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  • Franz Eher Nachf. Verlag (Zentralverlag der NSDAP)
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    [...] de Münchner Presse- und Buchverlag, gegründet 1901 und benannt nach dem Journalisten und Verleger Franz Xaver Josef Eher (1851-1918). Am 17. Dezember 1920 erwarb die NSDAP das zuvor unbedeutende Unternehmen und gab im Eher Nachf. Verlag das Parteiorgan "Völkischer Beobachter" heraus. Der im Sommer 1923 gegründete eigene Buchverlag bildete bis 1933 das finanzielle Rückgrat. Nach 1933 wurde der Verlag dank seiner privilegierten Stellung vielfach mit Gewaltmethoden zum größten Verlagskonzern Europas ausgebaut. Seine Vermögenswerte gingen nach Kriegsende auf den bayerischen Staat über, der Verlag wurde 1952 liquidiert. de Kauf durch die NSDAP 1920 2215 Münchner 118551655 Adolf Hitler 116296666 [...]
    [...] wurden auf Gauverlagsgesellschaften übertragen, die die vom Eher-Verlag beherrschte Holding "Standarte Verlags- und Druckerei GmbH" verwaltete. Das Vorgehen gegenüber der linken und der konfessionellen Presse 1933 wurde die linke Presse durch Gewaltakte, Verbote und Konfiskationen zerstört. In den folgenden Machtkampf um die wirtschaftliche Kontrolle der konfessionellen Presse griff Amann seit April 1935 systematisch ein. Nach seinen Verordnungen durften anonyme Kapitalgesellschaften oder konfessionelle Organisationen keine Zeitungsverlage mehr besitzen. Überdies konnte er mit Hilfe des Reichskulturkammergesetzes jedem missliebigen Verleger Berufsverbot erteilen. Als erstes war die katholische Presse an der Reihe, die zum Teil eingestellt, zum Teil über die "Phönix GmbH" dem Eher-Konzern einverleibt wurde. Die Übernahme bürgerlicher Zeitungen Nichtkonfessionelle Zeitungen wie die berühmte "Frankfurter Zeitung" erfasste die "Herold Verlagsanstalt GmbH". Schon 1934 hatte der Eher-Verlag das Berliner Verlagsgroßunternehmen Ullstein an sich gerissen, über Winklers Cautio GmbH bediente man sich auch aus der Konkursmasse des Mosse-Verlages. Besonderen Wert legten die Nationalsozialisten überdies auf den billigen Ankauf der lukrativen und politisch farblosen Generalanzeigerpresse. Hier erwarb der Eher-Verlag die "Vera Verlagsanstalt GmbH", bis dahin die Holding des deutschnational orientierten Hugenberg-Konzerns für dessen Provinzzeitungen. 41576 Augsburg Der Eher-Verlag als Buchverlag 118678388 Otto Dietrich Tätigkeit im Zweiten Weltkrieg 118554565 Alfred Hugenbergs Pressekonzentration im Zweiten Weltkrieg und Ende des Verlags Knappe Ressourcen und die Zerstörung von Gebäuden durch Luftangriffe während des Krieges bedingten die Einstellung zahlreicher Blätter. Es setzte ein gewaltiger Konzentrationsprozess ein. Die Zahl der Zeitungen sank von 2.075 im Jahr 1937 auf 975 im Jahr 1944. Die Gesamtauflage stieg dagegen von 16,9 auf 20,4 Millionen, wobei allerdings der Umfang der Zeitungen gewaltig schrumpfte. Die Privatverleger hatten daran nur noch einen Anteil von einem Fünftel [...]
