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  • Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände, 1923
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    [...] de Zusammenschluss der völkischen Wehrverbände, darunter Bund Oberland, Bund Wiking, Reichsflagge und SA, gegründet am 4. Februar 1923 auf Initiative von Ernst Röhm (1887-1934). Die Leitung hatten Christian Roth (1873-1934) und Hermann Kriebel (1878-1941) inne. Auf dem Deutschen Tag in Nürnberg (1./2. September 1923) entstand daraus der Deutsche Kampfbund. de Gründung 1923 während der Ruhrkrise Das Jahr 1923 stand ganz im Zeichen der französisch-belgischen Ruhrbesetzung am 11. Januar und des deutschen Widerstands dagegen. In diesen Zusammenhang gehört auch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände am 4. Februar. Die Bünde Oberland und Reichsflagge, die Vaterländischen Bezirksvereine Münchens, der Gau Niederbayern des Bundes "Bayern und Reich" und die Sturmabteilungen (SA) der NSDAP bildeten eine Dachorganisation, "um die nationalen Machtgruppen in Bayern zu einer stoßkräftigen Bewegung zu machen." Leitung und Organisation 118745700 Ernst Röhm 119037521 Christian Roth 116566523 Hermann Kriebel Politischer Druck auf die Staatsregierung 2215 München Abspaltung der radikalen Verbände im Deutschen Kampfbund und Ende der Arbeitsgemeinschaft 1923 Anfang September 1923 wandelte sich die Arbeitsgemeinschaft während des Deutschen Tages in Nürnberg zum Deutschen Kampfbund um. An ihm nahmen die Bezirksverbände Münchens und der Gau Niederbayern nicht mehr teil, im Oktober schied auch die Mehrheit der Reichsflagge aus. Der Kampfbund nahm am 8./9. November 1923 am gescheiterten Hitlerputsch teil. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bayerischer Heimatschutz, 1928-1933
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    [...] de Wehrverband unter der Leitung von Georg Escherich (1870-1941), gegründet am 2. Dezember 1928 in München. Er wollte die politische Rechte hinter sich versammeln und vertrat bayerisch-föderalistische, antikommunistische und antizentralistische Ziele. Die bis zu 50.000 Mitglieder kamen überwiegend aus den ländlichen Gebieten Altbayerns. Der Bund löste sich am 28. März 1933 auf, indem die Mehrheit seiner Mitglieder der SA, der SS sowie dem Stahlhelm beitrat. de Gründung 1928 2215 München 118685422 Georg Escherich 129961981 Richard Steidle 46257 Chiemgau 136151876 Hugo Jäger 11221 Aschau 2217 Rosenheim Zielsetzung Der Bayerische Heimatschutz knüpfte mit seiner Parole "Treu dem Reich, treu dem Lande gegen den Bolschewismus" bewusst an die Vorstellungen der 1921 verbotenen Einwohnerwehren an. Sein diffuses Programm richtete sich in erster Linie an die landwirtschaftliche Bevölkerung mit dem Ziel, eine überparteiliche, stark bayerisch-föderalistische und antizentralistische Front der Rechten zur Erhaltung des Staates gegen die "rote Gefahr" zu bilden. Die neue Vereinigung sollte einen Ersatz des stark geschwächten Bundes Bayern und Reich und ein Gegengewicht zum ursprünglich norddeutschen Stahlhelm darstellen, der vor allem im protestantischen Franken vertreten war. 118551264 Paul von Hindenburg Organisatorischer Aufbau 118748297 Fritz Schäffer 118709623 Georg Heim Notpolizei und Verfassungstreue 2172 Ingolstadt Auflösung 1933 118745700 Ernst Röhm Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bayerischer Ordnungsblock (BOB), 1920-1923
