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  • Traditionsgau München-Oberbayern, 1930-1945
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    [...] de Nationalsozialistischer Parteigau, entstanden am 15. November 1930 durch die Zusammenlegung der Gaue Groß-München und Oberbayern. Gauleiter war bis zu seiner Erkrankung 1942 Adolf Wagner (1890-1944), ihm folgte Paul Giesler (1895-1945). Als Gau, aus dem die nationalsozialistische Bewegung hervorgegangen war, beanspruchte der Traditionsgau eine Sonderstellung. de NS-Gaue als konstitutive Regionen des "Dritten Reiches" Die Gaue der NSDAP spielten im Herrschaftsgefüge des "Dritten Reiches" als "Hoheitsgebiete" eine überaus gewichtige, von der Geschichtswissenschaft jedoch lange Zeit wenig beachtete Rolle. Erst in den letzten Jahren rückte die enorme Bedeutung dieser obersten territorialen [...]
    [...] (mit den Unterabteilungen Agrarpolitik, Finanz- und Wirtschaftspolitik, Kulturpolitik und Sozialpolitik), in die Propaganda-, Presse- und die Kassenabteilung. Anschließend forderte er die NSDAP-Ortsgruppen auf, diese Gliederung nach Möglichkeit zu übernehmen. Seinen Bemühungen, einen "Parteiapparat der Allzuständigkeit" aufzubauen, entsprechend, konnte Wagner bereits am 1. Januar 1932 in der Gauzeitung "Die Front" verkünden: "Die Organisation des Gaues ist heute fast schon im Kleinen das fertige Spiegelbild des kommenden nationalsozialistischen Staates." Neuorganisation der Partei 1932/33 In der zweiten Hälfte des Jahres 1932 erfolgte im Gau München-Oberbayern die von der Reichsleitung für das gesamte Reichsgebiet angeordnete, einheitliche Neuorganisation der Partei. Die Funktion der bislang unsystematisch gestreuten, die Ortsverbände der Partei zusammenfassenden Bezirke übernahmen nunmehr, als neue Mittelinstanzen zwischen Gau und Ortsgruppen, klar definierte Kreise. Diese erschlossen das gesamte Gauterritorium und deckten sich in ihrer räumlichen Ausdehnung mit den staatlichen bzw. kommunalen Verwaltungseinheiten, den Gebieten der Bezirksämter. Des Weiteren entstanden unterhalb der Ortsgruppen und Stützpunkte sog. Zellen und Blocks als unterste Organisationseinheiten. Die Neuregelung der Parteiorganisation erwies sich dabei für die NSDAP im Gau München-Oberbayern als durchaus problematisch. Der Gau zeigte [...]
    [...] bereits in 22 verschiedene Dienststellen aufgegliedert, die sich auf 14 Adressen in München und Umgebung verteilten. In der "Partei-Statistik" von 1935 präsentierte sich der Gau München-Oberbayern schließlich in 26 Kreise, 249 Ortsgruppen, 144 Stützpunkte, 1.291 Zellen und 4.258 Blocks eingeteilt, in denen insgesamt 9.600 Politische Leiter, davon 412 Hoheitsträger, wirkten. Mit lediglich 3,32 % Parteimitgliedern (= 58.677) an der Gesamtbevölkerung seines Territoriums (= 1.767.655) bewegte sich der Gau München-Oberbayern 1935 noch im unteren Drittel aller Gaue im Reich. Dieses für die oberbayerische NSDAP ungünstige Zahlenverhältnis dürfte sich allerdings nach der Aufhebung der allgemeinen [...]