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  • Gau (NSDAP)
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    [...] de Seit dem 19. Jahrhundert im deutschen Vereinswesen und bei politischen Verbänden gebräuchlicher Begriff, den die NSDAP als Bezeichnung für ihre regionale Mittelebene übernahm. Die Gaue waren die organisatorische und administrative Ebene zwischen Ortsgruppe bzw. Kreisleitung und Reichsleitung. Sie hatten neben Verwaltungsaufgaben hauptsächlich die Funktion, die Bevölkerung durch Propaganda zu mobilisieren und Wahlkämpfe zu führen und zu koordinieren. Seit 1936 wuchs ihre Bedeutung als territoriale Gliederungseinheit in mehreren Schüben, als ihnen neue, regimespezifische Funktionen zugewiesen wurden. Dieser Funktionszuwachs ging meist auf die persönliche Beauftragung der Gauleiter durch Adolf Hitler zurück. Hatten sich schon vorher überkommene Landesstrukturen und neue Gaueinteilung überlagert, so wurden die Gauleiter und die expandierenden Gauverwaltungen bis Kriegsende zu den entscheidenden regionalen Machtträgern des Regimes. de Die bayerischen Gaue bis zur "Machtergreifung" 1933 118619233 Julius Streicher 36607 Nürnberg 11861889X Gregor Strasser 15699 Landshut 119209519 Josef Bürckel 118551655 Adolf Hitlers 120046733 Adolf Wagner 118977628 Hans Schemm Gaueinteilung außerhalb Bayerns Außerhalb Bayerns orientierte sich die Gaueinteilung ursprünglich aus wahltaktischen Gründen an den Reichstagswahlkreisen, wobei auch hier Ausnahmen möglich waren. Die größeren außerpreußischen Länder bildeten eigene Gaue, also Baden, Württemberg-Hohenzollern (mit dem preußischen Regierungsbezirk Sigmaringen), Thüringen (mit dem preußischen Regierungsbezirk Erfurt), Sachsen, Mecklenburg sowie der Stadtstaat Hamburg. Da hier Landes- und Parteigrenzen weitgehend deckungsgleich waren, kam es in der Regel zu einer stärkeren Integration von Staat und Partei. In Preußen lehnte sich die Einteilung in der Regel an die Regierungsbezirke an, seltener an die Provinzen. Die kleineren deutschen Länder im Norden Deutschlands waren dabei meist in einen Gauverband mit benachbarten preußischen Regionen integriert (z. B. Hessen-Nassau, Magdeburg-Anhalt, Südhannover-Braunschweig, Weser-Ems mit Oldenburg [...]
    [...] , seinen Gau auf Kosten Schwabens zu vergrößern, scheiterten. 41576 Augsburg 2215 München 39544 Würzburg 32741 Bayreuth 36512 Ansbach 27282 Regensburg Separatismus der "Westmark" 119209519 Josef Bürckel 130541907 Willi Stöhr Regionale Organisation der Gliederungen und angeschlossenen Verbände der NSDAP Die zahlreichen angeschlossenen Verbände und die Gliederungen der NSDAP verfügten über eine analoge regionale Einteilung, die allerdings in vielen Fällen nicht mit den Gauen deckungsgleich war. Bayern war zum Beispiel unterteilt in vier Gruppen der SA (Bayernwald, Franken, Hochland, Kurpfalz), drei Oberabschnitte der SS (Main, Rhein-Westmark und Süd), sechs Gebiete der Hitler-Jugend (HJ) bzw. Obergaue [...]
