Text im Ornamentrahmen, in welchem Illustrationen eingefügt sind : O Mensch damit du für und für / Bedenckest deine Christ gebühr, / So laß; in deines Herzens Schrein / Dir all zeit diese Regel seÿn. Wie du Gläubst(?) Lebst Stirbst Fährst so Lebst Stirbst Fährst Bleibst Du / Der Glaub(?) das erst und förderst ist, / Bann(?) du wilst sein ein rechter Christ, / Doch muß der Glaub nicht nur allein / Mit wortten auf der Zungen seÿn, / Das Leben muß auch dir zu gleich / Des Glaubens halber seÿn ein zeüg / Wer aber recht von Werken(?) gläubt, / Und auf dem Weg der Tugend bleibt, / Der ist ein Christ, und bringt darwn / Zu seiner Zeit den gnadenlohn, / Und fähret nach volendtem Lauf, / zu Gott mit Christo Himmel auf, / Da bleibt er in vergnügter Freüd, / So lang als währt die Ewigkeit. / Herz! diesen Glauben uns verleih! / Das auch der Himmel unser seÿ. Amen! // In den oberen drei Bildfeldern von links nach rechts: Feld 1: Wir sterben mit der Zeit. // Feld 2: Der Abhram hat des Glaübens Lob, / That durch gehorsam dessen Prob. // Feld 3: Doch wenn uns Gott erneüt, // in den mittleren zwei Bildfeldern: Feld 1: Wie Absolom im Leben war / Das macht sein sterbe offenbar. // Feld 2: Der Stephanus befihlt sich Gott / Drüm bringt ihm sterbe keine not. // In den unteren drei Bildfeldern von links nach rechts: Feld 1: Lohnt die Gerechtigkeit // Feld 2: Der Reiche Mann fährt höllenein / Drŭm mŭß er Ewig drinnen seÿn. // Feld 3: Mit freüden oder Leid. // So ergiebt sich aus den vier Eckfeldern folgender Spruch: Wir sterben mit der Zeit. Doch wenn uns Gott erneut, Lohnt die Gerechtigkeit, Mit Freuden oder Leid.

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