  • Verlagswesen (20. Jahrhundert)
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    [...] de Seit dem 19. Jahrhundert stieg insbesondere München zur bedeutenden Buchstadt auf. Während der Weimarer Republik besaß Bayern an 96 Verlagsorten insgesamt 414 Verlage. Der Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Verlag, hatte seinen Sitz bis 1945 in München. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb München dominierend, auch wenn weiterhin namhafte Verlage in den regionalen Zentren ansässig sind. In der deutschen Verlagslandschaft nimmt Bayern zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Spitzenplatz ein. de Das bayerische Verlagswesen um 1900 41576 Augsburg 36607 Nürnberg 27282 Regensburg 2172 Ingolstadt 39544 Würzburg 32732 Bamberg 32741 Bayreuth 15699 Landshut 36566 Erlangen 15754 Passau 116737182 J. Georg Manz 117074330 Max Huttler 2215 München 118574884 Ludwig I. 118579347 Maximilian II. 118574892 Ludwig II. 117116408 Rudolf Oldenbourg 116726245 Friedrich Bruckmann 116432136 Georg Callwey 118774549 Georg Hirth 116100389 C. H. Beck 118726420 Albert Langen 118594532 Reinhard Piper 118634828 Kurt Wolff Weimarer Republik 1918-1933 Der Umsturz 1918, Inflation und Depression machten auch Bayerns Verlagswesen während der Weimarer Republik stark zu schaffen. Trotzdem lag 1922 Bayerns Anteil an der deutschen Buchproduktion bei 10,8 %, jener Münchens war auf 7,6 % gestiegen. 1927 besaß Bayern an 96 Verlagsorten 414 Verlage, die insgesamt 2.595 Titel veröffentlichten. Davon verfügte München über 171 Verlage mit 1.662 Titeln und Nürnberg über 29 mit 107 Titeln. Während des Nationalsozialismus 1933-1945 Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde auch Bayerns Verlagswesen "gleichgeschaltet". Verlage mit politisch oppositioneller Tendenz wurden schnell geschlossen, konfessionelle wie Echter, Kösel, Manz, Habbel und C. Kaiser immer stärker schikaniert, jüdische Firmen unter Zwang "arisiert" und die Inhaber vertrieben. In München hatte der "Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf." seinen Sitz, der unaufhaltsam zum mächtigsten Buch- und Pressekonzern des Dritten Reiches anwuchs. Langen-Müller, der sich als führender literarischer Verlag der NS-Zeit betrachtete, gehörte seit 1933 der Deutschen Arbeitsfront (DAF) und ging 1943 in den Besitz des Eher-Verlags über. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion aller Verlage über Papierzuteilungen kontrolliert und gesteuert. Der Proklamation des "Totalen Krieges" folgte 1943/44 die Schließung des größeren Teils der Münchner und bayerischen Verlage. Erheblich waren die Bombenschäden an Bücherlagern und Papiervorräten, ebenso die Zerstörungen von Verlagshäusern. Die Verlagslandschaft nach 1945: wachsende Dominanz Münchens 118677926 Kurt Desch 42979 Weißenhorn 22348 Viechtach Wichtige Verlage in München Zu den deutschlandweit profiliertesten Verlagsunternehmen mit dem Sitz München gehörten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neben [...]