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    [...] de Entstanden Ende März 1920 nach dem Kapp-Putsch, vereinigte der Verband rund 40 völkisch-nationalistische Organisationen und hatte bis zu 50.000 Mitglieder. Den Vorsitz hatten Erwin Pixis und Paul Tafel (1872-1953) inne. 1922 an der Gründung der Vereinigten Vaterländischen Verbände Bayerns (VVVB) beteiligt, wandelte sich der Ordnungsblock 1923 in die Staatsbürgerliche Gesellschaft um. de Gründung und Ziele 116109823 Fritz Behn Mitglieder Binnen weniger Wochen trafen in seiner Geschäftsstelle Tausende von Zustimmungserklärungen ein. Es sollen sich annähernd 50.000 Menschen für die Mitarbeit zur Verfügung gestellt haben, die allen Bevölkerungskreisen angehörten. Indessen dominierte das mittelständische Element in Stadt und Land. Auch der Alldeutsche Verband, der Bayerische Heimat- und Königsbund, der Bund "Bayern und Reich" sowie die NSDAP traten der Organisation bei. Leitung 2215 München 101829566 Paul Tafel Politische Kontakte und öffentliche Aktivitäten 119446901 Gustav von Kahr 118896873 Hugo von Lerchenfeld An die Öffentlichkeit wandte er sich mit gelegentlichen Massenkundgebungen, so genannten "Deutschen Feiern", zumeist im Odeon an der Münchner Ludwigstraße, Vorträgen, von denen Tafel etliche selbst hielt, Flugblättern und Broschüren. Er wirkte auch am Aufbau der Technischen Nothilfe mit, den das Innenministerium im Januar 1920 nach Maßgabe des Reiches zur Sicherung des Wirtschaftslebens bei Streiks und Unruhen angeordnet hatte. Beteiligung an der Gründung der Vereinigten Vaterländischen Verbände Bayerns 1922 Allmonatlich versammelte der Ordnungsblock Vertreter von 40 nationalen Vereinen zum Gedankenaustausch und leistete damit einen wirksamen Beitrag zur Gründung der Vereinigten Vaterländischen Verbände Bayerns (VVVB) im Spätherbst 1922. Damit hatte er eines seiner Hauptziele erreicht. Zeitgleich ging die Mitgliederzahl zurück. Daher beendete der Bayerische Ordnungsblock seine öffentlichen Aktivitäten und wandelte sich im Frühjahr 1923 in die Staatspolitische Gesellschaft e.V. um. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bayerischer Stahlhelm, 1929-1935
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    [...] de Der Bayerische Stahlhelm entstand 1929 durch den Zusammenschluss des reichsweit aktiven, 1918 gegründeten Wehrverbandes "Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten", der Reichsflagge, des Bundes Bayern und Reich sowie der Vaterländischen Bezirksvereine Münchens. Im selben Jahr fand der Reichsfrontsoldatentag in München statt. Der Wehrbund vertrat antirepublikanische, nationalistische Ziele, sein Symbol war die Reichskriegsflagge, seit 1925 mit einem Stahlhelm-Symbol in der Mitte. Reichsweit hatte der Stahlhelm als stärkster Wehrverband der Republik 1930 bis zu 500.000 Mitglieder. 1933 in "Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund" umbenannt, wurde der Verband Anfang Dezember 1935 ganz aufgelöst und in die SA eingegliedert. Der nach 1945 wiederbegründete Stahlhelm blieb weitgehend bedeutungslos. de Der Stahlhelm als Magdeburger Gründung 117473847 Franz Seldte 116240946 Theodor Duesterberg Der Stahlhelm in Bayern 1920 bis 1923 118685422 Georg Escherich 132256797 Carl Ritter von Wäninger Stahlhelm und Bund Bayern und Reich 1924 bis 1928 Nach dem gescheiterten Putschversuch vom 9. November 1923 erwies sich die bisherige Schwäche des Stahlhelms in Bayern plötzlich als Stärke. Er war in wesentlich geringerem Maße als die "alteingesessenen" bayerischen Verbände in die dilettantischen Pläne und Intrigen des Jahres 1923 verstrickt gewesen. Darüber hinaus erhob nun die Magdeburger Führung [...]
