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7 Treffer sortiert nach

  • La Roche, Sophie von [Schriftstellerin 1731-1807]
  • Autorenporträt zu Sophie von La Roche
  • Laroche, Sophie von: 6. 12. 1731 Kaufbeuren — 18. 2. 1807 Offenbach; Schriftstellerin
  • Autorenporträt zu Christian Jakob Wagenseil
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    [...] de Beschreibung 118569767 Sophie von La Roche Zu seinen schriftstellerischen Arbeiten gehören neben Schildheim, einem Roman, und Ehrlichkeit und Liebe, einem ländlichen Schauspiel mit Gesang (beide 1779), die Lebensbeschreibungen berühmter Personen in den Historischen Unterhaltungen für die Jugend (4 Bde., 1781-83), die vor allem bei jungen Lesern das historische Interesse wecken sollen. Geschichtliche Werke stellen auch sein Versuch einer Geschichte der Stadt Augsburg (5 Bde., 1819-22) sowie seine Schriften über den Humanisten Ulrich von Hutten dar, mit dem sich Wagenseil fast 50 Jahre lang beschäftigt: 1783 gibt er den ersten Band der Sämmtlichen Werke Huttens heraus, 1800 publiziert er im Pantheon der Deutschen eine Skizze über Huttens Leben, aus der dann 1823 seine Biografie Ulrich von Hutten hervorgeht. Mit der Herausgabe des Gemeinnützigen Wochenblattes für Bürger (1781-86) nimmt Wagenseil zum ersten Mal seine Aufgabe als Volksschriftsteller wahr und setzt diese mit der Edition des Litterarischen Almanachs (6 Bde., 1827-32), einem Kompendium von literaturhistorischen und bibliografischen Kuriositäten, sowie des Unterhaltungsbuchs für Freunde der Geschichte und Litteratur (2 Bde., 1837/38) fort. Eine Aufzählung seiner Werke gibt Wagenseil selbst im sechsten Band des Litterarischen Almanachs. Im fünften Jahrgang desselben findet sich sein berühmtes „Lied eines Landmannes“ mit der eigens von ihm komponierten Melodie. Wagenseils Gedichte sind den Dichtern des Hainbundes, die er persönlich in Göttingen kennenlernt, geschuldet, und nehmen u.a. den aufklärerischen Topos vom einfachen, aber umso reicheren Landleben auf (vgl. auch den Anfang „Arm und klein ist meine Hütte…“ im „Lied eines Landmannes“). [...]
  • Autorenporträt zu Maria Crescentia Höß
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    [...] de Beschreibung Die Erbauungsschriftstellerin und Lieddichterin (Maria) „Crescentia“ Anna Höß wird als  sechstes von acht Kindern des Webers Mathias Höß und seiner Frau Luzia am 20. Oktober 1682 in Kaufbeuren geboren. Obwohl die Eltern zu arm sind, um die Mitgift für den Eintritt in das Franziskanerinnenkloster zu bezahlen, wird Anna Höß auf Vermittlung des evangelischen Bürgermeisters 1703 in das Kloster aufgenommen, wo sie als Crescentia („die Wachsende“) Höß nach strengen Regeln erzogen wird und wichtige Aufgaben übernimmt. 1710 wird sie Klosterpförtnerin und Krankenschwester, 1717 Novizenmeisterin, 1741 schließlich Oberin. Wegen ihrer Frömmigkeit und lebensnahen Klugheit genießt sie bereits zu Lebzeiten Anerkennung und Verehrung, was dazu führt, dass man sie als Ratgeberin in allerlei Belangen aufsucht. So steht sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten, v.a. Äbten und Fürsten, in brieflichem Kontakt, u.a. mit der bayerischen Kurfürstin Maria Amalia, dem Erzbischof von Köln Clemens August sowie dem Fürstabt von Kempten. Aber auch einfache Geistliche und Ordensleute und Hilfesuchende aus allen Ständen gehören zu ihrem Korrespondenten- bzw. Bekanntenkreis. Neben ihrem umfangreichen Briefwechsel umfasst ihr schriftstellerisches Werk Gedichte und Gebete, worin sie nicht zuletzt ihr mystisches Erleben einkleidet. Als Vertreterin der sogenannten Zweiten Mystik steht sie in einer Reihe mit Maria Caecilia Mayr im benachbarten Dominikanerinnenkloster zu Wörishofen. 118515055 Clemens Brentano 118569767 Sophie von La Roche Am Ostersonntag, den 5. April 1744 stirbt Crescentia Höß. 1900 wird sie selig-, 2001 heiliggesprochen. In der Diözese Augsburg ist Crescentia Höß die mit Abstand am meisten und unmittelbarsten verehrte Heilige. (Zehn-)Tausende von Wallfahrern jedes Jahr machen sie zu einer Anlaufstelle der gesamten Weltkirche. Crescentia Höss von Kaufbeuren als Oberin des Klosters der Franziskanerinnen in Kaufbeuren. Den schwarzen Schleier durfte nur die Oberin tragen. Zeitgenössisches Gemälde aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts [...]
