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  • Gemeinschaftsschule
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    [...] de Schule, in der Kinder verschiedener christlicher Bekenntnisse und Nichtchristen gemeinsam unterrichtet wurden. Verschiedene Versuche, in Bayern die Simultanschule einzuführen, waren 1873/83 und 1919/20 nur kurzfristig erfolgreich. Die unter dem Vorzeichen der Volksgemeinschaft von den Nationalsozialisten 1937/38 durchgesetzte Entkonfessionalisierung der Volksschulen wurde nach 1945 wieder abgeschafft. Erst 1968 wurde in Bayern durch Volksentscheid die "Christliche Gemeinschaftsschule" eingeführt. de Definition Gemeinschaftsschulen sind Schulen, in denen Kinder unterschiedlicher Konfessionen und Weltanschauungen gemeinsam unterrichtet und erzogen werden, in der "christlichen Gemeinschaftsschule" nach christlich abendländischen Grundsätzen. Der Einfluss des jeweiligen Bekenntnisses ist auf den Religionsunterricht beschränkt. Dominanz der Bekenntnisschule bis 1968 118838113 Maximilian Graf von Montgelas 11892835X Johannes Hoffmann 119446901 Gustav von Kahr 2215 München 36607 Nürnberg 41576 Augsburg 36585 Fürth 36365 Selb Die "Deutsche Gemeinschaftsschule" der Nationalsozialisten Die Nationalsozialisten äußerten sich vor 1933 kaum zu konkreten schulpolitischen Themen. Allerdings lässt sich aus Publikationen des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) eine Präferenz für die "christliche Gemeinschaftsschule" ablesen. Dennoch dauerte es bis 1935, bis der "Schulkampf" der Nationalsozialisten gegen die Bekenntnisschulen begann. Die Nationalsozialisten übernahmen in ihrer Agitation die klassischen schulorganisatorischen Argumente der Gemeinschaftsschulanhänger und sahen sich zumindest teilweise in deren Tradition. Entscheidend neu war der Volksgemeinschaftsgedanke, der zum Hauptantrieb für die Gemeinschaftsschule wurde. Ging es auch vor 1933 um die Überwindung von konfessionellen und zum Teil auch sozialen Schranken und wurde deshalb bereits vereinzelt die nationale Einheit als Argument gegen die Bekenntnisschulen verwendet, so bekam dieser vormalige Nebenaspekt nun zentralen Charakter. Widersprach eine Spaltung des rassisch einheitlichen Volkes durch Konfessionen schon der nationalsozialistischen Weltanschauung, so war eine Schule, die ihren gesamten Unterricht unter die Prämisse dieser Spaltung stellte, völlig unannehmbar. Volk, Nation und Rasse sollten die Leitgedanken der nationalsozialistischen Schule sein, nicht ein christliches Bekenntnis. Diesem Gedanken verlieh der Begriff "Deutsche Gemeinschaftsschule" Ausdruck, der von den Nationalsozialisten als Ersatz für "Simultanschule" gewählt wurde. 2215 Münchner 119311194 Josef Bauer 36607 Nürnberg Die Einführung der christlichen Gemeinschaftsschule durch Volksentscheid von 1968 Nach 1945 wurde in Bayern - wie in zahlreichen anderen Ländern - die Bekenntnisschule als Regelschule wieder hergestellt. Angesichts der zunehmenden [...]
