Facebook

von 1937 Treffern sortiert nach

  • Motive – Krieg und Inflation
     Textstellen 
    [...] de Motive – Krieg und Inflation Der Erste Weltkrieg und seine Folgen prägten eine ganze Generation. Diese Erfahrung spiegeln auch Notgeldscheine wider. So zeigt ein Notgeldschein aus Immenstadt im letzten Kriegsjahr 1918 Soldaten mit Pferden im Gebirge. Es ist ein Hinweis auf das Deutsche Alpenkorps: In Immenstadt waren drei Kompanien des Bayerischen Schneeschuh-Bataillons stationiert. Ein weiteres Beispiel führt zu den Schützengräben des Ersten Weltkrieges und bindet christliche Motive ein: Christophorus mit Stab, der das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt, wird von Pflanzen umrankt. Die Pflanzen erinnern in der Gestaltung an Stacheldraht. Im Ersten Weltkrieg wurde Stacheldraht erstmals in großem Umfang in einem Krieg eingesetzt. Im Stellungskrieg an der Westfront wurden die Stacheldrähte zur tödlichen Falle für viele Soldaten. Bei der Erstürmung der Gräben verfingen sie sich derart im Stacheldraht, dass sie nicht mehr befreit werden konnten. Der Bezug zum Ersten Weltkrieg ist zwar gestalterisch nur angedeutet, stellt aber dennoch eine deutliche Kritik am Krieg dar. Ein Notgeldschein aus Eggenfelden setzt sich mit den Unruhen der unmittelbaren Nachkriegszeit auseinander. Ein Löwe, das Wappentier der Wittelsbacher, des Königreichs Bayerns und auch des Freistaates Bayern, sorgt darauf bewaffnet mit Gewehr für „Ruhe und Ordnung“, wie die Aufschrift sagt. Für die nötige Ruhe auch des Löwen selbst steht die Pfeife, die er raucht. Die Gestaltung des Scheins ist ein Hinweis auf die Revolution von 1918 und die folgenden Kämpfe in der Münchner Räterepublik, nach deren Niederschlagung Bayern nach rechts rückte und schließlich zur „Ordnungszelle“ wurde, wie das ultra-konservative und reaktionäre Bayern in den ersten Jahren der Weimarer Republik auch bezeichnet wird. Auch die Inflation selbst und ihre Folgen sind ein wiederkehrendes Thema auf Notgeldscheinen, für das sehr deutliche Worte bzw. Bilder gefunden werden. Auf einem Notgeldschein der Stadt Furth aus dem Inflationsjahr 1923 frisst ein stilisierter Drache die Wertzahl. Das Motiv bildet auch einen Konnex zur Stadtgeschichte. Furth ist berühmt für den sogenannten Drachenstich, er zählt zu den ältesten Volksschauspielen Deutschlands. Dementsprechend ist er Thema auf zahlreichen Notgeldscheinen von Furth, oft in einem Zusammenhang mit der Inflation. Das Symbol der Inflation ist der Drache, der vom Drachentöter besiegt wird. Das Thema der Inflation wird nicht nur grafisch umgesetzt, sondern auch sprachlich in Form von Versen und Gedichten. [...]