  • Hitler, Adolf: Mein Kampf, 1925/26
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    [...] de Zentrale Programmschrift der nationalsozialistischen Weltanschauung Adolf Hitlers (1889-1945). Die Erstausgabe erschien am 18. Juli 1925 (Band 1) und am 11. Dezember 1926 (Band 2) im Franz Eher Nachf. Verlag in München. Bis 1945 wurden über 12,5 Mio. Exemplare weltweit in 16 Sprachen verkauft oder verschenkt. Seit 1945 nimmt das bayerische Staatsministerium der Finanzen das Urheberrecht des Buches in Anspruch, Druck und Vertrieb von Neuauflagen sind in Deutschland nicht gestattet. de Entstehungsgeschichte 1924/25 7776 Landsberg am Lech 118551655 Adolf Hitler 11855039X Rudolf Heß 128442166 Emil Maurice 2215 München 116296666 Max Amann 132250365 Helene Bechstein Hitlers "Zweites Buch", das insbesondere die außenpolitischen Erörterungen in "Mein Kampf" ergänzt, entstand im Sommer 1928. Das Manuskript blieb jedoch während der nationalsozialistischen Diktatur unveröffentlicht. Es gelangte nach Kriegsende in das Nationalarchiv der Vereinigten Staaten und erschien erst 1961 als kommentierte Edition. Verbreitung 36607 Nürnberg 123630797 Irene Harand 122757246 Manuel Humbert 118550578 Theodor Heuss Überarbeitungen 116480483 Joseph Stolzing-Cerny 118704060 Ilse Pröhl Ferner erfuhr das Buch einige sachliche Berichtigungen. Inhaltlich gab es nur 1930 eine Änderung. Sie bestimmte, dass die Unterführer der NSDAP nicht mehr gewählt, sondern durch den ranghöheren Führer eingesetzt werden. Ansonsten blieb der Inhalt aller späteren Ausgaben unverändert. Inhalt Während angeblich der erste Band das Leben Hitlers und der zweite die Entwicklung der NSDAP beschreibt, soll das Buch auch, wie das Vorwort besagt, die Ziele und die Lehre Hitlers festlegen. In Wahrheit sind die autobiographischen Angaben weithin falsch und lückenhaft. Sie dienen nur als Mittel, um die erst nach 1919 entstandenen Anschauungen Hitlers scheinbar aus seinem Leben abzuleiten. Im selben Sinne tritt im zweiten Band die Parteigeschichte fast ganz hinter programmatischen Äußerungen zurück. Das Buch erörtert alle Bereiche der Politik, beschreibt aber mit besonderer Deutlichkeit im 4. Kapitel des ersten Bandes und im 13. und 14. Kapitel des zweiten Bandes das Programm einer künftigen deutschen Außenpolitik. Deren Ziel sollte es sein, zunächst Bündnisse mit Italien und England zu schließen und dann Frankreich in einem Krieg zu besiegen, um so die Voraussetzungen zu schaffen, in Osteuropa und Sowjetrussland so genannten Lebensraum für das deutsche Volk zu erobern. Das Buch enthält ferner Hitlers antijüdisches Programm. Während er seit 1919 zunächst nur die "Entfernung" der Juden gefordert und damit meist ihre Auswanderung oder Ausweisung aus Deutschland gemeint hatte, forderte er nun ihre Tötung, der eine Bedeutung für die ganze Welt zukomme: "Kein Volk entfernt diese Faust (des unerbittlichen Weltjuden [...]
  • Völkischer Beobachter
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    [...] de Parteiorgan der NSDAP, erschienen im Franz Eher Nachf. Verlag. Die NSDAP erwarb die Zeitung am 17. Dezember 1920 von der Thule-Gesellschaft. Ihre Hauptaufgabe war die Verbreitung der NS-Ideologie und die Vermittlung von Informationen an die Parteimitglieder. Nach dem Hitlerputsch zunächst verboten, wurde die Zeitung ab 1925 zum politisch-propagandistischen Massenblatt. Geschäftsführer war seit April 1922 der Reichsleiter der NSDAP für die Presse, Max Amann. Hauptschriftleiter waren Dietrich Eckart (1921-1923), Alfred Rosenberg (1923-1938) und Wilhelm Weiß (1938-1945). Ab 1933 war der Völkische Beobachter quasi Regierungsorgan. Die letzte Ausgabe wurde am 30. April 1945 