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  • Friedensbewegung (Von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg)
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    [...] de Seit der Gründung der "Deutschen Friedensgesellschaft" 1892 gab es in Deutschland eine organisierte Friedensbewegung, die aber weder im Kaiserreich noch während der Weimarer Republik größere Erfolge verbuchen konnte. 1933 verboten die Nationalsozialisten alle pazifistischen Organisationen, deren Mitglieder sie systematisch verfolgten. - München war zweimal Veranstaltungsort wichtiger internationaler Friedenskongresse (1907, 1932) sowie Wohnort eines der wichtigsten deutschen Pazifisten, des Historikers Ludwig Quidde (1858-1941). de Fremdkörper im Kaiserreich Die Geschichte der organisierten Friedensbewegung in Deutschland beginnt mit der Gründung der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) im Jahr 1892, im Vergleich mit anderen Ländern recht spät. Diese trat für die Solidarität der Völker, für Abrüstung und obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit ein, weshalb sie von den mächtigen nationalistischen und militaristischen Verbänden heftig bekämpft wurde. Die Sozialdemokraten lehnten sie als "bürgerlich" ab. Größere Aufmerksamkeit erreichte sie mit ihrer Kampagne für die Erste Haager Friedenskonferenz (1899). 118620126 Bertha von Suttner 116790741 Alfred Hermann Fried 2215 München 11874318X Ludwig Quidde 118632892 Wilhelm II. Im Visier der Militärbehörden 1914-1918 118713698 Annette Kolb 118643401 Woodrow Wilson 116725486 Elsbeth Bruck 118591061 Hans Paasche Partielle Zustimmung während der Weimarer Republik 118529706 Kurt Eisners Die harten Bedingungen des Versailler Vertrages (28. Juni 1919) zerstörten die Hoffnungen der Pazifisten. Es gelang auch nicht, Teilnehmer der "Nie-wieder-Krieg-Bewegung" (1921-1925) für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. 2215 München 119260204 Ferdinand Buisson Erfolg und Verfolgung 118637452 Arnold Zweig 118577131 Heinrich Mann 118564943 Käthe Kollwitz 118526103 Otto Dix 118529579 Albert Einstein 118639870 Berthold Jakob 118590391 Carl von Ossietzky 118692038 Friedrich Wilhelm Foerster 118543563 Ernst Julius Gumbel 11862444X Kurt Tucholsky 118535897 Ernst Friedrich Leitung der Deutschen Friedensgesellschaft 116831782 Richard Grelling 132752212 Adolf Richter 118833073 Otto Umfrid 11874318X Ludwig Quidde 132752239 Friedrich Küster Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Jürgen Huber
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    [...] FLIEGEN. 2002 beteiligt er sich an der Gründung des KunstvereinsGRAZ, dessen Vorsitzender er von 2005 bis 2010 ist. Studienaufenthalte führen ihn u.a. in die USA, nach Äthiopien, Italien, Slowenien, Polen sowie Finnland. Durch den Widerstand um die Wiederaufbereitungsanlage (WAA) Wackersdorf in der Oberpfalz kommt Jürgen Huber zur Anti-Atom- und Friedensbewegung, wo er bereits bei der Herausgabe von WAA. Ein Lesebuch (1982) mitgewirkt hat. Als Sprecher der Oberpfälzer Bürgerinitiativen hat er im Februar 1985 die Demo-Leitung in Schwandorf vor 40000 Menschen beim Auftritt des Salzburger Publizisten und Zukunftsforschers Robert Jungk (Der Atomstaat) mit dem Vorsitzenden des Bundes Naturschutz Hubert [...]