  • Inflation, 1914-1923
     Textstellen 
    [...] de Die Inflation, die schon während des Ersten Weltkriegs begann, konnte nach Kriegsende nicht gestoppt werden, da weiterhin Staatsausgaben durch Schulden finanziert wurden. Im Krisenjahr 1923 erreichte die Geldentwertung als Hyperinflation ihren Höhepunkt. Profiteure der Inflation waren alle Kreditnehmer (Staat, Unternehmer, Landwirte), da diese problemlos ihre nun wertlos gewordenen Schulden tilgen und Investitionen finanzieren konnten. Auf Bezieher fester Einkommen und Inhaber von Wertpapieren wirkte sie dagegen enteignend. de Definition und Erfassung von Inflation 118533541 Irving Fisher Ursachen und Beginn der Weimarer Inflation Die Ursachen der Inflation während der ersten Jahre der Weimarer Republik waren bereits während des Ersten Weltkriegs begründet worden: Zum Zwecke der Kriegsfinanzierung war durch die Ausgabe von Schuldtiteln einerseits die Geldmenge (Bar- und Buchgeld) stark aufgebläht worden, andererseits entstand durch die Produktion von Kriegs- statt Zivilgütern eine Warenknappheit. 1916 musste schließlich die Dritteldeckung der Mark in Gold aufgegeben werden. Angesichts der Preissteigerung bei Gütern des täglichen Bedarfs, die über der Steigerung der Nominallöhne lag, sanken bis 1917 die Reallöhne. Als 1918 diese aber wieder anstiegen, konnte infolge der physischen Warenknappheit der zivile Bedarf nur noch teilweise gedeckt werden. In den Wirren nach Ende des Ersten Weltkrieges war in Deutschland daher eine moderate Inflation unvermeidlich, zur schnellen Unterbringung der zurückkehrenden Soldaten in den zivilen Arbeitsprozess sogar willkommen. Denn einerseits mussten Kriegsversehrte und Arbeitslose mit Geld unterstützt werden, andererseits mußte die Kriegswirtschaft erst mühsam wieder auf die Produktion ziviler Investitions- und insbesondere Konsumgüter zur Überwindung der Warenknappheit umgestellt werden. Ein Staatsbankrott durch eine offizielle Erklärung, die innere Staatsschuld in der Form der gezeichneten Kriegsanleihen nicht zurückzahlen zu wollen, kam wegen der destabilisierenden gesellschaftlichen Wirkungen nicht in Frage. 11853100X Matthias [...]
    [...] eine ähnlich geschätzte Größenordnung. Kostete in Berlin am 3. Januar 1923 ein Kilogramm Roggenbrot noch 163 Mark und 1 Kilogramm Rindfleisch 1.800 Mark, lagen die korrespondierenden Preise am 19. November 1923 bei 233 Milliarden Mark und bei 4 Billionen 800 Milliarden Mark. Ein US-Dollar kostete im Mai 1923 im Monatsdurchschnitt 47.670 Mark, am 20. November dann 4.200.000.000.000 Mark. Gewinner und Verlierer der Inflation Die Verlierer einer Inflation sind konsequenterweise alle Bezieher von fixen, sich sehr träge anpassenden Geldeinkünften beziehungsweise generell die Inhaber von auf Geld lautenden Ansprüchen. In der deutschen Hyperinflation der Jahre 1922/23 wurde die enteignende Wirkung [...]
  • Reportage Post 1929/1930
     Textstellen 
    [...] de Ansicht (Kuvert; Briefmarken; Inflation 1923) [...]
  • Studie November 1931
     Textstellen 
    [...] de Ansicht (Geldscheine auf e.Tisch liegend; Inflation; "Inflationsgeld") [...]
  • Deutsches Reich, Reichsschuldenverwaltung: Darlehenskassenschein über 5 Mark von 1917
     Textstellen 
    [...] Wertstufen 5, 10, 20 und 50 Mark. Da sich in den ersten Kriegswochen ein Kleingeldmangel bemerkbar machte, wurden auch Scheine zu 1 und 2 Mark hergestellt. Im Kriegsjahr 1918 wurde eine neue Ausgabe zu 5 und 20 Mark hergestellt. Später kamen bedingt durch die Inflation noch weitere Ausgaben zu 1 und 2 Mark dazu. Die Darlehenskassenscheine kursierten bis 1923 in hoher Menge und waren damit ein wichtiges Zahlungsmittel im Deutschen Reich. Nach der Inflation wurden die Darlehenskassen 1924 aufgelöst. Literatur allgemein: A. Pick, „Papiergeld-Lexikon“. Gietl, Regenstauf, 1992. Seite/Nr.: 89 ff; „Das Papiergeld im Deutschen Reich 1871 - 1948“. Dt. Bundesbank, Frankfurt/M., 1965. - Standardzitierwerk: „Standard [...]
  • Deutsches Reich, Reichsschuldenverwaltung: Darlehenskassenschein über 50 Mark von 1914
     Textstellen 
    [...] Wertstufen 5, 10, 20 und 50 Mark. Da sich in den ersten Kriegswochen ein Kleingeldmangel bemerkbar machte, wurden auch Scheine zu 1 und 2 Mark hergestellt. Im Kriegsjahr 1918 wurde eine neue Ausgabe zu 5 und 20 Mark hergestellt. Später kamen bedingt durch die Inflation noch weitere Ausgaben zu 1 und 2 Mark dazu. Die Darlehenskassenscheine kursierten bis 1923 in hoher Menge und waren damit ein wichtiges Zahlungsmittel im Deutschen Reich. Nach der Inflation wurden die Darlehenskassen 1924 aufgelöst. Literatur allgemein: A. Pick, „Papiergeld-Lexikon“. Gietl, Regenstauf, 1992. Seite/Nr.: 89 ff; „Das Papiergeld im Deutschen Reich 1871 - 1948“. Dt. Bundesbank, Frankfurt/M., 1965. - Standardzitierwerk: „Standard [...]