    [...] Erklärungen, dass der bayerische Landesverband sich innerhalb des Stahlhelms "Reservatrechte" gesichert habe, um eine den besonderen bayerischen Verhältnissen angemessene Politik betreiben zu können. Dazu gehöre die prinzipielle Bejahung des "bayerischen Königsgedankens" wie auch des föderalistischen Prinzips, die hier, anders als in Norddeutschland, ihre spezifische Berechtigung hätten. 132256924 Otto von Stetten Die Fusion mit dem Bund Bayern und Reich zum eigenständigen "Bayerischen Stahlhelm" 132257025 Hermann Ritter von Lenz 2215 München Der Konflikt mit dem Bayerischen Heimatschutz Der Erfolg des norddeutschen Verbandes in Bayern blieb jedoch nicht ungetrübt. Schon während der ersten Verhandlungen zwischen Stahlhelm und Bund Bayern und Reich hatte kein Geringerer als Georg Escherich am 2. Dezember 1928 – die relative Schwäche der beiden Konkurrenten nutzend – eine neue, betont bayerisch-bodenständige Wehrorganisation gegründet, den Bayerischen Heimatschutz. Es zeigte sich nun bald, dass gerade die katholische Landbevölkerung Altbayerns und Schwabens, die die Hauptstütze von Bayern und Reich gewesen war, nicht bereit war, den Anschluss an die als "preußisch-protestantisch" und "städtisch-landfremd" verschrieene Magdeburger Wehrorganisation zu akzeptieren. Es kam zu einer Übertrittswelle vom Bund Bayern und Reich bzw. dem neuen Bayerischen Stahlhelm in den Bayerischen Heimatschutz [...]
  • Bayern und Reich. Deutsche Wochenschrift
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    [...] de Presseorgan des Bundes "Bayern und Reich", entstanden im April 1923. Die konservative Zeitschrift hatte eine antiparlamentarische, stark föderalistische Tendenz und grenzte sich nicht immer konsequent von rechtsradikalen Strömungen ab, stand aber in scharfem Gegensatz zu den im Deutschen Kampfbund zusammengeschlossenen Verbänden unter der politischen Führung Adolf Hitlers (1889-1945). Ab 1925 nahm sie stärker den Charakter einer soliden Zeitschrift mit konservativer, föderalistischer, aber auch antidemokratischer Richtung an. Sie wurde 1931 eingestellt. de Hintergrund: die Gründung des Bundes "Bayern und Reich" 1922 121312046 Otto Pittinger 118551655 Adolf Hitler 128558873 Wilhelm Weiß Gründung und Name der Zeitschrift Um den eigenen Standpunkt besser vertreten zu können, gründete Pittinger, der Mitarbeiter des "Heimatland" gewesen war, bis man ihn dort ausschaltete, im April 1923 unter dem Titel "Neue Heimatland-Briefe. Wöchentliches Nachrichtenblatt für den Bund Bayern und Reich" eine eigene Zeitschrift als Organ seines Wehrverbandes. Durch eine einstweilige Verfügung, die Weiß beim Landgericht München I erwirkte, musste der Bund den Titel ändern. Ab 11. Mai 1923 hieß sein Organ nun "Bayern und Reich Vaterländ. Wochenblatt, zugleich Nachrichtenblatt für den Bund Bayern und Reich". Politische Linie 119446901 Gustav von Kahr Umgestaltung zur grundsatzorientierten Zeitschrift ab 1925 1925 wurde das Format wieder verkleinert und jeweils ein mit einer Graphik geziertes Titelblatt vorangesetzt. Der Titel lautete nun "Bayern und Reich. Deutsche Wochenschrift". 1926 erschien die Zeitschrift unter dem Titel "Bayerische Rundschau", um ein größeres Publikum anzusprechen. Möglicherweise, um einer Verwechslung mit der gleichnamigen, in Kulmbach erscheinenden Zeitung vorzubeugen, änderte man den Namen ein letztes Mal. Die Zeitschrift hieß nun endgültig "Bayerische Umschau". 118650025 Erwein Freiherr von Aretin Deutschnationale Festlegung 1929 117080799 Friedrich Möhl 118554565 Alfred Hugenberg Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Bund "Bayern und Reich", 1921-1935
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    [...] de Nach Auflösung der Einwohnerwehren 1921 gegründeter paramilitärischer Dachverband mit engen Kontakten zur Reichswehr. Unter dem Vorsitz von Otto Pittinger (bis 1926), Otto von Stetten und Robert Ritter von Xylander (bis 1929) entwickelte sich der Bund bis Mitte 1922 zur stärksten paramilitärischen Vereinigung in Bayern. Er vertrat föderalistisch-monarchische Ziele, war im Herbst 1923 an den Vorbereitungen eines Marsches auf Berlin beteiligt, zerfiel langsam nach 1923 und ging 1929 im "Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten" auf. de Die Anfänge: Otto Pittinger und die Organisation Pittinger 119446901 Gustav von Kahr 121312046 Otto Pittinger Gründung des Bundes Bayern und Reich Pittingers Anspruch auf eine übergeordnete Leitung der gesamten bayerischen Wehrbewegung wurde allerdings bald von den zahlreichen kleineren Wehrverbänden in Frage gestellt, zumal diese seit dem Verbot der Einwohnerwehren deutlichen Zulauf erhalten hatten. Um Pittinger den Rücken zu stärken, einigten sich Staatsregierung und bayerische Reichswehr im April 1922 darauf, einen offiziellen Wehrverband zu errichten: den Bund Bayern und Reich. Am 27. Juni 1922 fand die erste öffentliche Sitzung der Landesleitung unter Pittinger statt. Programm Ziel des Bundes war ein monarchisch-föderalistisches Großdeutschland auf "christlich-völkischer" Basis. Nur auf diese Weise könne Deutschland nach innen (von der "Diktatur [...]