  • Autorenporträt zu Bettina Brentano
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    [...] de Beschreibung 118569767 Sophies von La Roche 118515055 Clemens Nach dem Tod der Großmutter reist Bettina 1807 nach Kassel und Berlin und besucht Goethe in Weimar. Mit diesem beginnt ein Briefwechsel, der unter dem Titel Goethes Briefwechsel mit einem Kinde. Seinem Denkmal (1835) berühmt wird. 1808 reist sie mit Clemens und Friedrich Karl von Savigny (1779-1861), dem Haupt der historischen Rechtsschule in Deutschland, nach München und Landshut, wo Savigny Professor ist und Bettina ein Musikstudium bei dem brummigen Kapellmeister Peter von Winter beginnt. Einigen Wirbel macht Bettinas unkonventionelle Art, vor allem aber Clemens' letzter Eheakt mit der hysterischen Auguste Bußmann. In München lernt Bettina die führenden Männer des geistigen Lebens kennen: Jacobi, Schelling, Baader und zeitweise auch Tieck. 11860113X Johann Nepomuk von Ringseis Mit Savigny gelangt Bettina 1810 nach Berlin, wo sie Arnim heiratet, mit dem sie abwechselnd in Berlin und auf Gut Wiepersdorf lebt. Davor hat sie Bekanntschaft mit dem Komponisten Ludwig van Beethoven in Wien geschlossen. In Weimar kommt es 1811 zum Bruch mit Goethe, nachdem dessen Ehefrau Christiane und sie öffentlich aneinandergeraten sind. Neben ihren Kontakten zu den Gebrüdern Grimm (1824) und zum Berliner Salon unter Rahel Varnhagen (1829) pflegt Bettina u.a. Freundschaft mit dem Philosophen und Theologen Friedrich Schleiermacher (1831), dem Landschaftskünstler und Schriftsteller Hermann von Pückler-Muskau (1832) sowie mit den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Joseph Joachim und Robert Schumann. 1840 bewirkt Bettinas Einfluss beim Kronprinzen Friedrich Wilhelm, dass die Gebrüder Grimm einen Ruf an die Berliner Universität annehmen können. Mit Friedrich Wilhelm IV. hat sie außerdem Kontakt, was ihr soziales Engagement für die Menschen in den Berliner Elendsvierteln angeht. Sie schreibt Dies Buch gehört dem König (1843; Fortsetzung 1852 u.d.T. Gespräche mit Dämonen), ein aus fiktiven Dialogen zwischen der Mutter Goethes und der Mutter des Preußenkönigs bestehendes sozialkritisches Buch, das in Bayern verboten wird. 1839 beginnt Bettina mit der Herausgabe der Gesammelten Werke ihres acht Jahre vorher verstorbenen Mannes Achim. Gemeinsam mit ihrer Tochter Gisela verfasst sie als Nebenwerk das Märchen Reichsgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns (1840). Sie steht den Ideen der Frühsozialisten nahe: 1842 lernt sie Karl Marx kennen, 1844 fasst sie den Plan zu einem Armenbuch, das als Dokumentation zur Armenfrage und zur Lage der Weber angedacht ist. Zur Veröffentlichung des Buches kommt es jedoch nicht, zumal Bettina verdächtigt wird, den schlesischen Weberaufstand angezettelt zu haben. 1848 ist ein weiteres Schicksalsjahr für Bettinas schriftstellerisches Werk: Der Briefwechsel [...]