  • Knaup, Xaver (1893 – 1950), Bürgermeister, Verwaltungskaufmann, Bergwerksangestellter
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    [...] de Bis 15.04.1936 Kreisleiter der NSDAP im Kreis Alzenau; Nov. 1933 Mitglied des Reichstags; 1933-1938 Gauschulungsleiter im Gau Main-Franken; 15.04.1936-1943 NSDAP-Kreisleiter von Würzburg; 1942 Auslandsbeauftragter der NSDAP-Auslandsorganisation für Groß-Oslo; 1943 NSDAP-Kreisleiter von Litzmannstadt; SA-Obersturmbannführer. de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: Kahl a.Main Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Pösl, Ludwig
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    [...] de Pösl, Ludwig - * 20. 08. 1903 Scheinfeld (Mittelfr.), † 12. 04. 1945 Schweinfurt (Freitod); kath., 1943 gottgl. de * 20. 08. 1903 Scheinfeld (Mittelfr.), † 12. 04. 1945 Schweinfurt (Freitod); kath., 1943 gottgl. 1913 – 1918 Humanistisches Gymnasium, 1918 – 1921 kaufmännische Lehre, 1921 – 1932 kaufmännischer Angestellter in Schweinfurt, Berlin und Leipzig, 1923 am "Ruhrkampf" beteiligt, 01. 03. 1931 – Sept. 1937 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Unterfranken (1935 Gau Mainfranken) der NSDAP, Okt. 1931 wegen übler Nachrede gegen den Schweinfurter SPD-Oberbürgermeister Dr. Benno Merkle zu 1 Monat Haft ohne Bewährung verurteilt, Mai 1932 wegen übler Nachrede gegen den BVP-Politiker Heinrich Leier und Verschleppung des Verfahrens zu einer Strafe von 120 RM oder 12 Tagen Haft verurteilt. 27. 04. 1933 – 1945 Erster Bürgermeister (1935 Oberbürgermeister) der Stadt Schweinfurt, 30. 09. 1939 – 1945 Mitglied einer Kommission "zur Abstimmung der Nahrungsmittelverteilung in der Stadt Schweinfurt". 11. 04. 1945 bei der Einnahme Schweinfurts durch die Amerikaner in Gefangenschaft geraten, Freitod nach einer Falschmeldung vom Tod seiner Familie. 1920 Mitbegründer der Ortsgruppe Schweinfurt des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes, 01. 01. 1929 NSDAP (Nr. 110.856), Mai 1929 – (1932?) Ortsgruppenleiter der NSDAP in Schweinfurt, 07. 12. 1929 – April 1933 ehrenamtlicher Stadtrat in Schweinfurt, 01. 02. 1930 – 01. 10. 1931 Kreisleiter der NSDAP in Schweinfurt, 1930 – 1933 Schriftleiter der NS-Zeitung "National-Stimme" (Würzburg), 1932 – Okt. 1933 MdL (Bayern), März 1936 – 1945 MdR, 30. 01. 1939 SA-Standartenführer, 30. 01. 1942 SA-Oberführer. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Traditionsgau München-Oberbayern, 1930-1945
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    [...] de Nationalsozialistischer Parteigau, entstanden am 15. November 1930 durch die Zusammenlegung der Gaue Groß-München und Oberbayern. Gauleiter war bis zu seiner Erkrankung 1942 Adolf Wagner (1890-1944), ihm folgte Paul Giesler (1895-1945). Als Gau, aus dem die nationalsozialistische Bewegung hervorgegangen war, beanspruchte der Traditionsgau eine Sonderstellung. de NS-Gaue als konstitutive Regionen des "Dritten Reiches" Die Gaue der NSDAP spielten im Herrschaftsgefüge des "Dritten Reiches" als "Hoheitsgebiete" eine überaus gewichtige, von der Geschichtswissenschaft jedoch lange Zeit wenig beachtete Rolle. Erst in den letzten Jahren rückte die enorme Bedeutung dieser obersten territorialen [...]