  • Nummus des Diokletian auf den Genius des römischen Volkes
     Textstellen 
    [...] zurückgezogen hat und seinen Lebensabend als Privatmann verbrachte. Dieser Nummus war Bestandteil der Münzreformen Diokletians 293 und 301. Im Jahr 293 wurde dieses neue Nominal als 2,5-facher Antoninian der Reform des Aurelian eingeführt. Allerdings wurde bereits 301 der Wert dieses Nominals verdoppelt, was sowohl Zeichen der Inflation war, als auch die weitere Inflation nach dem Regierungsende des Diokletian begünstigen sollte. Zu dieser Entwicklung trug auch der enorme Prägeausstoß der 16 offiziellen Prägestätten der Tetrarchie bei. Standardzitierwerk: „From Diocletian's reform (A.D. 294) to the death of Maximinus (A.D. 313). The Roman imperial coinage ; Vol. 6“. Spink, London, 19731967. Seite/Nr [...]
  • Nummus des Maximianus Herculius auf den Genius des römischen Volkes
     Textstellen 
    [...] ausrufen ließ, wurde er von Konstantin zum Selbstmord gezwungen. Dieser Nummus war Bestandteil der Münzreformen Diokletians 293 und 301. Im Jahr 293 wurde dieses neue Nominal als 2,5-facher Antoninian der Reform des Aurelian eingeführt. Allerdings wurde bereits 301 der Wert dieses Nominals verdoppelt, was sowohl Zeichen der Inflation war, als auch die weitere Inflation nach dem Regierungsende des Diokletian begünstigen sollte. Zu dieser Entwicklung trug auch der enorme Prägeausstoß der 16 offiziellen Prägestätten der Tetrarchie bei. Das sieht man daran, dass dieses Rückseitenmotiv von allen vier Kaisern in fast allen Prägestätten verwendet wurde. Daraus könnte auch geschlossen werden, dass die [...]
  • Nummus des Diokletian auf den Genius des römischen Volkes
     Textstellen 
    [...] zurückgezogen hat und seinen Lebensabend als Privatmann verbrachte. Dieser Nummus war Bestandteil der Münzreformen Diokletians 293 und 301. Im Jahr 293 wurde dieses neue Nominal als 2,5-facher Antoninian der Reform des Aurelian eingeführt. Allerdings wurde bereits 301 der Wert dieses Nominals verdoppelt, was sowohl Zeichen der Inflation war, als auch die weitere Inflation nach dem Regierungsende des Diokletian begünstigen sollte. Zu dieser Entwicklung trug auch der enorme Prägeausstoß der 16 offiziellen Prägestätten der Tetrarchie bei. Standardzitierwerk: „From Diocletian's reform (A.D. 294) to the death of Maximinus (A.D. 313). The Roman imperial coinage ; Vol. 6“. Spink, London, 19731967. Seite/Nr [...]
  • Deutsches Reich, Reichsschuldenverwaltung: Darlehenskassenschein über 20 Mark von 1917
     Textstellen 
    [...] Wertstufen 5, 10, 20 und 50 Mark. Da sich in den ersten Kriegswochen ein Kleingeldmangel bemerkbar machte, wurden auch Scheine zu 1 und 2 Mark hergestellt. Im Kriegsjahr 1918 wurde eine neue Ausgabe zu 5 und 20 Mark hergestellt. Später kamen bedingt durch die Inflation noch weitere Ausgaben zu 1 und 2 Mark dazu. Die Darlehenskassenscheine kursierten bis 1923 in hoher Menge und waren damit ein wichtiges Zahlungsmittel im Deutschen Reich. Nach der Inflation wurden die Darlehenskassen 1924 aufgelöst. Literatur allgemein: A. Pick, „Papiergeld-Lexikon“. Gietl, Regenstauf, 1992. Seite/Nr.: 89 ff; „Das Papiergeld im Deutschen Reich 1871 - 1948“. Dt. Bundesbank, Frankfurt/M., 1965. - Standardzitierwerk: „Standard [...]