gedruckt, aber nicht mehr ausgeliefert. de Redaktion und Verlag 116219998 Anton Drexler 118687638 Dietrich Eckart 118602691 Alfred Rosenberg 2215 München 118551655 Adolf Hitler 116296666 Max Amann Auflage, finanzielle Situation und äußere Gestaltung Gedruckt wurde der Völkische Beobachter beim "Münchner Buchgewerbehaus M. Müller & Sohn" in der Schellingstraße. Ab 29. August 1923 hatte er ein übergroßes Format, nachdem der Verlag eine gebrauchte amerikanische Rotationsmaschine erworben hatte. Dadurch sowie durch die in Rotdruck unterstrichene Hauptschlagzeile und die Kopfleiste in Antiqua-Lettern unterschied er sich auffällig von anderen Zeitungen. Die Auflage schwankte von 1920 bis 1922 zwischen 8.000 und 10.000 Stück, 1923 stieg sie auf 30.000. Die Einnahmen aus Anzeigen und Verkauf allein trugen das Blatt nicht; es hielt sich durch den Verkauf unverzinslicher Schuldscheine an Parteimitglieder sowie Darlehen und Zuschüsse wohlhabender Gönner über Wasser. Politische Agitation bis zum Hitlerputsch Bis 1922 schrieb Hitler selbst viele Artikel. Grundzüge der Agitation des Blatts waren in vulgärem Ton und plakativem Stil vorgebrachter Antisemitismus und Antikommunismus, aber auch antikapitalistische Anklänge, übersteigerter Nationalismus und Antiparlamentarismus, verbunden mit hemmungslosen Angriffen auf demokratische Politiker. Sie brachten ihm mehrfach Verbote ein, darunter eines, das im Oktober 1923 zu einer schweren Krise zwischen Reichs- und bayerischer Staatsregierung führte, da diese den Vollzug des vom Reich verhängten Verbots verweigerte und so die Atmosphäre aufheizte, die sich im folgenden Putschversuch Hitlers gewaltsam entlud. Verbot bis 1925 Das nach dem Scheitern des Hitlerputsches am 9. November 1923 verbotene Blatt erschien erstmals wieder am 26. Februar 1925 nach Hitlers Entlassung aus der Festungshaft. Durch seine Nähe zu Hitler und der Parteizentrale hatte der Völkische Beobachter im Vergleich zu den übrigen parteioffiziellen oder parteinahen "Kampfblättern" eine Leitfunktion. 128558873 Wilhelm Weiß Wegen seiner Angriffe auf Politiker der demokratischen Parteien und Institutionen [...]
  • Esser, Hermann
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    [...] de Esser, Hermann - * 29. 07. 1900 Röhrmoos/BADachau, † 07. 02. 1981 Dietramszell; kath. de * 29. 07. 1900 Röhrmoos/BADachau, † 07. 02. 1981 Dietramszell; kath. 1901 – 1917 Volksschule und Humanistisches Gymnasium in Kempten, Juli 1917 Kriegsfreiwilliger im Kgl. Bayerischen 9. Feldartillerie-Regiment (Landsberg), 1918 Notabitur, Sommer 1918 Fronteinsatz im Kgl. Bayerischen 19. Fußartillerie-Regiment, 1919 Studium der Zeitungswissenschaft und Volontär bei der sozialdemokratischen Zeitung "Allgäuer Volkswacht" (Kempten), Mai 1919 als Angehöriger des Freikorps Schwaben an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt, Aug. 1919 Lektor der deutschsprachigen europäischen Presse bei den "staatsbürgerlichen Kursen" des Reichswehr-Gruppenkommandos 4 (München), Jan. 1920 – 1921 Referent in der Abteilung I b/4 (Presse) im Stab des Wehrkreiskommandos (München), 1920 Teilhaber am Verlag Franz Eher Nachf., 15. 05. – 12. 08. 1921 Hauptschriftleiter des "Völkischer Beobachter", 01. 08. 1921 – Nov. 1923 Propagandaleiter der NSDAP, 12. 08. 1921 – Nov. 1923 Lokalredakteur bei dem "Völkischer Beobachter", Geschäftsführer des "Völkischer Beobachter", Geschäftsführer des Verlages Franz Eher Nachf., 12. 01. 1922 Verurteilung zu 3 Monaten Haft durch das Volksgericht in München wegen Landfriedensbruch. 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München, danach Flucht nach Tirol, Jan. 1924 Rückkehr nach Deutschland, 12. 01. 