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  • Öffnungsrecht
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    [...] nachweisen. Sie beinhaltete die Pflicht des Burginhabers mit seiner eigenen Burg und seiner eigenen Besatzung dem Gewartungsinhaber Verteidigungsdienste zu leisten, wobei diese stets mit Geld oder Burglehen abgegolten wurden. Die häufig in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Dienstverträge beinhalteten die Pflicht, eine genau bestimmte Mannschaft auf die Kriegszüge des Dienstherren zu senden. Dieser Dienst musste ebenfalls mit einer entsprechenden Geldsumme gekauft werden. Hochstiftische Öffnungsrechte Über den Einsatz des Öffnungsrechts als Mittel für die Territorialisierung bei den altbayerischen und fränkischen Hochstiften ist praktisch nichts bekannt. Anwendung fand das Öffnungsrecht [...]
    [...] de Recht eines Öffnungsinhabers, die Burg eines Dritten als Stützpunkt für eigene Truppen zu benützen. Dieses Recht war im Regelfall urkundlich gesichert. Öffnungsverträge sind seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar. Seine Blüte erlebte das Öffnungsrecht im 14. und 15. Jahrhundert. Offenhäuser hatten eine wichtige Funktion bei militärischen Auseinandersetzungen und für die Landfriedenssicherung. Zahlreiche Öffnungsverträge sind aus dem Herzogtum Bayern bekannt. Auch die Reichsstadt Nürnberg sicherte sich systematisch Öffnungsrechte. Auch andere Territorien, darunter Hochstifte, bedienten sich dieses Rechtsinstituts, doch mangelt es hierzu an Forschungen. de Das Öffnungsrecht ("ius aperturae [...]
    [...] Lehenswesen nachzuweisen ist. Die Ligesse, eine aus Frankreich stammende Form des Lehensrechts, und das Öffnungsrecht waren so eng miteinander verflochten, dass man lange Zeit die Wurzeln des Öffnungsrechts im ligischen Lehenswesen suchte. Die neuere Forschung glaubt jedoch an den eigenständigen Charakter des Öffnungsrechts; allerdings konnte bisher noch kein abschließendes Ergebnis erreicht werden. c) Rechte und Pflichten des Öffnungsinhabers Die Besatzung des Öffnungsinhabers, die auf einer geöffneten Burg eingesetzt wurde, konnte nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zu anderen Diensten innerhalb der Burg herangezogen werden. Da die Burgen nur kleine Besatzungen besaßen - die ständige Besatzung [...]
    [...] schriftlich anzukündigen, führten aber nicht immer zur vertraglich zugesicherten Öffnung der Burgen. Trotz der gelegentlichen Rückschläge war das Öffnungsrecht bei der grenzüberschreitenden Verfolgung von Landfriedensbrechern und der inneren Landesbefriedung nicht unerheblich, wie die zahlreichen und immer wieder erneut abgeschlossenen diesbezüglichen Verträge belegen. Der Niedergang des Öffnungsrechts Im 14. und 15. Jahrhundert erlebte das Öffnungsrecht seine Blütezeit. Im 16. Jahrhundert kam es allmählich ganz außer Gebrauch. Dieser Niedergang ging mit der Bedeutungsminderung der Burgen angesichts militärtechnischer Innovationen einher. Im 16. Jahrhundert lebte das Öffnungsrecht im Verlauf [...]
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    [...] der Fehde einander zugefügt hatten keine Foderung auf Erſatz Den Grafen ſollte wegen ihres Öffnungsrechts und wegen ihrer Anſprache an Sulz nichts in den Weg gelegt und des halb ein [...]
    [...] dafür am Ende ſeiner Regierung mit frohem Sinne erin nern wie viel Burgen er das Öffnungsrecht erworben wie vieler Städte und Dörfer gekauft wie manches Klo ſter er unter ſich gebracht [...]
    [...] einer andern Fehde rüſten nämlich gegen die von Geroldseck welche dem Grafen Eberhard das Öffnungsrecht zu Sulz verweigerten Uber jenes Geſchlecht ſ Mehres in der mit 213 Urkunden verſehenen [...]
    [...] zeigten dem kaiſerl Befehle nachzukommen Die Grafen von Wür temberg hatten zu Sulz das Öffnungsrecht Aber die von Geroldseck weigerten ſich es ihnen ferner zuzugeſtehen ja verwehrten den würtembergiſchen [...]
  • Ersch, Johann Samuel, Gruber, Johann Gottfried, Meier, Moritz Hermann Eduard: Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste Section 1, A - G…
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    [...] Sein Sohn Rüdiger von Drachenfels geſtattete Gottfried von Heinsberg und Blankenberg nur dann das Öffnungsrecht in dieſem Schloſſe wenn das Erzſtift Cöln nicht das nämliche verlangte am 2 Nov 1315 [...]
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    [...] gewonnenen oſtfrieſiſchen Schlöſ ſern Stickhauſen Lenge Friedeburg Gödenſen und Kny penſen mit Vorbehalt des Öffnungsrechtes gegen den Grafen überließ und nach Sachſen zurückging Auch Erich kehrte im I 1515 in [...]
  • [...] von ſelbſt warum die Herrn des mittlern Alters ſich in den damaligen Ur kunden das Oeffnungsrecht der Kirchhöfe ſo ſorgfältig vorbehielten denn in ienen unruhigen Zeiten war es ſchon ein großer [...]
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    [...] vom Kanzler berufen wurden Er eröffnete ihnen daß ſein Gebieter im Sinne habe das Oeffnungsrecht auf den Veſten Ortenburg geltend zu machen und rieth ihnen ihren Unterthanen auf den [...]
    [...] Neu Orten burg gleichfalls ohne Gegenwehr genommen und ſo war denn das lang vergeſſene Oeffnungsrecht auf den gräflichen Burgen wieder in Uebung gebracht Weder Joachim noch Ulrich wurden an [...]
  • [...] 16 17 ſeq entnehmen LIX Es fraget ſich wie weit ſich das Jus aperturae oder Oeffnungsrecht welches ſich die Kron bey einigen Veſten und Schlöſſern vorbehalten erſtrecke Reſp Erſtrecket ſich [...]
  • [...] Vesitzrechtes erlangt Die Unterthanen der Landschaft scheinen das in der Verkaufs urkunde vorbehaltene Oeffnungsrecht noch länger behauptet zu haben denn ausdrücklich wird in einem im ältesten Tausbuche aufbewahrten [...]
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    [...] geworden und die Feſte Rothen berg an 45 Ritterfamilien 1465 doch mit Vorbehalt des Oeffnungsrechtes als Gan gegen oder gemein Erbſchaft verkauft worden war Die Auseinanderſetzungen des Cöl ner [...]
  • [...] dieſer Burg für ſich zu begründen da er wohl einſah daß die einzelnen Verſprechungen des Oeffnungsrechtes die ihm und ſeinen Vorfahren bisher nur wiederruflich und auf Zeitdauer ge macht wurden nicht [...]