    [...] (mit den Unterabteilungen Agrarpolitik, Finanz- und Wirtschaftspolitik, Kulturpolitik und Sozialpolitik), in die Propaganda-, Presse- und die Kassenabteilung. Anschließend forderte er die NSDAP-Ortsgruppen auf, diese Gliederung nach Möglichkeit zu übernehmen. Seinen Bemühungen, einen "Parteiapparat der Allzuständigkeit" aufzubauen, entsprechend, konnte Wagner bereits am 1. Januar 1932 in der Gauzeitung "Die Front" verkünden: "Die Organisation des Gaues ist heute fast schon im Kleinen das fertige Spiegelbild des kommenden nationalsozialistischen Staates." Neuorganisation der Partei 1932/33 In der zweiten Hälfte des Jahres 1932 erfolgte im Gau München-Oberbayern die von der Reichsleitung für das gesamte Reichsgebiet angeordnete, einheitliche Neuorganisation der Partei. Die Funktion der bislang unsystematisch gestreuten, die Ortsverbände der Partei zusammenfassenden Bezirke übernahmen nunmehr, als neue Mittelinstanzen zwischen Gau und Ortsgruppen, klar definierte Kreise. Diese erschlossen das gesamte Gauterritorium und deckten sich in ihrer räumlichen Ausdehnung mit den staatlichen bzw. kommunalen Verwaltungseinheiten, den Gebieten der Bezirksämter. Des Weiteren entstanden unterhalb der Ortsgruppen und Stützpunkte sog. Zellen und Blocks als unterste Organisationseinheiten. Die Neuregelung der Parteiorganisation erwies sich dabei für die NSDAP im Gau München-Oberbayern als durchaus problematisch. Der Gau zeigte [...]
    [...] bereits in 22 verschiedene Dienststellen aufgegliedert, die sich auf 14 Adressen in München und Umgebung verteilten. In der "Partei-Statistik" von 1935 präsentierte sich der Gau München-Oberbayern schließlich in 26 Kreise, 249 Ortsgruppen, 144 Stützpunkte, 1.291 Zellen und 4.258 Blocks eingeteilt, in denen insgesamt 9.600 Politische Leiter, davon 412 Hoheitsträger, wirkten. Mit lediglich 3,32 % Parteimitgliedern (= 58.677) an der Gesamtbevölkerung seines Territoriums (= 1.767.655) bewegte sich der Gau München-Oberbayern 1935 noch im unteren Drittel aller Gaue im Reich. Dieses für die oberbayerische NSDAP ungünstige Zahlenverhältnis dürfte sich allerdings nach der Aufhebung der allgemeinen [...]
  • Helm, Artur
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    [...] de Helm, Artur - * 28. 01. 1897 Nürnberg, † n. e.(1); kath., sp.gottgl. de * 28. 01. 1897 Nürnberg, † n. e.(1); kath., sp.gottgl. 17. 08. 1914 – 31. 03. 1920 Kriegsteilnehmer (Offizier), schwerbeschädigt (Kopfschuß), 19. 06. 1915 - 10. 05. 1919 in französischer Kriegsgefangenschaft, bis 1929 Empfänger einer Offizierspension. Studium der Rechtswissenschaften in München, 11. 02. 1927 1. juristische Staatsprüfung in München, 02. 08. 1929 Staatsprüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst ("gut"), 23. 09. – 31. 10. 1929 Rechtsanwalt, 01. 11. 1929 Gerichtsassessor bei der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht München I, 01. 02. 1930 II. Staatsanwalt bei dem Landgericht Regensburg, 01. 07. 1930 Amtsgerichtsrat bei Amtsgericht München. März 1933 zeitweise ehrenamtlicher Bürgermeister in Allach, 01. 11. 1933 I. Staatsanwalt bei dem Landgericht München II, 01. 12. 1935 Landgerichtsrat ebd., 01. 04. 1937 Landgerichtsdirektor ebd., 01. 07. 1937 Oberlandesgerichtsrat am OLG München, 01. 07. 1937 – 01. 07. 1940 zugleich Mitglied des Obersten Dienststrafsenats bei dem Reichsgericht, 01. 09. 1939 Amtsgerichtspräsident in München, 01. 02. 1943 Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht München. 