    [...] . In Verbindung mit radikalkonservativen Kreisen in Nord- und Westdeutschland wollte er die Reichsregierung stürzen und durch ein "Direktorium" mit Kräften aus Industrie, Landwirtschaft und Militär ersetzen. Pittinger stand mit seiner Organisation hinter den Plänen Kahrs und wartete auf dessen Signal für einen "Marsch auf Berlin". Die Aktion Hitlers vom 8./9. November 1923 machte jedoch alle Planungen Kahrs zunichte. Am Hitlerputsch blieb der Bund Bayern und Reich im Wesentlichen unbeteiligt, auch wenn er noch am 10. November 1923 in einer Resolution forderte, eine nationale Diktatur unter Beteiligung aller vaterländischen Verbände auszurufen. Das Ende der aktivistischen Phase ab 1924 Auf den Putschversuch des 8./9. Novembers 1923 reagierte die bayerische Staatsregierung am 1. Dezember 1923 mit der Weisung, alle vaterländischen Verbände zu entwaffnen. Die Wehrarbeit sollte ab jetzt dem strikt staatlich kontrollierten Deutschen Notbann unter der Leitung Franz Xaver von Epps vorbehalten bleiben. Auch der Bund Bayern und Reich musste sich fügen. Er löste am 31. Januar 1924 seine Wehrorganisation auf und empfahl seinen Mitgliedern den Beitritt zum Notbann. In den folgenden, teilweise heftigen Diskussionen um die Neuausrichtung des Bundes konnte Pittinger sich mit seiner bisherigen - vergleichsweise moderaten - Linie durchsetzen. Die am 13. April 1924 veröffentlichte neue Bundesverfassung [...]
  • Deutscher Notbann, 1924-1926
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    [...] de Paramilitärische Organisation unter Franz Xaver Ritter von Epp (1868-1947), mit Unterstützung der bayerischen Regierung gegründet am 18. Januar 1924. Als Polizeireserve getarnt, sollte der Notbann nach dem Hitler-Putsch die radikalen Wehrverbände neu organisieren und stärker an die Regierung binden, was aber nur teilweise gelang. Der Deutsche Notbann wurde im März 1926 aufgelöst. de Die Ausgangslage Ende 1923 119446901 Gustav Ritter von Kahr 118551655 Adolf Hitler 118574841 Erich Ludendorff Nach dem Putsch wurden die im Deutschen Kampfbund zusammengeschlossenen radikalen Wehrverbände zwar entwaffnet und die führenden Putschisten vor Gericht gestellt. Aber auch der durch seine schwankende Haltung diskreditierte Generalstaatskommissar musste schon im Februar 1924 sein Amt niederlegen. Damit blieb für die Staatsregierung die Frage offen, wie man das mitgliederstarke Lager der Wehrverbände kontrollieren konnte. 119495279 Franz Xaver Ritter von Epp 2215 München Der Versuch der Entpolitisierung der Wehrverbände Den organisatorischen Rahmen dafür gab der am sog. Reichsgründungstag, dem 18. Januar 1924, aus der Taufe gehobene "Deutsche Notbann". Um die zur Mitarbeit bereiten Mitglieder des immer noch breit gestreuten Lagers der Wehrverbände nicht in allzu große Loyalitätskonflikte zu bringen, sollten Doppelmitgliedschaften möglich sein - immer vorausgesetzt, die zum Notbann stoßenden Wehrmänner würden sich zu zuverlässiger Mitarbeit im Rahmen der neuen halbstaatlichen Organisation bereiterklären. Die Überführung aller Waffenbestände in Staatseigentum sowie ihre Verwaltung durch den Landeskommandanten sollten dafür die