang zu Gunsten einer breiteren Straßenführung abgebrochen, um eine bessere Infrastruktur zu gewährleisten. Heute verläuft hier die Innere-Cramer-Klett-Straße. Die Wappenschilde wurden entfernt und an der Vestnertorbastei angebracht.

Daniela Gäbisch