04. 05. 1945 – 28. 10. 1947 interniert, durch die Berufungskammer für München, III. Senat, am 23. 07. 1949 in die Gruppe III ("Minderbelastete") eingestuft, ab 01. 11. 1949 Empfänger von Versorgungsbezug, Anerkennung der Zeit vom 09. 05. 1945 – 05. 10. 1949 als Status eines Beamten z.Wv., 22. 04. 1955 Neufestsetzung der Versorgungsbezüge aus dem Amt eines Oberlandesgerichtrats. 01. 04. 1932 NSDAP (Nr. 1.025.972), Stellenleiter für Rechtswahrerschulung im Gau München-Oberbayern, 01. 07. 1933 – 08. 02. 1934 Kommunal- und Personalreferent des später aufgelösten Kreises V Pasing im Gau München-Oberbayern, Frühj. 1935 Schulungsbeauftragter der Reichsleitung der NSDAP, Reichsrechtsamt, für den Gau München-Oberbayern, 15. 11. 1935 Leiter der Hauptstelle Schulung im Rechtsamt des Gaues München-Oberbayern im Rang eines Gaustellenleiters, Frühj. 1934 Gauorganisationswalter des Gaues München-Oberbayern des NSRB,1939 – 1942 Leiter des Gaurechtsamts München-Oberbayern, 1942 Gaurechtsberater. Q.: BayHSTA MJu 25224 (Bild); Personalverzeichnis 1938; Akten der Parteikanzlei, Regest 26631; StadtA Nürnberg (C 27). Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Ruckdeschel, Ludwig
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    [...] de Ruckdeschel, Ludwig - * 15. 03. 1907 Bayreuth, † 08. 11. 1986 Wolfsburg; evang., 15. 11. 1936 gottgl. de * 15. 03. 1907 Bayreuth, † 08. 11. 1986 Wolfsburg; evang., 15. 11. 1936 gottgl. 1913 – 1921 Volksschule in Bayreuth, 1921 – 1924 kaufmännischer Lehrling bei der Firma Stummbaum & Co. in Bayreuth, Mai 1921 – April 1923 zugleich Besuch der Handelsschule in Bayreuth, 1924 – 30. 09. 1928 kaufmännischer Angestellter (Korrespondent, Disponent) und Geschäftsführer in Bayreuth und Regensburg. 01. 10. 1928 Übernahme als hauptamtlicher Politischer Leiter der NSDAP, 01. 10. 1928 – Sept. 1932 Gaugeschäftsführer, Gaupropagandaleiter und Gauschatzmeister der Gauleitung Oberfranken der NSDAP, 01. 10. 1928 ständiger Stellvertreter des Gauleiters des Gaus Oberfranken der NSDAP, 1930 Gründer der Deutschen Buchhandlung in Bayreuth, Jan. 1931 Herausgeber der Bayreuther Wochenzeitung "Kampf (für deutsche Freiheit und Kultur)" (01. 05. 1933 in "Braune Sonntagszeitung" umbenannt), Sept. 1932 – Jan. 1933 Stellvertretender Gauleiter und Gaugeschäftsführer des (Unter-) Gaus Oberfranken der NSDAP. 01. 02. 1933 – 1941 Gauschatzmeister und Leiter der Privatkanzlei des Gauleiters des Gaus Bayerische Ostmark (ab 1935 Gau Bayreuth) der NSDAP, 01. 02. 1933 – Juni 1941 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Bayerische Ostmark (Gau Bayreuth) der NSDAP(1), 06. 03. – 05. 12. 1935 kommissarisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gauleiters des Gaus Bayreuth der NSDAP beauftragt, Befehlsleiter der NSDAP. 01. 04. 1940 als SS-Mann zur SS-Totenkopf-Division einberufen, 17. 07. 1940 SS-Unterscharführer d. R. der Waffen-SS, 25. 07. 1941 als Unteroffizier d. R. zum Propaganda-Ersatzbataillon eingezogen, 16. 10. 1941 aus der Wehrmacht entlassen, 09. 11. 1941 SS-Brigadeführer, 01. 12. 1941 zur Kriegsberichter-Abteilung der Waffen-SS einberufen, 16. 12. 1941 SS-Untersturmführer d. R. der Waffen-SS (mit Wirkung vom 01. 12. 1941, Beförderungsurkunde vom 02. 01. 1942), 1942 zur Ergänzungsstelle Main der Waffen-SS versetzt, 02. 05. 1942 zum Ersatzbataillon der Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" einberufen, 05. 05. 1942 [...]
