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  • Bürgerbräukeller, München
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    [...] de Gaststätte im Münchner Stadtteil Haidhausen mit Platz für 1.830 Personen. Der Bürgerbräukeller war ein bevorzugter Ort politischer Veranstaltungen und befand sich während der Weimarer Republik im Besitz der Löwenbrauerei unter dem Wirt Korbinian Reindl. Der Hitler-Putsch von 1923 nahm dort seinen Ausgang, auch Johann Georg Elsers (1903-1945) Attentat auf Adolf Hitler (1889-1945) im November 1939 fand dort statt. Der Bürgerbräukeller existiert heute nicht mehr. de Der Bürgerbräukeller als Ort politischer Veranstaltungen In der 1885 eröffneten Großgaststätte "Bürgerbräukeller" in der Rosenheimer Str. 29 fanden Veranstaltungen aller Art und aller politischen Richtungen statt, etwa am 3. Februar 1905 eine Sympathiekundgebung für die niedergeschlagene Revolution in Russland. Der Hitler-Putsch am 8./9. November 1923 119446901 Gustav von Kahr Nach der Übernachtung im Bürgerbräukeller machten sich 2.000 Bewaffnete am Morgen des 9. November 1923 auf den Weg durch die Innenstadt in Richtung des Wehrkreiskommandos Bayern an der Ludwigstraße 14 (heute: Bayerisches Hauptstaatsarchiv), um dort die militärische Gewalt zu übernehmen und die "nationale Revolution" mit einem "Marsch auf Berlin" ins ganze Deutsche Reich zu exportieren. Der Hitler-Putsch scheiterte an der Feldherrnhalle am Odeonsplatz, wo die zuvor auf Ehrenwort entlassene Regierung Kahr Einheiten der Bayerischen Landespolizei aufgeboten hatte, um den Putsch niederzuschlagen. Neugründung der NSDAP 1925 118710060 Heinrich Held Nationalsozialistischer Wallfahrtsort seit 1933 Seit dem 8. November 1933 wiederholte die Prominenz der NSDAP den Marsch auf die Feldherrnhalle als jährlichen Staatsakt. Dieser begann jeweils mit einer programmatischen Rede Hitlers vor der Partei-, Staats- und Wehrmachtsprominenz im Bürgerbräukeller, der sich zum nationalsozialistischen Wallfahrtsort entwickelte. Das Attentat von Johann Georg Elser am 8. November 1939 118530046 Johann Georg Elsers Bevorzugung anderer Räumlichkeiten ab 1940 Aus Aberglaube und aus Angst vor alliierten Luftangriffen fanden die jährlichen Feierlichkeiten seit 1940 nur noch in Form einer Rede Hitlers im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz statt. Am 8. November 1942 prophezeite Hitler dort den deutschen Sieg in Stalingrad, am 8. November 1943 bekräftigte er die Fortsetzung des Völkermordes an den Juden und stellte den vollständigen Wiederaufbau der zerbombten deutschen Städte innerhalb von zwei Jahren nach dem "Endsieg" in Aussicht. Nutzung nach 1945 Der Bürgerbräukeller diente bis Kriegsende 1945 als Lebensmittellager. Nach Kriegsende nutzte ihn die US-Armee als Kantine. 1958 wurde er als Großgaststätte und Veranstaltungsort wieder eröffnet und schließlich 1979 abgerissen. Heute stehen die Hauptverwaltung der GEMA und das Hotel Hilton Munich City auf dem Grundstück [...]
  • München, Bürgerbräukeller: Notgeld über 1 Pfennig
  • Kriegszerstörungen/Wiederaufbau 1950
  • Befreiung durch US-amerikanische Truppen 30.April 1945
  • Wutzlhofer, Johann (1871 – 1939), Staatsminister, Genossenschaftsdirektor
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    [...] de Volksschule und Privatunterricht; Bis 1900 selbstständiger Landwirt; 1907 Gründung und Leitung einer landwirtschaftlichen Absatz- und Bezugsgenossenschaft in Straubing; 1914-1918 Angestellter in der Wirtschaftsstelle Straubing; 1918/19 Mitglied des provisorischen Nationalrats als Vertreter des Bauernrats; 12.1918 Delegierter zum 1. Rätekongress in Berlin; 1919 Staatskommissar für bayerisches Ernährungswesen; Ab 1920 bayerischer Landwirtschaftsminister; 1923 beim Hitlerputsch unter den gefangenen Regierungsmitgliedern im Münchener Bürgerbräukeller; 12.1923 Rücktritt als Minister und Abgeordneter; Anschließend Genossenschaftsdirektor in Straubing, 1930 wegen Vorwurfs der Misswirtschaft abgesetzt; 1934 Verhaftung wegen Betrugs. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: Straubing Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Sterneckerbräu, München
