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  • Christengemeinschaft in Bayern
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    [...] de 1922 durch den aus Bayern stammenden, ehemaligen evangelisch-lutherischen Geistlichen Friedrich Rittelmeyer (1872-1938) begründete Religionsgemeinschaft, die das Christentum auf Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861-1925) interpretiert. de Entstehung und Geschichte 118601288 Friedrich Rittelmeyer 42478 Dillingen a.d. Donau 39544 Würzburg 36607 Nürnberg 118617443 Rudolf Steiners 118660357 Emil Bock 13068 Breitbrunn a. Ammersee 119427524 Rudolf Frieling Lehre und Kultus Die Christengemeinschaft versteht sich nicht als Bekenntnis-, sondern als Kultusgemeinschaft. Weil sie mit christlichen Überlieferungen wesentliche außerbiblische Wahrheitsquellen verbindet, wird sie kirchlicherseits als Sekte angesehen. 118557513 Christus Im Kultus, insbesondere im "zentralen Sakrament" der "Menschenweihehandlung" ("Abendmahlsgottesdienst"), soll die Kommunion der geistig gewandelten Elemente Brot und Wein die Christus-Kräfte des sich immer höher entwickelnden Menschen entfalten. Mit dem christlichen Glauben an die Sündenvergebung hat die Menschenweihehandlung ebenso wenig zu tun wie die Taufe der Christengemeinschaft, die deswegen von den Kirchen nicht als christliche Taufe anerkannt wird. Der Kultus und seine sieben Sakramente (neben Menschenweihehandlung und Taufe sind dies Konfirmation, Beichte, Trauung, Priesterweihe, Sterbeölung) zielen ganz im anthroposophischen Sinne auf die Transformation des Materiellen in das Geistige. Organisation und Verbreitung Die Christengemeinschaft ist hierarchisch aufgebaut. An ihrer Spitze steht der "Erzoberlenker". Er wird beraten von dem "Siebenerkreis" (außer ihm noch zwei "Oberlenker" und vier "Lenker") und der "Priestersynode". Den in "Regionen" zusammengefassten Gemeinden sind jeweils ein Lenker (Bischof) und im Regelfall ein wirtschaftlicher "Koordinator" zugeordnet. Der Kultus in den Gemeinden liegt in der Verantwortung der "Priester". In der Bundesrepublik Deutschland ist die Christengemeinschaft eine religiöse "Körperschaft des öffentlichen Rechts". Der Sitz ihrer "Oberlenkung" ist in Berlin. Wichtige Einrichtungen, wie das "Priesterseminar" sowie der "Verlag Urachhaus", befinden sich in Stuttgart. In Bayern hat die "Christengemeinschaft in Bayern" den Körperschaftsstatus seit 1974. Die Christengemeinschaft ist weder Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) noch Mitglied oder Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland oder in Bayern. Als internationale Organisation ist die Christengemeinschaft unter dem Namen "Stichting de Christengemeenschap (Int.)" in Amsterdam als Stiftung holländischen Rechts – mit Geschäftsführung in Stuttgart – eingetragen, zumeist als "Foundation" bezeichnet. Von den weltweit 18 "Regionen" (mit 32 Ländern) der Christengemeinschaft befinden sich sechs [...]
  • Rittelmeyer, Friedrich: 5. 10. 1872 Dillingen — März 1938 Hamburg; Leiter der Christengemeinschaft
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    [...] de Aufgewachsen in Schweinfurt, Theologiestudium in Erlangen seit 1890, dann bei A. Harnack in Berlin. 1896 Stadtvikar in Würzburg, Nachmittagsprediger an der Nürnberger Heiliggeistkirche 1903-1916. Freundschaft mit ? Chr. K. L. Geyer, dem Hauptprediger von St. Sebald. Auch als Schriftsteller tätig. Als „liberaler" Theologe verpönt, seit 1916 Pfarrer an der „Neuen Kirche" in Berlin. Aus der Begegnung mit dem Anthroposophen Rudolf Steiner entstand 1922 die „Bewegung für religiöse Erneuerung", später „Christengemeinschaft"; ihr Leiter und Erzoberlenker, Herausgeber der gleichnamigen Zeitschrift. Sitz der Bewegung in Stuttgart, Verlagshaus „Urachhaus". Besondere Betonung der Predigt. Auflösung durch die Gestapo 1941. de Genealogisches V protestant. Pfarrer. Werke u. a. Meditation; Briefe über das Johannesevangelium; Christus; Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner; Aus meinem Leben. Literatur Lebensläufe Franken 6; Zs. f. Religions- u. Geistesgeschichte 21, 1969. Fr Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • [...] Matth XVIII 15 18 und die Apoſtel wählten um die äußeren Angelegenheiten der er ſten Chriſtengemeinſchaft zu beſorgen Apoſtelgeſch VI 17 1 6 Tit I 5 Männer von gutem Ruf und voll [...]
  • Kuhn, Friedrich August: Ärztliches Intelligenzblatt
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    [...] aber von den Aeltern nicht zugegeben indem es nun einmal durch die Taufe in die Christengemeinschaft aufgenommen auch Pflicht der Aeltern sei ihm seine Ruhestätte in ihrem Friedhofe zu gönnen [...]
  • Konfessionsstruktur (19./20. Jahrhundert)
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    [...] und des Jurisdiktionsprimates des Papstes durch das Erste Vatikanische Konzil (1869/70) entstanden war, konnte nur vorübergehend eine gewisse Anhängerschaft aus bürgerlichen Kreisen gewinnen, hat aber die Konfessionsstruktur insgesamt nicht tangiert. Ähnliches gilt für die kleineren Religionsgemeinschaften, die nach dem Ende der staatlichen Kirchenhoheit vor allem seit den 1920er Jahren in Bayern aktiv wurden, wie die Freien evangelischen Gemeinden, die Christengemeinschaft, Christian Science, die Heilsarmee und die Zeugen Jehovas. Ein Bildungsgefälle ist in Bayern im 19./20. Jahrhundert weniger zwischen den Konfessionen als vielmehr zwischen städtischem und ländlichem Bereich wahrzunehmen. Die relativ stärkere Präsenz [...]