    [...] SS-Sturmbannführer d. R. der Waffen-SS, 19. 04. 1945 ließ er auf Befehl von Martin Bormann den ihm vorgesetzten Gauleiter Fritz Wächtler erschießen, ab 19. 04. 1945 Gauleiter des Gaus Bayreuth der NSDAP und Reichsverteidigungskommissar. 20. 08. 1947 in Untersuchungshaft genommen, 19. 02. 1948 Verurteilung zu 8 Jahren Zuchthaus durch das Landgericht Weiden wegen versuchten Totschlags und fahrlässiger Tötung, 21. 09. 1949 Umwandlung des Urteils in eine Haftstrafe von 13 Jahren Zuchthaus durch das Oberlandesgericht München. 1921 – 1922 in der völkischen Jugendbewegung, 1923 SA, 1924 Völkischer Bund Bayreuth, ab 1924 enger Vertrauter des späteren Gauleiters und Staatsministers Hans Schemm, Aug. 1924 – 1925 [...]
  • Zipfel, Georg ( * 1896), Schlosser
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    [...] de Zeitweise Herausgeber der Zeitschrift „Die Flamme“; Gau- und Kreisredner für die NSDAP; 1933 Eintritt in die SA; 1933 Kreisamtsleiter, SA-Führer und Stadtrat in Kronach; Ab 28.04.1925 im Landtag als Nachfolger des verstorbenen Pöhner, Ernst; Beratung und Genehmigung zur Strafverfolgung wegen Beleidigung (StB Bd. 644, S. 648); Beratung und Genehmigung zur Strafverfolgung wegen Beleidigung (StB Bd. 644, S. 714); Beratung und Genehmigung zur Strafverfolgung wegen Beleidigung (StB Bd. 645, S. 238); Beratung und Genehmigung zur Vollstreckung der wegen Beleidigung ausgesprochenen Gefängnisstrafe von 10 Tagen (StB Bd. 646, S. 193); Beratung und Genehmigung zur Strafverfolgung wegen Beleidigung (StB Bd. 646, S. 195); Beratung und Genehmigung zur Vorführung zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Bamberg wegen Beleidigung (StB Bd. 647, S. 68); Beratung und Genehmigung zur Vollstreckung der wegen Beleidigung ausgesprochenen Gefängnisstrafe von 5 Tagen (StB Bd. 647, S. 69). de Weitere Angaben Konfession: katholisch. Wohnort: Kronach Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Mainfranken
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    [...] de Ursprünglich aus dem kulturellen Kontext hergeleitete Bezeichnung für das Maingebiet um Würzburg, Bamberg und Aschaffenburg. Besondere Bedeutung erhielt der Begriff unter den Nationalsozialisten, die den NSDAP-Gau und den Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg 1935 bzw. 1938 danach umbenannten. Da die Bezeichnung nach 1945 zunächst als belastet galt, hieß der Regierungsbezirk seit 1946 "Unterfranken". In den letzten Jahrzehnten zunehmend verwendet, steht "Mainfranken" heute meist synonym für den Regierungsbezirk Unterfranken. de Mittelalter 39544 Würzburg Knapps Mainfranken-Begriff 11851136X Otto von Bismarck 11624397X Fritz Knapp 46274 Spessart 46272 Rhön 46278 Fränkischen Schweiz 46273 Haßberge 46271 Steigerwald 32732 Bamberg 39536 Aschaffenburg 36512 Ansbach 32741 Bayreuth Gauleiter Otto Hellmuth und "Mainfranken" 122215087 Otto Hellmuth 119024764 Helmut Nicolai 117354902 Ludwig Siebert 120046733 Adolf Wagner 118694480 Florian Geyer 118634933 Wolfram von Eschenbach 118587269 Balthasar Neumann Die Gauausstellung "Mainfranken, wie es strebt und schafft" 1937 sollte ein umfassende Leistungsschau sein. Hellmuth versuchte, den Begriff der "Mainlinie" zu instrumentalisieren. Er betonte, er habe für Hitler die "Mainlinie" erobert, die für die BVP eine Grenzlinie politischen Denkens gewesen sei. Er strebte nach einem größeren Mainfranken als Einflussbereich. Hellmuth wollte über die Grenzen seines Gaues hinausgehen, 1939 strebte er offen danach, Gebiete in