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    [...] de Münchner Gaststätte im Tal 54 (heute 38) nahe des Isartores, erbaut im Jahr 1900. Historische Bedeutung erlangte das Sterneckerbräu als Treffpunkt und erste Geschäftsstelle der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), der Vorgängerin der NSDAP, von Oktober 1919 bis Januar 1920. Zwischen 1933 und 1945 befand sich hier das Parteimuseum der NSDAP. Heute werden die Räume der früheren Gastwirtschaft als Geschäftsräume genutzt. de Treffpunkt und erste Geschäftsstelle der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) 1919-1920 116219998 Anton Drexler 2215 Münchner 118551655 Adolf Hitler 119388766 Gottfried Feder Nationalsozialistischer Wallfahrtsort 1933-1945 Seit dem 8. November 1933 fanden alljährlich pompöse Veranstaltungen zum Jahrestag des Hitler-Putsches von 1923 statt, unter anderem ein Marsch der NS-Prominenz vom Bürgerbräukeller in der Rosenheimer Straße zum Odeonsplatz, vorbei am Sterneckerbräu, wo man eine Gedenkminute einlegte. Am 8. November 1933 eröffnete Hitler hier das Parteimuseum der NSDAP, das zum Magneten für Einheimische und Fremde wurde und in Fremdenführern wie dem "Baedeker" Erwähnung fand. Für 20 Pfennige konnte man das angeblich im Original erhaltene und eingerichtete Zimmer der ersten Geschäftsstelle besichtigen. Das Sterneckerbräu nach 1945 Das Gebäude ist erhalten, die Räume der Gastwirtschaft dienen heute als Geschäftsräume. An die frühere Gaststätte erinnert nur noch die benachbarte Querstraße, die Sterneckerstraße. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Faulhaber, Michael (1869 – 1952), Erzbischof von München-Freising
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    [...] de 1892 Priesterweihe in Würzburg; 1895 Promotion in Würzburg; 1899 Habilitation und Privatdozent an der Universität Würzburg; 1903 Professor für Exegese des Alten Testaments an der Universität Straßburg; 1910-1917 Bischof von Speyer; 1917-1952 Erzbischof von München-Freising; 1921 Erhebung zum Kardinal durch Papst Benedikt XV.; 1933 Adventspredigten zur Verteidigung des Alten Testaments; Silvesterpredigt gegen den Germanenkult der Nationalsozialisten und für das christliche Menschenbild; 1936 Empfang bei Hitler auf dem Obersalzberg; 1937 Entwurf zur Enyklika „Mit brennender Sorge“ auf Wunsch Papst Pius XI.; 11.11.1938 Sturm auf das Erzbischöfliche Palais in München nach antikirchlicher Hetze im Völkischen Beobachter; 11.09.1948 Erstes Pontifikalamt in der zerstörten Münchner Frauenkirche; Einer der bedeutendsten Führer des bayerischen Katholizismus; Ambivalente Einstellung gegenüber dem Nationalsozialismus: Verurteilung des Antisemitismus und Verfechter des Reichskonkordats mit dem Heiligen Stuhl 1933; im Nov. 1939 Dankgottesdienst „für die wunderbare Errettung des Führers“ beim Attentat im Münchner Bürgerbräukeller (Benz, Wolfgang/Graml, Hermann/Weiß, Hermann [Hrsg.], Enzyklopädie des Nationalsozialismus, 3. Aufl. München 1998, S. 834). de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Reichskriegsflagge, 1923-1925
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    [...] de Die paramilitärische Vereinigung, deren Erkennungszeichen die Reichskriegsflagge war, bildete sich im Oktober 1923 aus den Münchner, Augsburger, Schleißheimer und Memminger Ortsgruppen der Reichsflagge, nachdem letztere aus dem Deutschen Kampfbund ausgeschieden war. Die Leitung hatte Ernst Röhm inne. Nach der Teilnahme am Hitlerputsch zunächst verboten, ging die Gruppierung 1925 in Erich Ludendorffs Tannenbergbund über. de Die Gründung als Abspaltung vom Wehrverband Reichsflagge 118745700 Ernst Röhms 2215 München 41576 Augsburg 41753 Memmingen 10305 Schleißheim 126824576 Joseph Seydel Struktur und programmatische Ausrichtung 11855123X Heinrich Himmler Programmatisch vertrat der Bund eine radikal "schwarz-weiß-rote" Position, deren zu geringe Betonung er eben gerade der Reichsflagge zum Vorwurf gemacht hatte. Das Verhalten des Bundes im Oktober/November 1923 118551655 Adolf Hitler 118574841 Erich Ludendorff 119446901 Gustav von Kahr 128549769 Otto von Lossow Die Beteiligung am "Hitler-Putsch" und die Auflösung des Verbandes Am Abend des 8. November sammelte sich die Reichskriegsflagge gemeinsam mit Einheiten der SA und den anderen Teilen des Kampfbundes im Löwenbräukeller. Auf die Information über den Erfolg des Unternehmens im Bürgerbräukeller hin führte Röhm seinen Verband zum Wehrkreiskommando in der Ludwigstraße 14 und ließ das Gebäude besetzen. Auch als am nächsten Morgen klar wurde, dass Kahr und Lossow ihre am Vorabend gegebenen Zusagen nicht einhielten, wollte Röhm noch nicht weichen. Erst als am frühen Nachmittag die Nachricht vom Debakel Hitlers und Ludendorffs an der Feldherrnhalle eintraf, entschloss er sich aufzugeben. Die Kapitulationsbedingungen waren indes außerordentlich milde. Röhm wurde zwar verhaftet, seine Kämpfer jedoch konnten als freie Männer abziehen. Den Bund selbst hatte Kahr bereits in seinem in der Nacht erlassenen Aufruf an die Bevölkerung für aufgelöst erklärt. Eine Wiedergründung im Jahre 1925 ging schnell in Ludendorffs "Tannenberg-Bund" auf. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Paula Schlier