  • Ziegler, Hans: 9. 3. 1877 Henfenfeld — 19. 3. 1957 Nürnberg; Politiker
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    [...] de Schulbesuch in Hersbruck. In Nürnberg Dreherlehre. Gewerkschaftsfunktionär in Bremerhaven, Heilbronn, Stuttgart und Breslau. In Breslau auch Stadtrat und Mitglied des niederschlesischen Provinzialtages. 1930-1933 Reichstagsabgeordneter der SPD. Während des Krieges Übersiedlung nach Franken. 1945-1948 Bürgermeister, später Oberbürgermeister von Nürnberg. Mitbegründer der „Sozialdemokratischen Aktion" und aktives Mitglied der Friedensbewegung. 1949 Ausschluß aus der SPD. de Literatur Pk, Stadtarchiv, Nürnberg. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Brückner, Helmut ( * 1944), Hauptschullehrer
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    [...] de Studium der Volkswirtschaftslehre und des Lehramts an Volksschulen; Ab 1973 Hauptschullehrer; Ab 1978 in Bayreuth Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB (GEW); Mitglied des GEW-Kreisvorstands Bayreuth und des GEW-Bezirksvorstands Oberfranken; Bis zur Wahl in den Bayerischen Landtag im örtlichen Personalrat Bayreuth-Stadt und Vorstandsmitglied im Bezirkspersonalrat bei der Regierung von Oberfranken; Ab 1968 politisch aktiv in der Friedensbewegung, in Anti-Atom- und ökologischen Initiativen und Verbänden; Ab 1984 Mitglied der GRÜNEN; 1986-1990 Mitglied des Bezirksvorstands der oberfränkischen GRÜNEN; Mitglied des Bayerischen Landtags: 14.10.1990-13.10.1994. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: Bayreuth Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Schramm, Hans-Günther ( * 1941), Schriftsetzer
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    [...] de 1945-1947 Internierung im Flüchtlingslager Kolding/Dänemark; Ab 1947 wohnhaft in Nürnberg; 1947-1955 Volksschule; 1955-1958 Lehre als Schriftsetzer, ab 1958 als Schriftsetzer tätig; Drei Jahre Betriebsrat, davon ein Jahr als Betriebsratsvorsitzender; Ab 1953 kirchliche Jugendarbeit, ab 1979 kirchliche Familienarbeit, ab 1980 politische Arbeit in der außerparlamentarischen Friedensbewegung, zunächst in christlichen („Ohne Rüstung Leben“), Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden), dann auch in überkonfessionellen und überparteilichen Gruppierungen (Nürnberger Friedensforum, Stadtteilfriedensinitiative Nürnberg-Nordost sowie Koordinierungsausschuss für bundesdeutsche Großdemonstrationen), parteipolitisch ungebunden, Mitarbeit in der Arbeitsgruppe für alternative Verteidigungskonzepte; Mitgliedschaft in der IG Medien, mehrjährige Mitarbeit im Landesverband für Vogelschutz bei der Artenkartierung, Mitglied im Bayerischen Landesverband der Tieffluggegner e.V. Regionaler Ansprechpartner der Wahlkreise Mittelfranken und Oberpfalz; Mitglied des Bayerischen Landtags: 12.10.1986-13.10.1994. de Weitere Angaben Konfession: evangelisch-lutherisch. Wohnort: Nürnberg Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Deku, Maria (1901 – 1983), Regierungsreferentin
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    [...] de Germanistik- und Sprachstudium in Köln; seit 1922 verheiratet mit dem Juristen Dr. Rudolf Deku; engagiert in der katholischen Frauenbewegung; seit 1925 Mitglied im katholischen Frauenbund; in den späten 1920er Jahren Initiative zur Gründung der ersten katholischen sozialen Frauenschulen; bis 1933 Mitglied der Deutschen Zentrumspartei; 1933 Entlassung ihres Mannes als Stadtsyndikus in Krefeld; seit 1933 häufige Umzüge durch Stellenwechsel von Rudolf Deku (u.a. Jurist in Berlin); 