Baden (Landkreis Wertheim, Teile der Kreise Buchen und Mergentheim), Thüringen (Enklave Ostheim), Mittelfranken (Uffenheim) und Oberfranken (Bamberg, Lichtenfels, Coburg) seinem Gau zuzuschlagen, was aber am Widerstand der anderen Gauleiter und der Regierung scheiterte. Hellmuths Absicht, den Begriff "Mainfranken" auszudehnen, zeigt etwa die Umbenennung der Zeitschrift „Spessart“, ab Mai 1935 hieß sie „Mainfranken. Illustrierte Monatsschrift für Spessart, Odenwald, Rhön und Steigerwald“ . Der Begriff "Mainfranken" nach 1945 123979188 Jean Stock 39540 Schweinfurt Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Gauleiter
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    [...] Martin Bormann 130541907 Willy Stöhr 32741 Bayreuth 41576 Augsburgs 124377149 Karl Holz Stand und Perspektiven der Forschung Die Funktionsgeschichte der Gaue der NSDAP bedarf noch der weiteren systematischen Erforschung. Die Gaue stellten nicht nur eine parteiinterne Verwaltungsgliederung dar oder eine Parallelverwaltung, die in die staatlichen Behörden hineinregierte. Sie errangen mit der Dauer des nationalsozialistischen Regimes eigene exekutive Kompetenzen. Die Gauleiter fungierten als regionale Ebene neuer, für die nationalsozialistische Polykratie typischer Sonderverwaltungen, erlangten als RVK Zugriff auf sämtliche Behörden in ihrem Machtgebiet und wurden so zu regionalen [...]
    [...] de Mit den ersten Wahlerfolgen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) nach ihrer Wiedergründung 1925 und ihrer Ausdehnung im Deutschen Reich gewannen von Adolf Hitler (1889-1945) persönlich ernannte und von ihm abhängige Parteiführer eine zunehmende Bedeutung. In den seit 1925/26 zunächst in Bayern und dann im Rest des Reiches errichteten Gauen sollten diese Gauleiter die Propaganda, Mobilisierung und Wahlkämpfe der jungen, aber schnell expandierenden Partei koordinieren. de Die Gauleiter im Machtgefüge des "Dritten Reiches" 118551655 Adolf Hitler 2215 Münchner Aus ihrer Führerunmittelbarkeit und ihrer politischen Aufgabe leiteten die Gauleiter einen umfassenden politischen Führungsanspruch ab, sie intervenierten bei Behörden und vertraten die Interessen der Partei. Wichtigstes Einfallstor in die staatliche Verwaltung war die Personaleinstellung und -führung, da ihnen die Erstellung politischer Gutachten für alle Bewerber und Mitglieder des öffentlichen Dienstes oblag. Viele Gauleiter versuchten zudem, Einfluss durch die Übernahme staatlicher Ämter im Gaugebiet zu erlangen (als Reichsstatthalter bei den Mittelstaaten, Oberpräsidenten oder Regierungspräsidenten in Preußen). Nur in den "Reichsgauen" (7 österreichische Gaue, Sudetenland, Wartheland (auch: Warthegau), Danzig-Westpreußen) waren ab 1938 Partei- und Staatsverwaltung umfassend verschmolzen. Neben förmlichen Personalunionen vor Ort konnte es auch lohnen, anderweitig ein hinreichendes politisches Gewicht in die Waagschale werfen zu können (z. B. als Landes- oder Reichsminister, als Reichsleiter der NSDAP oder durch besondere Nähe zu Hitler). Die bayerischen Gauleiter nach 1933 119495279 Franz Xaver Ritter von Epp 11862847X Karl Wahl 120046733 Adolf Wagner 118977628 Hans Schemm 122215087 Otto Hellmuth 119209519 Josef Bürckel 118619233 Julius Streicher Schemm, der zugleich Reichswalter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) war, und besonders Wagner galten als die politischen Schwergewichte unter den bayerischen Gauleitern, gerade Wagner wegen seiner besonders engen Beziehungen zu Adolf [...]