  • Autorenporträt zu Clemens Brentano
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    [...] de Beschreibung 118569767 Sophie von La Roche 11854019X Joseph Görres Im Mai 1801 übersiedelt Clemens Brentano nach Göttingen, um Philosophie zu studieren. Die Freundschaft mit Achim von Arnim beginnt, mit dem er 1802 an den Rhein reist und später die berühmte Sammlung deutscher lyrischer Volksdichtung Des Knaben Wunderhorn herausgibt (1805) sowie die Zeitung für Einsiedler gründet (1808). 1803 wird Brentanos Singspiel Die lustigen Musikanten in Düsseldorf aufgeführt, auch erscheint das für Goethe und Schiller als „Dramatische Preisaufgabe“ geschriebene Intrigenstück Ponce de Leon. 118530534 H. M. Enzensberger „Glücklich, dem Brotneid der Professoren und dem unwissenschaftlichen gemeinen Geist der Studenten in Heidelberg zu entrinnen“ (Sigrid von Moisy), kommt Brentano im September 1808 das erste Mal nach Bayern, das er als „angenehm“ empfindet, zumal es katholisch ist und seine besten Freunde und Verwandten dort wohnen, das er aber schon ein Jahr später als „gar einsam an Geist und Regsamkeit“ und „verschraubt“ beschreibt. Während seines Aufenthalts in Landshut setzt Brentano die Ausarbeitung seiner 1803 begonnenen Romanzen vom Rosenkranz (1852 postum erschienen) fort. Den Maler Philipp Otto Runge versucht er zu Randzeichnungen zu bewegen; der Abschluss von Brentanos Arbeit unterbleibt jedoch nach Runges vorzeitigem Tod. Mit Auguste kommt es zu neuen Zerwürfnissen, die im Februar 1809 in zwei vorgeblichen Selbstmordversuchen derselben in Landshut und München enden. Nach dem ersten Selbstmordversuch seiner Frau begibt sich Brentano einige Tage zu seiner Schwester Bettina. Als Auguste ihm folgt, flieht er, von Savigny gewarnt, zu einem Exbenediktiner nach Stallwang nahe Landshut und hält sich dort unter dem Namen Bennone verborgen. Zwischen Juli und September 1809 reist Brentano nach Berlin über Nürnberg, wo er den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel trifft. In Berlin hat Brentano u.a. Kontakte zu den Dichtern Chamisso, Eichendorff, Kleist und Fouqué. Januar 1811 nimmt er gemeinsam mit Arnim, Kleist, A. Müller, Chamisso und Fouqué an der Christlich-Deutschen Tischgesellschaft teil, der er seine Satire Der Philister vor, in und nach der Geschichte vorliest. Im Zuge seines Aufenthalts auf dem böhmischen Familiengut Bukowan und in Prag entstehen seine beiden Dramen Aloys und Imelde und Die Gründung Prags. 118552465 E. T. A. Hoffmann Brentano gründet mit Freunden die Maikäferei, eine politisch-literarische Abendgesellschaft. Im Juni 1816 erhält er Berichte über die pietistische Erweckungsbewegung in Bayern. „Unter Einwirkung der jungen Luise Hensel, die, mit Leidenschaft und Sehnsucht von ihm umworben, ihn auf den Weg der Entsagung und an die katholische Kirche verwies, der er angehörte, erfolgte die entscheidende Wendung B[rentano].s. Er legte 1817 [...]