1938 Verhöre von Rudolf Deku durch die Gestapo und Ladung vor den Volksgerichtshof in Berlin; ab 1939 in Oberschlesien ansässig (Tätigkeit ihres Mannes in einer Papierfabrik); 1943 Umzug von Maria Deku nach Hauzendorf (heute Bernhardswald) im Landkreis Regensburg nur mit der jüngsten Tochter; 1945 Wiedersehen mit der ganzen Familie in Regensburg; Regierungsreferentin bei der Regierung von Niederbayern und der Oberpfalz in Regensburg, zuständig für Entnazifizierung (eingesetzt von der US-Militärregierung); Gründungsmitglied der CSU; 1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament); 30.06.1946-26.10.1946 Mitglied und Schriftführerin der Verfassunggebenden Landesversammlung sowie stellvertretendes Mitglied des Verfassungsausschusses; 01.12.1946-29.02.1948 Abgeordnete des Bayerischen Landtags; 1948 Rückzug aus dem Landtag aus persönlichen Gründen, Rückkehr in die rheinische Heimat; seit den späten 1940er Jahren Engagement im katholischen Deutschen Frauenbund, im Kinderschutzbund, in der Claudel-Gesellschaft und der internationalen Frauen- und Friedensbewegung. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: Aachen Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
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    [...] Schweiz Österreich Ungarn Belgien Schweden Dänemark Holland Zwei Jahrzehnte im Kampf für Frauenstimmrecht Friedensbewegung Mütter und Kinderschuh Arbeiterinnenschutz Wohnungsreform Erziehungs und Sexual reform Beseitigung von Prostitution und [...]
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    [...] 10 Febr Der Biſchof von Poitiers hielt es für an gemeſſen in ſeinem Faſtenmandat die Friedensbewegung der Na tion zu conſtatiren und ſie dem Gewiſſen und dem Gebete zu empfehlen Der [...]
  • Kaempfer, Richard (1884 – 1966), Kaufmann
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    [...] de Bis 1900 Schulausbildung in Posen und Berlin; Zunächst technische Ausbildung in einer mechanischen Werkstatt, anschließend kaufmännische Lehre; Danach als Expedient, Buchhalter und Reisender tätig; 1910 Beitritt zur Sozialdemokratischen Partei; Ab 1911 Mitglied des Zentralverbands der Angestellten; Bis 1914 Buchhalter in Frankfurt a.Main; Nach zweijähriger Tätigkeit für Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine in Gröba-Riesa (Sachsen) Übersiedelung nach München; Ab 1916 in der Münchner Friedensbewegung aktiv; 1917 Heirat mit Hedwig Kämpfer; Mitbegründer und USPD-Vorstandsmitglied in München; In der Regierung Eisner Sekretär des Ministers für Soziale Fürsorge, Hans Unterleitner; 1918 Mitglied des Soldatenrats in München; Dez. 1918 Delegierter zum 1. Rätekongress in Berlin (USPD-Fraktion) (Schriftführer beim 1. Rätekongress); Wegen Teilnahme am Januarstreik 1919 inhaftiert; Jan. 1919-1922 Redakteur der USPD-Zeitungen „Neue Zeitung“, „Der Kampf“ und „Münchner Morgenpost“; 1922-1923 Kontorist der AOK München; 1923-1932 Prokurist in einem Münchner Weinimport-Geschäft; Anschließend durch Konkurs der Firma arbeitslos; 1932 Mitbegründer, ehrenamtlicher Bezirksvorsitzender Oberbayern-Schwaben der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) und deren Kandidat für die Landtagswahl in Bayern; 1933 unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mehrere Haussuchungen durch die SA; 30.08.1933 Flucht über Österreich und die Schweiz nach Paris, seine Frau und seine Tochter folgen 1934 nach; In Paris als Gelegenheitsarbeiter tätig; 1939 bei Kriegsausbruch in verschiedenen Lagern interniert, zum Schluss in der Nähe von Brest; Nach Auflösung