  • Brunner, Adalbert ( * 1921), Lehrer, Gymnasialprofessor
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    [...] de Schulzeit, Abitur, sechsjähriger Kriegsdienst; Studium in München; Ab 1950 im gymnasialen Schuldienst mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Geographie; 1964 Staatsexamen nach zusätzlichem Studium für das Lehrfach Sozialkunde; Zuletzt als Seminarlehrer für Sozialkunde tätig; Im Bereich der Politischen Bildung namhaft geworden u.a. durch schulpraktische Veröffentlichungen; Gründungsmitglied der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung; 1965-1969 Bundesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, seither Beiratsmitglied; Nachhaltig tätig beim Ausbau des Politikunterrichts und der diesbezüglichen Lehrerausbildung; Ab 1959 Elternbeiratsvorsitzender an Volksschulen, später als Sprecher der Elternbeiräte der Münchner Gemeinschaftsschulen wesentlich beteiligt an der Durchsetzung der christlichen Gemeinschaftsschule in Bayern; Gründungs- und Vorstandsmitglied des Bayerischen Elternverbands; Mitglied des Bayerischen Landtags: 22.11.1970-15.10.1978. de Weitere Angaben Konfession: keine Angabe. Wohnort: München Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Nationalsozialistischer Lehrerbund (NSLB), 1929-1943
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    [...] de 1929 gegründete und bereits 1943 faktisch aufgelöste NS-Organisation für Lehrer. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten stieg der NSLB zwar zur alleinigen Lehrerorganisation im Deutschen Reich auf, konnte aber wegen Konkurrenz zu anderen Parteigliederungen, der Bildungsbürokratie und der Hitler-Jugend nie bestimmenden Einfluss auf die Schulpolitik gewinnen. Seinen Sitz hatte er in Bayreuth, da dort der Gründer und erste Reichswalter der Organisation, Hans Schemm (1891-1935), sowie dessen Nachfolger Fritz Wächtler (1891-1945) auch als Gauleiter amtierten. de Vorgeschichte und Gründung 32843 Hof 118977628 Hans Schemm 32741 Bayreuth 36607 Nürnberg 118551655 Adolf Hitlers Dementsprechend dürftig war auch die Programmatik des NSLB, die sich auf einige wenige Punkte, wie Akademisierung der Lehrerbildung, Einführung der Gemeinschaftsschule und den „rücksichtslosen Kampf gegen die zum größten Teil liberalistisch, marxistisch und demokratisch verseuchten Lehrerverbände“ beschränkte. 118566806 Ernst Krieck Gleichschaltung aller Lehrerverbände 1933-1938 Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war das ursprüngliche Ziel des NSLB erreicht. Für Schemm stellte sich nun die Aufgabe, aus einer Kampforganisation die Einheitsfront aller Erzieher zu formen. Dies gelang: Zum einen über die Werbung von Einzelmitgliedern, zum anderen über die Eingliederung der traditionellen Lehrerverbände. Beide Wege wurden mit Drohungen und dem Einsatz von Machtmitteln relativ erfolgreich beschritten, so dass Ende 1933 bereits 250.000 Mitglieder gezählt wurden. Die meisten früheren Lehrerverbände hatten sich aufgelöst, von den großen und bedeutenden Verbänden leisteten lediglich noch der Bayerische Lehrerverein (BLV) und der Deutsche Philologenverband bis 1937/38 Widerstand gegen die Auflösungsbemühungen. Da der NSLB bis 1933 ausschließlich Parteigenossen organisiert hatte, diese nun jedoch nur noch ca. 20 % der Mitglieder stellten, drohte sich der Kontakt zur Partei zu lockern. Um eine engere Bindung zu garantieren, richtete die NSDAP-Reichsleitung im September 1934 ein Hauptamt für Erzieher ein, das NSLB-Reichswalter Schemm, der seit März 1933 auch bayerischer Kultusminister war, in Personalunion führte. Um die vielen aufgelösten, oft nicht sehr großen Lehrerverbände in den NSLB zu integrieren, musste er seine Reichswaltung in Bayreuth umbauen und stark erweitern. Dies führte zu einem Kompetenzwirrwarr zwischen Reichs- und Gauwaltungen, da die aufgelösten Lehrerverbände in aller Regel regional begrenzt waren und deren bisherige Organisationsstruktur übernommen wurde. Bedeutungsverlust und Auflösung Während seiner gesamten Existenz konnte sich der NSLB nicht vom Übergewicht der organisatorischen über die inhaltliche Arbeit befreien. Er war meist zu stark [...]