  • Holz, Karl
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    [...] 3.500 RM Geldstrafe und über 4 Monaten Gefängnis verurteilt, Ende 1930 dreieinhalbmonatige Haftstrafe (wegen Religionsvergehen). 1927 – 1933 verantwortlicher Schriftleiter, 1933 – 1938 Hauptschriftleiter des NS-Blattes "Der Stürmer", 01. 04. 1933 Stellvertretender Leiter des "Zentralkomitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze", 1933 – 15. 07. 1934 Kreisleiter des Kreises Nürnberg-Stadt der NSDAP, 01. 01. 1934 – 1940 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Franken der NSDAP. Nov. 1939 als Gefreiter zur Wehrmacht einberufen, Nov. 1939 – April 1941 Kriegsdienst beim Panzer-Regiment 25, Unteroffizier. 1940 wegen illegaler Überführung von jüdischem Eigentum in Parteibesitz sowie persönlicher Bereicherung vorübergehend seiner Ämter enthoben, 04. 04. 1942 – Dez. 1944 kommissarischer Gauleiter des Gaus Franken der NSDAP, 04. 04. 1942 – 20. 04. 1945 Gauwohnungskommissar des Gaus Franken, 06. 04. 1942 – 20. 04. 1945 Beauftragter des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz für den Gau Franken, 16. 11. 1942 – 20. 04. 1945 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Franken, 25. 09. 1944 – 20. 04. 1945 Führer des Deutschen Volkssturms im Gau Franken, Dez. 1944 – 20. 04. 1945 Gauleiter des Gaus Franken der NSDAP, 10. 12. 1944 – 20. 04. 1945 Beauftragter des Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz bei der Überprüfung und Auskämmung der gesamten Deutschen Wehrmacht, 18. – 20. 04. 1945 Führer von Stoßtrupps der Wehrmacht und des Volkssturms, während der Verteidigung Nürnbergs bei den Kämpfen um die Ruinen des Nürnberger Polizeipräsidiums umgekommen (20. 04. 1945). Ab 1919 in der völkischen Bewegung aktiv, 1920 – Nov. 1922 Deutsch-Soziale Partei (DSP), 11. 11. 1922 NSDAP und SA, bis Nov. 1923 Führer einer SA-Kompanie in Nürnberg, 1924 Völkischer Bund Reichsadler (Nürnberg), Dez. 1924 – 1932 Stadtrat in Nürnberg, 26. 05. 1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 77), 1925/26 Geschäftsstellenleiter der Gauleitung Nordbayern der NSDAP und Führer der Roßbach-Gruppe in der Nürnberger SA, 1926 kurzzeitig Ortsgruppenleiter (m. d. L. b.) der NSDAP in Nürnberg (während einer dreieinhalbmonatigen Haftstrafe von Julius Streicher), 1928 – 1933 Mitglied des Mittelfränkischen Kreistags (Nürnberg), 1929 Bezirksleiter des Bezirks 1 (Nürnberg-Land, Lauf und Hersbruck) im Gau Mittelfranken der NSDAP, 1929 Gaupropagandaleiter der Gauleitung Mittelfranken der NSDAP, 1929/30 Fraktionsführer der NSDAP im Nürnberger Stadtrat, 1932 – 1933 MdL (Bayern), Nov. 1933 – 1945 MdR, 1935 – 20. 04. 1945 Ratsherr der Stadt Nürnberg, 09. 11. 1937 SA-Brigadeführer, 20. 09. 1942 Befehlsleiter der NSDAP, 09. 11. 1942 SA-Gruppenführer. Q.: Lilla, Bayerischer Landtag Nr. 236.Bildnachweis: Reichstagshandbuch 1933, S. 418 (-❭ Digitalisat) Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]