1924 Verurteilung zu 3 Monaten Haft wegen Landfriedensbruch durch ein Münchner Volksgericht, 04. 08. 1925 – April 1926 Reichspropagandaleiter der NSDAP, Geschäftsführer der Deutsch-völkischen Buchhandlung, Geschäftsführer des Hoheneichen-Verlages, 16. 09. 1926 – Mai 1927 Bezirksleiter (für die Propaganda) der NSDAP in Oberbayern (außer München) und Schwaben, 1926 – 1932 Herausgeber und Hauptschriftleiter der NS-Zeitschrift "Illustrierter Beobachter". 09. 03. – 17. 03. 1933 Staatskommissar z. b. V. in Bayern, 13. 03. 1933 von Reichskommissar Franz Xaver Ritter v. Epp mit der "Bearbeitung sämtlicher Angelegenheiten der Presse und des Rundfunks" in Bayern beauftragt, 18. 03. – 12. 04. 1933 kommissarischer Staatssekretär im Staatsministerium des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit und bis 12./24. 04. 1933 Leiter der Abt. Arbeit, 12. 04. 1933 – 14. 03. 1935 Bayerischer Staatsminister ohne Geschäftsbereich und Chef der Bayerischen Staatskanzlei, 10. 03. 1933 – 14. 02. 1934 Bevollmächtigter Bayerns zum Reichsrat, 01. 03. 1934 – 23. 03. 1935 zugleich Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 29. 11. 1934 – März 1935 Preiskommissar für Bayern. März 1935 nach einer Intrige gegen Innenminister und Gauleiter Adolf Wagner sowie wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten als Bayerischer Staatsminister und Leiter der Pressestelle des Bayerischen Staatsministeriums entlassen, 1935 – 1945 [...]
  • Presse (20. Jahrhundert)
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    [...] de Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstand auch in Bayern eine moderne Massenpresse. Nachdem zunächst die liberalen Zeitungen die Gesamtauflage dominierten, traten nach Weltkrieg und Inflation die katholischen Blätter in den Vordergrund. Während des Nationalsozialismus standen nicht nur die meisten nationalsozialistischen, sondern auch die größten Zeitungen Münchens und Augsburgs unter die Kontrolle des Parteiverlags der NSDAP, Franz Eher Nachfolger. Nach 1945 schufen die Amerikaner überparteiliche Lizenzzeitungen, die das Gesicht der Zeitungslandschaft in Bayern veränderten. Zugleich ging der Konzentrationsprozess weiter, die großen Zeitungsunternehmungen wurden schließlich zu modernen Medienkonzernen. de Presse und Staat in Bayern bis 1914 Das Reichspressegesetz von 1874 bedeutete das endgültige Ende der Zensur. Anstelle von purer Repression nutzte die Regierung nun Methoden der indirekten Beeinflussung durch bevorzugte Nachrichtenvergabe an bestimmte Zeitungen und persönliche Kontakte zu wichtigen Journalisten. 1912 schuf die bayerische Regierung ein eigenes Presseorgan, die "Bayerische Staatszeitung". Zeitungszahl und Auflagenhöhe in Bayern bis 1914 41576 Augsburg 2215 München 36607 Nürnberg 39544 Würzburg Politische Ausrichtung und Verbreitung bis 1914 1898 hatten rund 34 % der bayerischen Zeitungen eine liberale Richtung, 22 % waren katholisch gesinnt, knapp 10 [...]
    [...] Gesamtauflage ausbaute. Größere Komplexe waren neben dem Eher-Verlag der "Gauverlag Bayerische Ostmark" in den Regierungsbezirken Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern, die "NSZ-Rheinfront" in der Pfalz sowie der "Bayerische Zeitungsblock" in Teilen Oberbayerns. Die "Neue National-Zeitung" in Augsburg gliederte sich über die "Schwäbische NS-Presse GmbH" einen Ring von Heimatzeitungen an. Mit dem Eher-Verlag war München erstmals Sitz des größten Pressekonzerns Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg litt die Presse erneut unter Material- und Arbeitskräftemangel. Amann nützte die Lage aus, um die bürgerliche Konkurrenz in drei Wellen von Stillegungsaktionen noch weiter zu dezimieren. Der ersten im Mai 1941 [...]