  • Bekenntnisschule
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    [...] de Konfessionsgebundene Schule nur für Kinder eines Bekenntnisses (im Gegensatz zur Simultan- oder Gemeinschaftsschule). Angesichts der jahrhundertelangen konfessionellen Prägung des Schulwesens und des gerade in Bayern hohen Stellenwerts von Kirche und Religion bis ins 20. Jahrhundert konnten sich die Bekenntnisschulen auch noch lange nach 1800 als Regelschule im Volksschulbereich halten. Dies zeigt sich daran, dass verschiedenen Versuchen, die Bekenntnisschulen abzuschaffen, nur kurzfristiger Erfolg beschieden war. Derartige Vorstöße unternahmen 1810 aufgeklärte Bildungsreformer, 1867/73 die Liberalen, 1919 und 1945 die Sozialdemokratie und 1935/38 die Nationalsozialisten. Erst 1968 führte Bayern zeitgleich mit anderen Ländern die "Christliche Gemeinschaftsschule" als Regelschule ein. de Definition Bekenntnisschulen oder Konfessionsschulen sind Schulen, in denen Kinder eines bestimmten Bekenntnisses nach den Grundsätzen dieses Bekenntnisses unterrichtet und erzogen werden. Dies umfasst den Unterricht und die Aufbereitung der Lerninhalte ebenso wie die Forderung nach Lehrkräften, die der gleichen Konfession angehören. Dadurch ist ein Großteil des Schulalltags kirchlich geprägt. Neben dem Religionsunterricht, der bis zu fünf Wochenstunden umfasste, schlug sich dies im Schulgebet, in der regelmäßigen Teilnahme der Schule an kirchlichen Feiern und in der Vielzahl geistlicher Lehrkräfte nieder. Allgemeine Problematik Nachdem jahrhundertelang die konfessionelle Bindung der Schulen selbstverständlich gewesen war, gerieten seit den Umwälzungen von Aufklärung, Französischer Revolution und Säkularisation die Bekenntnisschulen mehr und mehr in Kritik, da diese im Sinne einer angestrebten laizistischen Trennung von Staat und Kirche nicht mehr zeitgemäß erschienen. Der Streit um die Bekenntnisschule ist daher als ein Indikator für die Bedeutung und die Stellung von Kirche und Glaube in einer zunehmend säkularisierten Umgebung zu werten. In Bayern blieben angesichts der starken Position von (katholischer) Kirche und Religion die Versuche, die Bekenntnisschule abzuschaffen, bis weit nach der Mitte des 20. Jahrhunderts erfolglos. Wesentlich für die Etablierung der Gemeinschaftsschulen war in Bayern daher die Entstehung von gemischtkonfessionellen Bevölkerungen - bedingt durch das Wachstum der Städte seit dem 19. Jahrhundert und den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen nach 1945 - sowie das Nachlassen der religiösen Bindungen vor allem ab den 1950/60er Jahren. Die Zeit des Königreiches (1806-1918) 118838113 Maximilian Graf von Montgelas 118706314 Chlodwig von Hohenlohe-Schillingsfürst 116173564 Adolph von Pfretzschner Die Zeit der Weimarer Republik 11892835X Johannes Hoffmann 119446901 Gustav von Kahr 2215 München 36607 Nürnberg 41576 Augsburg 36585 Fürth 39502 [...]
  • Kirchenverträge, 1924/1925
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    [...] an öffentlichen Schulen (Art. 4 und 10), der Staatsleistungen (Art. 15 StKV), der Anstaltsseelsorge (Art. 17 StKV), des Schutzes kirchlichen Eigentums (Art. 19 StKV) und der Kirchensteuererhebung (Art. 20 StKV) und entzog sie damit der einseitigen Verfassungsänderung. 36566 Erlangen Schule und Religionsunterricht Breiten Raum nehmen wie im Konkordat die Bestimmungen über das Schulwesen und den Religionsunterricht ein, zumal die Volksschulen - bis zur Einführung der christlichen Gemeinschaftsschule im Jahre 1968 - weiterhin grundsätzlich Bekenntnisschulen waren. Deshalb wurde bestimmt, dass auf Antrag der Erziehungsberechtigten evangelische Volksschulen zu errichten waren, sofern dies schulorganisatorisch [...]