des Internierungslagers in Folge der fortschreitenden Besetzung Frankreichs Flucht ins unbesetzte Gebiet - dort vom Flüchtlingskomitée unterstützt; Herbst 1942 aufgrund der beginnenden Judenverfolgung durch die Vichy-Regierung Flucht in die Schweiz, dort als Flüchtling anerkannt, allerdings ohne Arbeitsberechtigung, unterstützt durch das International Rescue Committee in New York; 29.08.1945 Emigration in die USA, Tätigkeit als Gelegenheitsarbeiter, später als Hausverwalter in New York. de Weitere Angaben Konfession: israelitisch. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Autorenporträt zu Ruth Rehmann
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    [...] de Beschreibung Ruth Rehmann wird 1922 als Tochter eines evangelischen Pastors in Siegburg geboren. Im Jahr 1940 macht sie ihr Abitur, danach besucht sie eine Dolmetscherschule. Später studiert sie zunächst Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik in Bonn und Marburg, dann Musik, mit dem Hauptfach Geige, in Berlin und Köln. 1945 flieht sie nach Oberbayern und arbeitet zunächst als Landarbeiterin und Barsängerin. Zeitweise arbeitet Rehmann als Dolmetscherin, Reisejournalistin, Lehrerin und Pressereferentin für verschiedene ausländische Botschaften. Als sie bei einer Tagung der Gruppe 47 aus ihren ersten schriftstellerischen Arbeiten liest, wird sie von dem Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld unter Vertrag genommen. Im Jahr 1958 lässt sich Ruth Rehmann in Trostberg nieder, wo sie auch heute noch lebt. 1959 erscheint ihr Debütroman Illusionen, der von vier Büroangestellten und deren Fluchten aus der betrüblichen Wirklichkeit erzählt. Es folgen Hörspiele, Features sowie eine Übersetzung – Arbeiten, mit denen sich die Autorin, wie sie selbst sagt, „über Wasser“ hält. Größere Beachtung findet Rehmanns Schreiben 1979, als ihr Buch Der Mann auf der Kanzel: Fragen an den Vater erscheint, in dem sie Fragen nach der Schuld und der Verantwortung des väterlichen Handelns während der nationalsozialistischen Diktatur stellt. Im selben Jahr beginnt ihr Engagement für die Friedensbewegung und den Umweltschutz. Bei der Bundestagswahl 1983 wird sie von den GRÜNEN für die Kandidatur im damaligen Stimmkreis Traunstein-Berchtesgaden vorgeschlagen, was Rehmann aber letztlich ausschlägt, um „Freiheit zum Schreiben“ zu haben. Oft scheinen Ruth Rehmanns Romane autobiografisch motiviert – Abschied von der Meisterklasse (1985) etwa handelt von einer Musikstudentin, die ihr Studium abbricht –, doch gehen sie zugleich darüber hinaus, indem sie eine Verlassenheit und Ich-Suche inszenieren, die stets literarisch gespiegelt wird. Rehmanns jüngster Roman Ferne Schwester (2009) etwa erzählt von Reisen nach Frankreich und Algerien in Form von Briefen an eine „ferne Schwester“ – womit die zeitliche Distanz von immerhin 50 Jahren zwischen dem Verfassen des Buches und den realen Reisen Rehmanns rhetorisch aufgehoben wird. In ihrem Reisebericht Unterwegs in fremden Träumen. Begegnungen mit dem anderen Deutschland (1993) – ihrem einzig politisch gemeinten Buch – unternimmt sie den Versuch einer Dokumentation über den 1. gesamtdeutschen Schriftsteller-Kongress 1947 in Ostberlin und schildert die Eindrücke und Probleme beim Pendeln zwischen West- und Ostberlin zur Zeit der Wiedervereinigung. 2004 erhält Ruth Rehmann zusammen mit der Bildhauerin Erika Maria Lankes den Oberbayerischen Kulturpreis. Sie ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland, im Verband Deutscher Schriftsteller in Bayern sowie der Bayerischen [...]