Christoph Scheurl (1481-1542): Das Große Tucherbuch, 1542/1590–1606 Über das Objekt
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  • Das Große Tucherbuch, 1542/1590–1606
  • Erweiterte Beschreibung
    • Christoph Scheurl (1481-1542)
    • Jost Amman (1539-1591)
    • Georg Hertz (1566-1632)
    • Christoph Fabius Brechtel (1568-1622)
    • Georg Sauer
    • Endres Kaufmann
    • Hans Kellner (1553-1609)
    • Nürnberg
  • 1590-1606
  • Höhe: 61 cm, Breite: 43 cm / Material: Pergament, Samt, Holz, vergoldete Silberbeschläge, Technik: Deckfarbenmalerei, Goldmalerei, Zierschrift in farbigen Tinten, Gold
    • Familienarchiv der Tucher von Simmelsdorf
    • Bestände des Stadtarchivs Nürnberg
  • Tucher'sche Kulturstiftung
  • Stadtarchiv Nürnberg
    • Stadtarchiv Nürnberg - Inventarnummer: E29/III, 258
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • 2020-06-25

Das Große Tucherbuch, 1542/1590–1606

1590-1606
  • Christoph Scheurl (1481-1542)
  • Jost Amman (1539-1591)
  • Georg Hertz (1566-1632)
  • Christoph Fabius Brechtel (1568-1622)
  • Georg Sauer
  • Endres Kaufmann
  • Hans Kellner (1553-1609)
  • Nürnberg

Beschreibung

Die Patrizierfamilien der Reichsstädte Augsburg, Frankfurt und Nürnberg ließen seit dem 14., vor allem aber im 16. und 17. Jahrhundert repräsentative Geschlechterbücher anfertigen. Das „Große Tucherbuch“ ist das vielleicht prachtvollste und kulturhistorisch wichtigste Exemplar dieser Gattung. Die Tucher sind seit dem frühen 14. Jahrhundert in Nürnberg nachweisbar und gehörten bald zu den bedeutendsten Kaufmanns- und Patrizierfamilien der Reichsstadt. 1542 beauftragten sie den Humanisten Dr. Christoph II. Scheurl, dessen Mutter Helena eine geborene Tucherin war, mit der Ausarbeitung eines Geschlechterbuchs. Scheurls Manuskript wurde mehrfach in jeweils aktualisierter, repräsentativer oder einfacherer Form abgeschrieben. Das vorliegende Prunkexemplar aus Pergament wurde 1590 von Herdegen IV. Tucher als Administrator der Dr. Lorenz Tucher’schen Stiftung in Auftrag gegeben und 1606 (letzter Eintrag) fertiggestellt; seine Kosten betrugen 2.198 Gulden. Hergestellt wurde es von führenden Malern, Schreibmeistern und Goldschmieden Nürnbergs. Das Tucherbuch enthält nach mehreren Registern und Vorreden die Stammbäume der Familie, geordnet nach Generationen und Linien. Hierbei bekommt jeder männliche Tucher, der selbst Kinder hatte, eine ganzseitige Miniatur (mit Ehefrau/-en), eine Kurzbiografie und Angaben zu seinen Kindern. Töchter und kinderlose Söhne werden im Rahmen des Kinderverzeichnisses ihres Vaters abgehandelt und erhalten nur in bestimmten Fällen eine meist kleinere Miniatur.

Horst-Dieter Beyerstedt