    [...] und in seinen Formulierungen weitgehend dem rechtsrheinischen Staat-Kirche-Vertrag, soweit nicht besondere Verhältnisse in der Pfalz andere Regelungen notwendig machten. Demgemäß waren insbesondere Bestimmungen zu Theologischen Fakultäten und zu kirchlichen Privatschulen entbehrlich. Kirchenpolitisch spielten auch in der Pfalz die Schulartikel eine wesentliche Rolle. Fortentwicklung der Verträge nach 1945 Der mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern geschlossene Staat-Kirche-Vertrag, dessen Fortgeltung die Bayerische Verfassung vom 2. Dezember 1946 in Art. 182 bestätigt, wurde 1968 infolge der Ablösung der Bekenntnisschule durch die christliche Gemeinschaftsschule erstmalig geändert. Weitere Änderungsverträge [...]
  • Volksabstimmungen
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    [...] , sondern es muss die Zustimmung der betroffenen Bevölkerungen eingeholt werden (vgl. Art. 29, 118, 118a GG). (zu den Gründen, die den Parlamentarischen Rat 1948/49 zu diesen Regelungen bestimmten, vgl. Jung, Grundgesetz und Volksentscheid). Der erste Praxisfall in Bayern: Volksbegehren zur Christlichen Gemeinschaftsschule 1967/68 Die bayerischen Verfassungseltern gingen von einer intensiven Nutzung der direkten Demokratie aus, wie die Bestimmung zeigt, dass die Volksentscheide über Volksbegehren "gewöhnlich im Frühjahr oder Herbst" stattfinden sollten (Art. 74 Abs. 6). Tatsächlich aber tat sich während der ersten beiden Jahrzehnte seit 1946 insoweit gar nichts: Es kam zu keinem einzigen Volksbegehren, geschweige denn zu einem Volksentscheid. Das Tor zur Praxis wurde erst 1967 aufgestoßen, als sich die etablierte Politik in einer Blockadesituation sah. Die nach dem Krieg als Regelschule festgeschriebene konfessionelle Volksschule, die man aus pädagogischen Gründen – nicht nur in Bayern – zu überwinden trachtete, wurde insbesondere von der Katholischen Kirche hartnäckig verteidigt. Zu einem Konflikt waren Staatsregierung und CSU-Landtagsmehrheit nicht bereit. Erst als die Oppositionsparteien SPD und FDP ein entsprechendes Volksbegehren zustande brachten, beschloss der Landtag den Übergang zur Christlichen Gemeinschaftsschule. Die entsprechende Verfassungsänderung (Art. 135) wurde beim Referendum am 7. Juli 1968 mit großer [...]
  • Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
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    [...] de 1861 als Bayerischer Lehrerverein begründeter Verband mit mehreren Vorläufern seit 1821. Der BLLV vertritt die Volksschullehrer (Grund- und Hauptschullehrer) und kämpfte für die Entkonfessionalisierung des Schulwesens, die Besserstellung der Volksschullehrer sowie die Akademisierung der Lehrerausbildung. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er sich auch zur Vertretung der Lehrerinnen, weshalb er 1951 in Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverein umbenannt wurde. de Vorgeschichte und Gründung 36607 Nürnberg 27282 Regensburg 132256487 Karl Heiß Bildungspolitische Ziele Der BLLV war von Anfang an staatlich und kirchlich unabhängig sowie parteiübergreifend. Seine primären Ziele waren die Verbesserung des Schulwesens, insbesondere des Volksschulwesens, die Verbesserung der Lehrerfortbildung und die Verbesserung der standespolitischen Situation der Lehrerschaft. Diese Zielsetzungen brachten den Verband in Gegnerschaft zu den katholisch-christlichen Parteien (Zentrum bis 1918, BVP 1918-1933, CSU ab 1945). Diese Situation war zur Zeit seiner Gründung äußerst bescheiden. Außerhalb der Großstädte war der Volksschullehrer als Gemeindediener mit vielen Nebenaufgaben versehen, wie Mesner, Kantor oder Gemeindeschreiber. Seine Entlohnung war kläglich, abgesehen von vereinzelten Selbsthilfemaßnahmen gab es weder eine geregelte Kranken- noch eine Hinterbliebenenversorgung. Oberstes politisches Ziel des BLLV stellte seit