materielle Rückversicherung abgeben. Ziel der neuen Wehrorganisation war es nach außen, eine Polizeireserve für den inneren Einsatzfall verfügbar zu halten. Der eigentliche Sinn lag aber in der Entpolitisierung der Wehrverbände als geheime Reserve der Reichswehr durch ihre Führung und Ausbildung nach militärischen Kriterien. Mit dem Bund "Bayern und Reich" gelang es, den mitgliederstärksten Wehrverband in den Notbann zu überführen. Der Bund Oberland gab für seine Mitglieder immerhin den Weg zur Doppelmitgliedschaft frei. 118745700 Ernst Röhm 116652004 Friedrich Freiherr Kress v. Kressenstein Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Erstes Landesschießen der bayerischen Einwohnerwehren, 1920
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    [...] de Veranstaltung der bayerischen Einwohnerwehren in München vom 26. September bis zum 2. Oktober 1920. Mit rund 40.000 anwesenden Wehrmännern demonstrierten die Einwohnerwehren nochmals ihre Macht und erregten internationales Aufsehen. Die Allierten verstärkten ihren Druck auf das Reich, sodass die bayerische Wehrorganisation im Juni 1921 aufgelöst wurde. de Der Hintergrund: die Auseinandersetzungen um die Auflösung der Einwohnerwehren 118685422 Georg Escherich 119446901 Gustav von Kahr Die Veranstaltungen 2215 München 12442726X Rudolf Kanzler 119495279 Franz Xaver Ritter von Epp 118574841 General Erich Ludendorff 119037521 Christian Roth 118946226 Eduard Hamm Die Reaktion der Alliierten Die Reaktion der Entente auf die bis zum 2. Oktober dauernden öffentlichen Wehrsportveranstaltungen konnte nicht ausbleiben. Nach einer Welle aufgebrachter Pressekommentare vor allem in Frankreich ließ die Interalliierte Entwaffnungskommission für Deutschland am 12. Oktober 1920 bei der Reichsregierung anfragen, was diese zur Auflösung der Wehren zu tun gedenke. Ab Januar 1921 verstärkten die Alliierten ihren Druck auf Deutschland dann bis hin zur Besetzung territorialer Faustpfänder im Ruhrgebiet. Im Juni des Jahres mussten selbst Kahr und Escherich nachgeben und die bayerische Wehrorganisation – offiziell – auflösen. Nachfolger der Einwohnerwehren wurde der Bund "Bayern und Reich". Das Landesschießen als Mythos Das Landesschießen von 1920 jedoch blieb weiten Teilen der Bevölkerung als augenfällige Demonstration einer angeblich "organischen", bodenständigen Gemeinschaft des "Volkes in Waffen" in positiver Erinnerung. Nicht zuletzt spätere Wehrbewegungen wie der "Bayerische Heimatschutz", aber auch die Nationalsozialisten konnten an diesen Mythos anknüpfen. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Hofmann, (Johann) Hans
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    [...] de Hofmann, (Johann) Hans - * 27. 09. 1873 Hof/Bayern, † 31. 01. 1942 München; kath. de Hofmann, (Johann) Hans Georg * 27. 09. 1873 Hof/Bayern, † 31. 01. 