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    [...] de Beschreibung Paula Schlier wird als Tochter eines Militärarztes geboren und besucht als eine der wenigen Protestantinnen das katholische Kloster Gnadenthal in Ingolstadt, nachdem der Vater 1913 seine Facharztpraxis für Hals-Nasen- und Ohrenkrankheiten in der Stadt eröffnet hat. Schon früh entdeckt das junge Mädchen ein Traumbewusstsein, das es lebenslang in Bann hält und sich durch all seine späteren Werke durchzieht: „Das Wasser trug mich, ohne daß ich mich bewegte, auch unter der Oberfläche. Nur, ich selbst zerschmolz, zerrann“, heißt es im Kapitel „Die Donau“ der Jugenderinnerungen. Manchmal legt sich Paula Steine in die Schuhe, damit der körperliche Schmerz Gleichgewicht mit dem seelischen hält. Seit sie 12 ist, liest sie mit ihrem Bruder Heinrich zusammen Platon, Goethe, Kierkegaard, Karl Barth und Oswald Spengler. Der Erste Weltkrieg ändert die Situation. Mit 17 macht Paula Schlier einen Ausbildungskurs beim Roten Kreuz, wo sie für das Lazarett, in dem ihr Vater als Generaloberarzt Dienst tut, eingeteilt wird. Hautnah erlebt Paula Elend und Sinnlosigkeit des Krieges: den Sterbenden streichelt sie das Haar, weil sie nicht glauben kann, „daß ein Mensch schon tot ist, wenn seine Augen gebrochen sind“ (Petras Aufzeichnungen. Konzept einer Jugend nach dem Diktat der Zeit, 1926). Für ihren Einsatz wird sie zur Auszeichnung mit dem König-Ludwig-Kreuz und der Rot-Kreuz-Medaille vorgeschlagen. Nach dem Krieg richtet sie sich wieder in das – für sie beengende – Familienleben ein. Während der Bruder sich auf das Abitur vorbereitet, erledigt Paula die täglichen Einkäufe, staubt ab, kocht, stickt und träumt davon, Medizin und Philosophie zu studieren. Am 29. März 1921 beschließt sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen: Paula zieht nach München und arbeitet als Sekretärin für verschiedene Verlage. Wichtige Erfahrungen sammelt sie als Redaktionsstenotypistin des Völkischen Beobachters, wo sie ein Tagebuch vom Tag ihres Eintritts bis zum missglückten Hitler-Putsch im Bürgerbräukeller (1923) führt, um den aufkeimenden Nationalsozialismus von innen heraus ideologisch zu bekämpfen. Ihre Artikel gegen die Bewegung erscheinen Anfang der 20er Jahre im Nürnberger Anzeiger. 1925 lernt sie in Innsbruck den Schriftsteller und Verleger Ludwig von Ficker kennen, der ihr literarisches Talent entdeckt. Besonders in den Traumtexten, allen voran in der Dichtung Chorónoz. Ein Buch der Wirklichkeit in Träumen (1927) sieht er ihre visionäre Wahrnehmungskraft bzw. ihr „weibliches Ingenium“ verwirklicht, weshalb sich Paula mehr und mehr der mystisch-visionären Dichtung zuwendet. In Rapallo (1938) hat sie ihre erste Engelerfahrung. Paula Schlier bleibt von 1927 bis 1954 Hauptmitarbeiterin von Fickers Zeitschrift Der Brenner und arbeitet als Arzthelferin in München, später auch in Garmisch. 1932 [...]
  • Eiserne Front, 1931-1933
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    [...] auf außerparlamentarische Aktionen und Streikaufrufe. Sie rief stattdessen dazu auf, Ruhe und Disziplin zu bewahren. Der spätere Ministerpräsident Wilhelm Hoegner schildert, wie groß die Erbitterung über diesen "Verrat" bei den Mitgliedern des Reichsbanners und der Eisernen Front war (Flucht vor Hitler, 107). Das Ende Mit letzten großen Kundgebungen versuchte die Eiserne Front, die Stimmung im Lande umzudrehen. Der junge Waldemar von Knoeringen trat vor allem in München und im Münchner Umland mit leidenschaftlichen Appellen auf (so am 3. März 1933 in der Schwabinger Brauerei, im Löwenbräu- und Bürgerbräukeller in München). Noch am 12. Februar 1933, bereits nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, demonstrierte [...]