seiner Gründung die Emanzipation des Volksschullehrers dar. Damit verbunden war die Forderung nach der Übernahme der Volksschullehrer aus dem Kommunal- in den Staatsdienst (1919 erreicht), der Entkonfessionalisierung des Schulwesens, die 1919 mit der Abschaffung der geistlichen Schulaufsicht begann und 1968 durch die Einführung der christlichen Gemeinschaftsschule ihren Abschluss fand, der Akademisierung der Lehrerbildung (1972 erreicht) sowie der finanziellen Besserstellung der Volksschullehrer (Grund- und Hauptschulen). Zwar erfuhren diese nach 1945 vier Gehaltsverbesserungen, erreichten jedoch nicht die vollkommene Gleichstellung mit den Lehrern anderer Schularten. So verharren sie seit über 30 Jahren als letzte Lehrergruppe im gehobenen Dienst. Neben der Vertretung bildungspolitischer und standespolitischer Interessen war der BLV insbesondere in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Selbsthilfeeinrichtung seiner Mitglieder. Eigene Versicherungen und Unterstützungsvereine, wie die spätere Bayerische Beamtenbank eG, zählten ebenso wie eine Lehrer-Reisestiftung oder die Süddeutsche Lehrerbücherei zu den zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen des Verbandes. Erwähnenswert ist auch die Herausgabe der Jugendzeitschrift "Jugend-Lust" seit 1875. Unter dem Namen "Floh" erscheint diese älteste Jugendzeitschrift bis heute. Organisationsgeschichte [...]
  • Konkordatspolitik (seit 1945)
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    [...] an Bekenntnisschulen" einverstanden. Aber der Ruf nach einer grundsätzlichen Änderung der Bayerischen Verfassung wurde immer lauter. Regierung und Opposition einigten sich nach zwei erfolgreichen Volksbegehren und einvernehmlichen Gesprächen mit den bayerischen Spitzen der beiden Kirchen auf eine durch Volksentscheid vom 7. Juli 1968 gebilligte Verfassungsänderung. Diese führte die "Christliche Gemeinschaftsschule" als Regelschule ein, ohne die Beibehaltung oder Bildung von konfessionseinheitlichen Schulen oder Klassen auszuschließen. Dieser Neuausrichtung stimmte der Heilige Stuhl im Vertrag vom 7. Oktober 1968 durch tiefgreifende Änderung der konkordatären Schulartikel 5 und 6 zu. Er hielt sich jedoch [...]
  • Autobiographien (nach 1945)
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    [...] , wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht mit Entnazifizierung, Wiedergründung der Parteien, ersten Landtagswahlen und Regierungsbildungen, Schaffung der bayerischen Verfassung, Lizenzierung der Presse, Eingliederung der Vertriebenen und die Anwesenheit der US-Besatzungsmacht. Für die Folgezeiten häufig angesprochen werden die Bereiche Bildungswesen mit den Diskussionen um Lehrerbildung, Bekenntnis- und Gemeinschaftsschule, die Gebietsreform, die Olympischen Spiele von 1972 und Entwicklungen im Parteiensystem (besonders auch die dominante Position der CSU). Ein Dauerthema bleiben der Föderalismus und die bayerische Identität, wobei die Aneignungsversuche vonseiten der Mitglieder einzelner Parteien deutlich [...]
  • Bayerischer Landtag (nach 1945)
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    [...] ist die Konfessionsschule, die mittels Volksbegehren 1968 in der "Christlichen Gemeinschaftsschule" aufging. Das Volksbegehren "Rundfunkfreiheit" endete 1973 nach heftigen Landtagsdebatten in einer entsprechenden Änderung der Verfassung (Art. 111 a). Im Oktober 1995 setzte sich beim Volksentscheid der Entwurf eines Volksbegehrens zur Einführung des "kommunalen Bürgerentscheids" gegen die Vorlage des Landtags durch. Die Abschaffung des Bayerischen Senats, ebenfalls auf einem Volksbegehren beruhend, wurde 1998 durch einen Volksentscheid gegen den Willen der CSU-Mehrheit besiegelt. Auch das strenge Rauchverbot in der Öffentlichkeit ging auf eine Volksinitiative 2010 zurück. Parlamentsreformen seit 1998 In eigener [...]