1942 München; kath. Humanistisches Gymnasium in Bamberg, 1893 Abitur, Aug. 1893 Eintritt in das 16. Bayerische Infanterie-Regiment (Passau), 1894 – 1895 kommandiert zur Kriegsschule München, 1894 Portepéefähnrich, 1895 Sekondeleutenant, 1900 – 1903 Adjutant bei dem Bezirkskommando Vilshofen, 1905 Oberleutnant, 1903 – 1907 im 1. Bataillon des 16. Bayerischen Infanterie-Regiments (Landshut), 1907 zum 13. Bayerischen Infanterie-Regiment (Ingolstadt) versetzt, 1910 Hauptmann, 1914 – 1917 Kompanieführer, Bataillonsführer und stellvertretender Regimentskommandeur, Jan. 1917 Major, 1917/18 Lehrer an der Unterführer-Schule Tournai (Belgien) bzw. an der Kompanieführer-Schule in Nürnberg, 1918 beim bayerischen 28. Infanterie-Regiment (Rumänien, ab Mai 1918 Westfront), 28. 09. 1918 in englischer Gefangenschaft (bis Ende 1918). 1919 Kommandeur des III. Bataillons des 1. Bayerischen Schützen-Regiments beim Freikorps Epp, 1919 an der Niederschlagung eines kommunistischen Aufstandes in Hamburg beteiligt, 1919 – 1923 Kommandeur des 3. Bataillons des Reichswehr-Infanterie-Regiments Nr. 20 (Passau), Mai 1922 Oberstleutnant, bis Jan. 1923 Führer des Verbands Bayern und Reich im Kreis Niederbayern, Jan. 1923 Führer der Organisation Niederbayern (später Organisation Unterland, April 1923 Bund Vaterland). 01. 04. 1923 – Jan. 1926 Kommandant der Festung Ingolstadt, 1923 beim Hitler-Putsch in München Vermittler zwischen Reichswehr und Putschisten, Jan. 1926 aus dem aktiven Dienst mit dem Charakter als Oberst verabschiedet, bis 1931 jedoch weiterhin für die Reichswehr tätig (Bearbeitung von Grenzschutzfragen im Privatdienstverhältnis im Auftrag des Reichswehrministeriums). 1929 SA, 01. 06. 1931 NSDAP (Nr. 550.075), 31. 07. – 14. 11. 1931 Führer der SA-Gruppe Bayern (Ingolstadt), 31. 07. 1931 SA-Gruppenführer, 14. 11. 1931 – 13. 04. 1932 Führer der SA-Gruppe Mittelland, bis 1932 zugleich Sachbearbeiter für Grenzschutzfragen bei der Obersten SA-Führung, 01. 07. – 14. 09. 1932 Inspekteur Süd der Obersten SA-Führung (Hochland, Franken, Thüringen, Österreich), Juli 1932 – 31. 01. 1942 MdR, 15. 09. 1932 – 31. 03. 1933 Führer der SA-Obergruppe IV (SA-Gruppen Bayerische Ostmark, Franken und Hochland, Sitz: Ingolstadt). 09. 03. – 04. 04. 1933 kommissarischer Polizeidirektor in Regensburg, 01. 04. 1933 SA-Obergruppenführer, 04. 04. 1933 – 05. 05. 1934(1) "in kommissarischer Weise mit der Führung der Geschäfte des Regierungspräsidenten" von Ober- und Mittelfranken (Ansbach) betraut(2), 15. 05. 1934 in den Wartestand versetzt, 01. 02. – 30. 06. 1934 Inspekteur Südost der Obersten SA-Führung, 19. 07. 1934 z. V. der Obersten SA-Führung gestellt, 05. 07 [...]
  • Organisation Escherich (Orgesch), 1920/21
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    [...] vielfältiger Proteste aus nationalen Kreisen - bereits nach einem halben Jahr beendet. Das endgültige Ende der Orgesch im Juni 1921 119446901 Gustav von Kahr Im Zuge des Kampfes der bayerischen Regierung gegen die Auflösung der Einwohnerwehren konnte Escherich in der ersten Jahreshälfte 1921 nochmals eine große Öffentlichkeitswirksamkeit entfalten. Mit dem Beschluss der offiziellen Aufgabe auch der bayerischen Einwohnerwehren und der geheimen Fortsetzung derselben durch die Organisation Pittinger (später Bund Bayern und Reich) von Anfang Juni 1921 jedoch wurde Escherich zu einem "König ohne Land". Hinzu kam eine Weisung der neuen Reichsregierung vom 24. Juni 1921, welche die Organisation Escherich [...]