    [...] der letzten Jahre führte zu einem allgemeinen Einbruch auf dem Anzeigenmarkt, weshalb insbesondere der Verlag der "Süddeutschen Zeitung" in eine schwere Krise geriet, die er im November 2002 durch die Aufnahme der "Südwestdeutschen Medien Holding GmbH" in den Kreis der Eigentümer zu überwinden hoffte. Die "Südwestdeutsche Medienholding", die u. a. die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" verlegt, ist inzwischen die zweitgrößte Tageszeitungsgruppe in Deutschland und hat zum 29. Februar 2008 die Anteile von vier Eigentümerfamilien am "Süddeutschen Verlag" gekauft. Sie besitzt jetzt 81,25 %. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Münchener Beobachter
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    [...] de Vorläufer des Parteiorgans der NSDAP, des Völkischen Beobachters. Das unbedeutende Münchner Vorstadtblatt gehörte seit 1900 dem Münchner Verleger Franz Eher (1851-1918). 1918 erwarb Rudolf von Sebottendorff (1875-1945) den Münchener Beobachter als Organ der Thule-Gesellschaft, nach der Umbenennung in "Völkischer Beobachter" gingen Verlag und Zeitung am 17. Dezember 1920 für rund 120.000 RM in den Besitz der NSDAP über. de Die Anfänge des "Münchener Beobachters" 2215 München 13366919X Johann Naderer Die Übernahme durch Franz Eher 133449777 Franz Xaver Josef Eher 140057870 Georg Unger 140058052 Josef Gäßler Unter der Kontrolle völkischer Zirkel 129960411 Rudolf von Sebottendorff 133449904 Käthe Bierbaumer 126739242 Dora Kunze Seit Oktober 1919 druckte das "Münchner Buchgewerbehaus M. Müller & Sohn" das inzwischen zweimal wöchentlich erscheinende Blatt. 133383040 Karl Harrer Zwischen Deutschsozialistischer Partei und Nationalsozialisten 119388766 Gottfried Feder Umbenennung in "Völkischer Beobachter" und Kauf durch die NSDAP 1920 Seit 9. August 1919 hieß die überregionale Ausgabe der Zeitung "Völkischer Beobachter". Die Gesamtauflage betrug in der zweiten Hälfte des Jahres 1920 etwa 11.000. Mit Hilfe einer "Deutschvölkischen Verlagsgenossenschaft" und eines "Bunds der Beobachterfreunde" übernahm die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), die schon seit Frühjahr 1920 im Blatt stark beachtet worden war, am 17. Dezember 1920 über den Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterverein (NSDAV) sämtliche Anteile. Zuvor hatte Sebottendorff Mitte 1920 ernsthaft - aber vergeblich - versucht, den Verlag an den "Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" zu verkaufen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • [...] dei dem Ruyter ſſtieee lange gehetmſſàtadkn tgehadt i le In dreßden ift der Intini franz eher Emigranten Wonders bote Mön da uno Nonnen ſehr gni ſi m e rſ den aber [...]
    [...] Reichsgau 77 î I eui elios eni gemy bes heil Apo Mi Thom u eie Dania and Verlag ati al monte Fraß m 6 Uhr wurde das lc leiitgiéeaelaefsixé um 2 un cinico ari [...]
    [...] 11 öfonomifch Neuigkeiten mu Ibra nòm Bar feel Marica bc aflcrgnàdigſtem Pri v le gì Verlag und gedruckt von Jofepb Union Mop wohnhaft Rf W bet W In dem genannten Schmid [...]
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